Der Gitarrenheld aus Bochum veröffentlicht seinen mittlerweile 23. (!) Longplayer „Ghost Town“. Wir sprachen mit ihm über die Arbeit mit Udo Dirkschneider, über künstliche Intelligenz und einen alten Freund, der leider nicht mehr unter uns weilt.
eclipsed: Worin siehst du selbst die größten Unterschiede zum Vorgängerwerk „Risen Symbol“ von vor zwei Jahren?
Axel Rudi Pell: Die neue Platte ist besser (lacht). Irgendwie ist „Ghost Town“ runder geraten. Warum, weiß ich nicht, aber das Ganze funktioniert als Einheit wirklich großartig. Ich finde „Risen Symbol“ weiterhin mega und dachte mir beim Komponieren zuerst: „Uh, das wird schwierig, das noch zu toppen.“ Aber es ist mir gelungen – was mich echt stolz macht. Ich glaube fest, man kann die Scheibe immer wieder am Stück durchhören, ohne dass sie eintönig wird, und so jeden Tag einen anderen Lieblingstitel finden.
eclipsed: Für „Breaking Seals“ hast du Udo Dirkschneider dabei, der sich ein kraftvolles Duett mit deinem Sänger Johnny Gioeli liefert. Hast du den Song schon mit Udo im Hinterkopf komponiert?
Pell: Nein, das ergab sich erst im Studio. Wir dachten eines Tages, dass er sich für ein Duett anbieten würde.
eclipsed: Und da das Haupt-Riff bereits stark an die klassischen Accept erinnert, war der Weg zu Udo nicht weit?
Pell: Ja, so ähnlich. Wir kennen uns seit den 1980ern, haben bisher aber nie zusammengearbeitet. Ich schickte ihm spontan unsere Aufnahme, er liebte, was er hörte, und wenig später hatten wir seinen Beitrag im Kasten. Das lief alles ruckzuck und völlig schmerzfrei.