ARCHIVE - Vom Wert der Kunst
Bislang ließ die Musik der englischen Rockband ARCHIVE nicht unbedingt an jene klassischer Komponisten wie Edward Elgar, Sergei Rachmaninow oder Steve Reich denken. Auf ihrem neuen Album „Glass Minds“ ist das anders.
Bislang ließ die Musik der englischen Rockband ARCHIVE nicht unbedingt an jene klassischer Komponisten wie Edward Elgar, Sergei Rachmaninow oder Steve Reich denken. Auf ihrem neuen Album „Glass Minds“ ist das anders.
Damit hatte keiner gerechnet: dass Atomic Rooster, der ewige Geheimtipp unter den Bands mit der Hammondorgel an prominenter Stelle – wie The Nice, Procol Harum oder The Doors –, nach rund vier Dekaden Abstinenz wieder das Licht der Öffentlichkeit suchen würden. Und dazu mit dem bärenstarken Album „Circle The Sun“ und in QuintettBesetzung. Gitarrist Steve Bolton ist beim telefonisch geführten Interview jedenfalls stolz und glücklich über den Umstand, dass die „Roosters“ 2026 wieder im Geschäft sind.
Das Jahr 1976 gehörte ihnen, denn kaum jemand kam damals an Jane und den KaufrauschAlben „Fire, Water, Earth & Air“ und „Live At Home“ vorbei. Wir sprachen mit Manfred Wieczorke, der die LPs „Live At Home“ (1976), „Between Heaven And Hell“ (1977) und „Age Of Madness“ (1978) stark geprägt hat, und trafen die Zeitzeugen Rolf Vatteroth (Werner Nadolnys Jane) und Bernd Kunze, die damals beim Jane-Konzert am 13. August 1976 in Hannover aus dem Staunen nicht herauskamen, als Jane ihren künstlerischkommerziellen Durchbruch feiern konnten.
Nach fast fünf Jahren Funkstille kommt NMB, wie sich The Neal Morse Band seit 2021 nennt, unerwartet mit einem neuen Werk um die Ecke. Manch ein Fan hatte die Hoffnung darauf wohl schon fast begraben – hatte das prominenteste Gruppenmitglied den anderen doch bereits seinen Ausstieg angeboten…
„Themata“, „Sound Awake“, „Asymmetry“ – darauf belief sich lange der schmale, aber kraftvolle Katalog Karnivools. Nach knapp 13 Jahren Veröffentlichungspause kommt nun „In Verses“ hinzu. Das Album ist Rückbesinnung und Neuanfang zugleich.
Als Leadsänger David Lee Roth 1985 Van Halen verließ, fürchteten viele Fans, dass dies das Ende der US-Hardrock-Institution sein könnte. Doch in Sammy Hagar fand sie letztlich einen ebenbürtigen, wenn auch völlig anders gearteten Ersatz. Das 1986 veröffentlichte Album „5150“, mit dem sich die Band musikalisch neu erfand, leitete eine ebenso erfolgreiche Ära wie die vorangegangene ein.
20 Musiker, 11 reguläre Alben, 5 Grammys – die Karriere von Snarky Puppy wirkt wie ein gigantischer Fiebertraum. In über zwei Jahrzehnten hat sich die Jazzband zu einer etablierten Größe des Fusion entwickelt, vereint Funk mit progressiven und orchestralen Elementen. Auf „Somni“, der zweiten Zusammenarbeit mit dem Metropole Orkest, erforschen die Amerikaner um den Komponisten Michael League jetzt die Welt des Schlafes.
Den x-ten Frühling können viele. Mani Neumeier kann viel mehr. Ende der 60er Jahre gründete er Guru Guru und ist seitdem ununterbrochen aktiv. Eine Ikone des Krautrock ist er längst. Er gilt als erster Freejazz-Drummer Deutschlands. Ende 2025 feierte er seinen 85. Geburtstag. Trotz gesundheitlicher Probleme hängt er seine Musikkarriere nicht an den Nagel und macht immer weiter. „Solange die Knochen halten, werde ich weiterspielen“, so seine Maxime.