Zum 30-jährigen Jubiläum der Veröffentlichung seines Platin-Debüts „Ledbetter Heights“ hat Bluesrocker Kenny Wayne Shepherd das Werk erneut aufgenommen. Im September 1995 war der Gitarrist aus Shreveport in Louisiana gerade 18 Jahre alt. Heute blickt er mit Stolz auf seine damalige Leistung zurück, hat aber dennoch einige, wie er findet, „entscheidende Verbesserungen“ an den Stücken vorgenommen.
Wir befanden uns gerade auf der Tournee zum 25. Geburtstag meines zweiten Albums ‚Trouble Is…‘ (1997)“, erinnert sich Shepherd. „Das Ganze war ein Riesenerfolg, und immer wieder fragten Besucher der Shows, warum wir das Gleiche nicht schon bei ‚Ledbetter Heights‘ gemacht hätten. Ganz einfach: Niemand war auf die Idee gekommen. Also dachte ich mir: ‚Warum machen wir es nicht zum 30.?‘ Das ist doch auch eine schöne runde Zahl“, erzählt er lachend. „Während ich einige Nummern wie ‚Déjà Voodoo‘ oder ‚Born With A Broken Heart‘ noch immer jeden Abend performe, hatte ich andere von ‚Ledbetter Heights‘ fast 29 Jahre lang nicht gespielt“, erklärt der Musiker.
„Ich habe mir die Platte deshalb noch mal angehört und an einigen Titeln Aspekte entdeckt, die ich inzwischen anders machen würde. Ich fand eigentlich schon damals, dass wir zum Beispiel ‚Riverside‘ in zu hohem Tempo eingespielt hatten. Doch ich war ein Kind und tat, was der Produzent für richtig hielt. Auch deshalb fand ich, dass es eine gute Idee war, das Album nicht nur in Gänze wieder live zu spielen, sondern es auch noch einmal komplett neu aufzunehmen.“ „Riverside“ ist in der Tat der Song, der sich gegenüber der ursprünglichen Aufnahme am drastischsten verändert hat. Doch es gibt weitere Überarbeitungen wie ein neues Solo hier oder mehr Fokus auf der Orgel dort. Es macht Spaß, beim Anhören die Unterschiede gegenüber den Versionen von 1995 zu entdecken...