Die süddeutsche Formation Sammelsurium folgt seit Langem ihrem eigenen Weg – mit stilistischen Grenzgängen, wechselnden Lebensumständen, langen Pausen und erstaunlicher Beharrlichkeit. Jetzt liegt mit „Trilogie 2026“ ein 3CD-Set vor, das die musikalische Entwicklung von 1999 bis 2025 dokumentiert. Es ist das klingende Archiv einer Band, die sich nie einfach kategorisieren ließ.
Der Schlagzeuger, Flötist und Oboist Uli Steurer ist die große Konstante und der einzige Musiker der Ursprungsbesetzung, der bis heute dabei ist. Musikalisch liegen die Wurzeln der Band im Art- und Progrock der Siebziger. Schon damals trafen Autodidakten auf klassisch ausgebildete Musiker. Uli Steurer erklärt: „Wir bezeichnen unsere Musik als Artrock, da wir auch etliche Elemente aus dem Bereich der klassischen Musik verwenden, zum Beispiel einige Kompositionstechniken wie Sonatenhauptsatz- und Rondoform, polyphone Strukturen und rhythmische Vielfalt.“ Auch die Bezeichnung Symphonic Prog passt seiner Ansicht nach. Gleichzeitig sei das Spektrum viel größer: „Unser Stilmix ist ziemlich vielfältig, es lassen sich auch Elemente aus Folk, Celtic, Klassik, Jazz und Funk darin finden, eben ein ‚Sammelsurium‘ an Musik.“