Die jungen Retrorocker CRIMSON ROOTS wollen sich als starke Live-Band etablieren

21. September 2026

Crimson Roots Retro Rock

Die jungen Retrorocker CRIMSON ROOTS wollen sich als starke Live-Band etablieren

Crimson Roots, 2025 gegründet, sind eine junge spannende Retrorock-Band, die mit dem Konzeptalbum „Open Roads“ ihr Debüt vorgelegt hat. Sängerin Ina Salaj und Leadgitarrist Kristi Dhimitri kommen aus Albanien, haben ihre Studien-Zelte aber in Nürnberg/Erlangen aufgeschlagen. Die Band dringt zunehmend über den regionalen fränkischen Raum hinaus. Wir haben die Sängerin und den Gitarristen zu ihren Live-Auftritten und Ambitionen, aber auch zu einem weiteren Album sowie einem ganz bestimmten legendären Song der Rockgeschichte, den Crimson Roots live als Zugabe spielen, befragt.

eclipsed: Ihr seid eine junge Band, die bisher erst ein Album veröffentlicht hat: Wann und wo fand euer erster Auftritt statt, und wie erinnert ihr euch daran?

Ina Salaj: Nun, da wir uns erst vor etwas mehr als einem Jahr, etwa im Februar 2025, gegründet haben, glaube ich, dass wir unseren ersten Auftritt Mitte März 2025 gespielt haben. Wir hatten uns natürlich schon vorher getroffen, also war Crimson Roots offiziell schon seit Ende 2024 in der Mache. Wir trafen uns, ich habe ein paar Songs vorgestellt, und wir haben sie dann gemeinsam ausgearbeitet, bis wir als Ganzes bereit waren – mit einem Logo und dem Traum, so viele Live-Konzerte wie möglich zu spielen! Der erste Auftritt fand in unserem örtlichen Jugendkulturzentrum namens „Luise“ in Nürnberg statt – dort war auch unser Proberaum. Ich erinnere mich, dass wir mit den Veranstaltern vor Ort besprochen hatten, ein Konzert mit einigen anderen lokalen Bands zu organisieren. Ich erinnere mich noch gut daran, dass wir nervös, aber gleichzeitig auch aufgeregt waren, gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen. Also haben wir ein paar Songs, an denen wir im Proberaum gearbeitet hatten, und ein paar Cover zusammengestellt und den Abend gespielt! Der Auftritt lief gut, wir haben wirklich gut harmoniert. 

eclipsed: Ihr habt bisher nur ein Album veröffentlicht. Wie füllt ihr also eure Setlist? Welche Songs spielt ihr von „Open Roads“? Inwieweit haben sie sich verändert, wenn sie auf der Bühne zum Leben erweckt werden?

Salaj: Offiziell ist zwar nur „Open Roads“ erschienen, aber seit der Veröffentlichung treffen wir uns ziemlich oft mit den Jungs und arbeiten an vielen neuen Songs – derzeit am zweiten Album. Mit „Open Roads“ allein können wir zwar eine einstündige Setlist füllen, aber in letzter Zeit ersetzen wir ruhigere Songs von „Open Roads“, die man sich eher zu Hause als auf einer Konzertbühne anhören sollte, durch neue, noch unveröffentlichte. Live spielen wir hauptsächlich die härteren Songs des Albums und die psychedelischeren, wie „Nowhere“, das leicht verändert wurde – vor allem, weil ich vor Beginn des Songs ein kurzes Gedicht einbaue; das macht die Show vollständiger, surrealer, und wir lieben es, die Konzertbesucher schon mit den ersten paar Songs in unseren Bann zu ziehen! Wir eröffnen die Show ausschließlich mit meinem Gesang bei „Drifting“, was sich lebendiger anfühlt, da ich von hinter der Bühne aus mit dem Mikrofon auf die Vorderseite der Bühne gehe und dabei die ersten Töne der Show singe. Dann spielen wir die härteren Songs wie „Falling Through“, „The Crossing“, „The Crossing: Part II“ und beenden die Show mit „Mountain“, das auch auf dem Album das Ende der Reise symbolisiert, ebenso wie unser Show-Ende. Live auf der Bühne nehmen die Songs eine andere Form an, insbesondere, da wir kräftigere Gitarren, Orgeln und Bass-Effekte einsetzen, um die Songs lebendiger und energiegeladener wirken zu lassen.

eclipsed: Gibt es Coverversionen, und wenn ja, warum gerade dieser bestimmte Song?

Salaj: Normalerweise füllen wir die Setlist nicht mit Coversongs, abgesehen von einem für uns ganz besonderen Song: „Whole Lotta Love“! Er ist berühmt für sein Riff, aber der Breakdown in der Mitte ist pure psychedelische Klangkunst – und genau deshalb lieben wir ihn und haben ihn ausgewählt!

eclipsed: Ich habe euch bereits in Fürth gesehen, wie ihr „Whole Lotta Love“ von Led Zeppelin gespielt habt. Es war eine großartige Version voller Energie! 

Kristi Dhimitri: Ich liebe den Song besonders wegen der Energie, die man den Leuten damit vermitteln kann – zu einem langsameren Tempo zu tanzen, mit einem so kraftvollen Riff, das sich durch den ganzen Song zieht. Natürlich ist der Breakdown in der Mitte pure Kunst. Wir haben den Song leicht abgewandelt, indem wir unseren eigenen Breakdown einbauen, der meist mit starkem Delay, Hall und Fuzz unterlegt ist; dann spielt unser Schlagzeuger dramatische Drum Fills, die in das Solo mit Wah-Effekt münden. Wir haben ihn nicht ausgewählt, weil er einer der bekanntesten Led-Zeppelin-Songs ist, sondern weil wir noch ganz am Anfang unserer Diskografie stehen und uns mit den frühen Led Zeppelin identifizieren wollen, sogar noch bevor sie so richtig psychedelisch wie bei „Kashmir“ wurden. Crimson Roots werden in Zukunft definitiv psychedelischer werden, aber das ist noch eine Überraschung!

Crimson Roots - Open Roads (Official Video)

Das komplette XXL-Interview ist Teil unseres Online Abos, siehe auch https://www.eclipsed.de/de/abo

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