LAKE - Dritter Frühling

27. Juli 2026

Lake Alex Conti

LAKE - Dritter Frühling

Große Überraschung. Die originalen Lake der Siebziger sind zurück! Es gibt nur wenige Bands, die aus Deutschland kamen und in den USA Erfolge verbuchen konnten. Ihr geschmeidiger West Coast Sound aus Deutschland erregte 1976 auf ihrem selbstbetitelten Debüt international Aufmerksamkeit. 1988 löste sich die Band nach Umbesetzungen auf, kam 2003 mit Gitarrist Alex Conti zurück und ist nun, abgesehen vom verstorbenen Sänger James Hopkins-Harrison und Drummer Dieter Ahrendt, mit dem neuen Werk „Four“ wieder in alter Stammbesetzung da. Wir befragten Keyboarder, Komponist und Produzent Detlef Petersen zum Comeback.

Die Geschichte der deutsch-britischen Combo Lake ist voller Wendungen. Entstanden aus den Tornados, gründete man 1973, nachdem der Schotte Ian Cussick dazugestoßen war, Lake. Mit dem ausdrucksstarken James Hopkins-Harrison am Mikro, ebenfalls Schotte, starteten die Hamburger mit dem Albumdebüt 1976 voll durch. Dafür gab es schnell den Deutschen Schallplattenpreis, und man drang 1977 bis in die US-Billboard 100 vor. Beim vierten Album „Ouch!“ hatten die drei wichtigsten Gründungsmitglieder Detlef Petersen, Geoffrey Peacey (beide Tasten) und Bassist Martin Tiefensee allerdings bereits das Handtuch geworfen, 1988 löste man sich ganz auf. Der markante Leadsänger James Hopkins-Harrison verstarb 1991 an einer Überdosis Heroin. 2003 gab es dann unter der Führung von Alex Conti jedoch eine erste Wiedergeburt, sogar Ian Cussick kam 2013 zurück.

Zurück in die Zukunft – Ami-Sound made in Germany

Im Jahr 2026 schließt man nun mit der fast kompletten Stammbesetzung direkt an die Siebzigerjahre an. Von den Ende 1979 ausgestiegenen Petersen, Peacey und Tiefensee hatte man im Lake-Kontext seit Ewigkeiten nichts mehr gehört. Wie kam es also zu dieser wundersamen Wiedervereinigung? Detlef Petersen erklärt es so: „Wir hatten alle unsere Jobs. Martin ist Kameramann und Cutter, Geoff Studio-Ingenieur und Produzent, und ich habe die meiste Zeit Filmmusik gemacht. Irgendwann aber kam Alex wieder auf mich zu und sagte: ‚Mensch, wir müssten doch noch mal…‘ Alex wollte wieder die alte Besetzung zusammenbringen. Er hat wohl gemerkt, dass die letzte Formation nicht diese Identität hatte, die wir damals besaßen. Ich habe dann nachgeguckt, welche Musiktitel ich noch hätte. Da war genügend da, dass ich dachte: Wenn man das jetzt mit dem richtigen Sänger aufnehmen würde, könnte es tatsächlich noch einmal was werden. Alex, Martin und ich haben Demos gemacht, zusammen mit Geoffrey dann arrangiert, und ich habe über 300 Sänger gehört...“

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