SAXON - Adler im Landeanflug

3. September 2019

Saxon

SAXON - Adler im Landeanflug

„The Eagle Has Landed“ – zum vierten Mal in 37 Jahren. Nicht nur dies demonstriert die anhaltende Beliebtheit und Qualität Saxons als Liveact, denn die unter dem Adlermotto stehenden Platten sind bei Weitem nicht die einzigen Livealben der zu den bedeutendsten Vertretern der New Wave of British Heavy Metal zählenden Band. eclipsed unterhielt sich mit Frontmann Peter „Biff“ Byford und Schlagzeuger Nigel Glockler über Saxons Frühzeit und das im Herbst anstehende Düsseldorfer Konzert zum 40. Jubiläum.

Der Yorkshire-Slang Byfords macht Interviews oft ungewollt lustig – etwa dann, wenn er seine Lieblingsband Rush mit klarem „u“ ausspricht. Aber wehe, man macht es ihm nach – dann tut der 68-Jährige so, als wisse er nicht, wovon die Rede ist. Das 40-jährige Saxon-Jubiläum fällt just in das Jahr, in dem die New Wave of British Heavy Metal (NWOBHM) die ersten neuen Hard’n’Heavy-Acts nach oben spülte. Und obwohl die Geschichte der Band schon einige Jahre zuvor mit Son Of A Bitch begann, feiert sie ganz selbstverständlich 1979, das Jahr der Umbenennung und Veröffentlichung des ersten Albums unter neuem Namen, als ihr Gründungsjahr.

eclipsed: Schon um 1976/1977 taten sich Graham Oliver, Steve Dawson und Pete Gill sowie Paul Quinn und du von der Band Coast zu Son Of A Bitch zusammen. Tourneen gab es in dieser Besetzung einige, und auch in den ersten Saxon-Jahren bis 1981 änderte sie sich nicht. Daher wundert es mich, dass ihr nicht zumindest 1977 als Gründungsjahr feiert.

Peter „Biff“ Byford: Ab 1979 hießen wir Saxon. Wir feiern 40 Jahre Saxon und nicht 43 Jahre Son Of A Bitch. Außerdem gab es Son Of A Bitch schon, bevor Paul und ich dazustießen.

Nigel Glockler: (lacht) Ich bin raus aus der Nummer. Ich war erst ab 1981 dabei und zwischendurch mal ein paar Jahre nicht.

eclipsed: Du kamst damals als Ex-Drummer der New-Wave-Sirene Toyah in eine Hardrockband. War das nicht ein Kulturschock?

Glockler: Die Fans von Saxon waren wesentlich gesitteter. Toyah startete damals mit vielen Fans aus der Punkszene, und da wir in kleinen Clubs spielten und es dort üblich war, dass das Publikum die Bands anspuckte, war ich froh, als Schlagzeuger in der hinteren Reihe zu sein. Saxon dagegen waren zu dem Zeitpunkt schon eine etablierte Band und spielten auf großen, hohen Bühnen.

eclipsed: 1980 beim ersten Monsters-of-Rock-Festival, bei dem ihr dabei wart, machten sich manche Leute im Publikum einen Spaß daraus, Bands mit Plastikbehältern zu bewerfen, in die sie zuvor hineingepinkelt hatten.

Byford: Aber nur Bands, die sie scheiße fanden.

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