Er ist einer der herausragendsten Metal-Gitarristen der Welt und ein sehr gefragter Mann. Jetzt veröffentlicht der US-Amerikaner Zakk Wylde (59) nach fünf Jahren wieder ein Album mit seiner Band Black Label Society.
eclipsed: Zakk, „Engines Of Demolition“ ist ein packendes, mitreißendes, aber auch vertraut klingendes Album, wenn man über die fast 30-jährige Historie von Black Label Society einigermaßen im Bilde ist.
Zakk Wylde: So ist es. Wenn Bands von Neuerfindungen oder krassen Richtungsänderungen reden, ist das meist ja doch nur Gelaber. Ich musste mir jetzt nicht großartig irgendwelche Traumata von der Seele schreiben, sondern wir haben einfach geguckt, dass wir einen Sack voller neuer Black-Label-Songs eintüten.
eclipsed: Die Songs klingen jedenfalls schön ruppig und griffig, ein paar Balladen wie „Better Days & Wiser Times“ sind auch dabei, dazu ein wenig Blues.
Wylde: So soll es sein. Wir haben im Studio viel eingedampft, uns von jedem Gramm Fett in den einzelnen Songs getrennt. Viele der Riff-Ideen sind mir im Fitnessstudio gekommen, das ich daheim habe. Der Rest entstand am Klavier oder der akustischen Gitarre. Ich denke, Haupt-Inspiratoren waren dieses Mal die Musik von Black Sabbath und das „Wild Horses“-Album der Rolling Stones.
eclipsed: Seit 2022 spielst du bei der Metal-Band Pantera mit, als Nachfolger des 2004 auf der Bühne ermordeten Dimebag Darrell. Wie hast du die Shows bisher erlebt?
Wylde: Mit Pantera ist es ganz ähnlich wie mit Black Label Society. Jedes unserer Konzerte ist eine Feier des Gemeinschaftlichen, einerseits auf der Bühne, andererseits mit den Menschen im Publikum. Bei Pantera kommt hinzu, dass wir Dimebag und seinem ebenfalls verstorbenen Bruder Vinnie Paul gedenken. Und du glaubst gar nicht, wie viele Kids zu den Konzerten kommen, für die Pantera so was wie „Papas Band“ ist, und die echt extrem begeistert abgehen.