2021 brachte Syrinx Call, die Band um Blockflötist Volker Kuinke und Multiinstrumentalist/Produzent Jens Lueck, mit „Mirrorneuron“ eine fett angelegte Science-Fiction-Story rund um das Thema KI. Mittlerweile ist das Thema omnipräsent und Formen von KI wie ChatGPT begleiten einen, gewollt oder ungewollt, durch das digitale Leben. Nun ist der zweite Teil der Story unter dem Albumtitel „Mirrorneuron 2“ da. Kuinke reflektiert unsere KI-Zeiten so: „Zwischen Teil 1 und Teil 2 unserer Geschichte liegen fünf Jahre. Wahnsinn, wie schnell die Entwicklung der KI in dieser Zeit vorangeschritten ist. Die Menschheit wird gerade mit Highspeed von der Thematik überrollt.“
Dabei verlangt einem auch die ambitionierte Story des Album-Zweiteilers einiges ab: von gierigen CEOs multinationaler Konzerne und der Bewältigung des Klimawandels bis hin zur Psychotherapie des empathisch gewordenen KI-Roboters Kai. Worum geht es im Kern? Sängerin Doris Packbiers, die die Story entworfen hat, resümiert: „Es geht um das Thema Mitgefühl. Wir werfen die Frage auf, ob Mitgefühl nicht auch eine logische Konsequenz einer KI sein könnte, wenn diese tatsächlich alle Aspekte des Lebens erfassen würde. Was wäre, wenn eine solche KI die Egos der Menschen entlarven und weniger tolerant gegenüber der menschlichen kognitiven Dissonanz und Inkonsequenz wäre: nämlich der, wenn wir das eine wissen, doch das andere tun...“