AFGHAN WHIGS Greg Dulli macht in Klanggemälden und Erlebnis-Gastronomie

27. September 2026

The Afghan Whigs

AFGHAN WHIGS Greg Dulli macht in Klanggemälden und Erlebnis-Gastronomie

Die Whigs zählen zu den letzten aktiven Vertretern der Grunge-Bewegung. Dieser Tage feiert die Band ihr 40. Jubiläum – mit dem Album „Soft Control“, auf dem Dulli vor allem sich und seine Beziehungsprobleme therapiert. Wie ernst er das meint und wie groß sein Gastro-Imperium ist, verrät er beim Interview in Brüssel.

eclipsed: Du bist jetzt 61 und hast Weggefährten wie Chris Cornell, Mark Lanegan, Kurt Cobain oder Layne Staley überlebt – obwohl du genauso viel Gas gegeben hast. Wie erklärst du dir das?

Greg Dulli: Ich schätze, ich hatte einfach Glück. Vielleicht habe ich auch rechtzeitig mit einigen schlechten Angewohnheiten aufgehört. Im Sinne von: Ich trinke nicht mehr – und um Drogen mache ich einen Bogen. Einfach, weil ich weiß, welchen Schaden sie anrichten. Ich habe viele Leute verloren, die mir eine Menge bedeutet haben. Das war mir eine Lehre.

eclipsed: Was verbirgt sich hinter „Soft Control“?

Dulli: Es geht um Frauen – eine gute Inspiration für meine Musik; auf welche Art auch immer. In den letzten Jahren habe ich subtile Manipulation erlebt – von diversen Ladys. Ich habe gespürt, dass sie mich beeinflussen und lenken wollten, statt mir direkt zu sagen, was sie an mir stört. Das habe ich erst als sanfte Kontrolle, dann als unsichtbare Schlinge um meinen Hals empfunden. Immerhin habe ich einen starken Albumtitel daraus gewonnen (lacht).

eclipsed: Also ist Songs zu schreiben pure Selbsttherapie?

Dulli: Musik ist therapeutisch, kathartisch und sogar erzieherisch. Sie zeigt dir Dinge über dich selbst auf, die dir oft nicht bewusst waren. Sie sorgt also für regelrechte Selbsterkenntnis – gerade mit zunehmendem Alter.

The Afghan Whigs - Jungle Roux (Official Visualizer)

Lest mehr im aktuellen Heft ...