CD-Sampler: The Art Of Sysyphus 141

1. DIIV - US AGAINST YOU (4:05)
Album: Zirp! (2026)
Label/Vertrieb: Fantasy/Concord/Universal
www.diiv.net

Trotz all der noisigen Gitarren behalten DIIV auch auf ihrem fünften Album stets die Melodien und die Rhythmen im Auge. So lässt der Indierock des New Yorker Quartetts ob all der seltsamen Sounds stets aufhorchen, doch zugleich ist „Zirp!“ ein geschmeidiges Album, exemplarisch in „Us Against You“ zu hören.

2. MORON POLICE - WAITING AROUND FOR YOU (3:35)
Album: Pachinko (2026)
Label/Vertrieb: Mighty Jam/Just For Kicks
www.moronpolice.no

Mit ihrem vierten Album „Pachinko“ legen MORON POLICE ein abgefahrenes Konzeptwerk vor, das von einem Mann handelt, der sich in einen Pachinko-Automaten verwandelt. Dabei sprechen die Norweger v.a. Fans von A.C.T, Moon Safari und Haken an, z.B. mit dem schwungvollen Dreiminüter „Waiting Around For You“.

3. KANT - AM I IN TRANCE? (4:26)
Album: Echoes Of Unfortunate Times (2026)
Label/Vertrieb: Sound Of Liberation/The Orchard
www.kant-music.de

Mit ihrem dritten Album „Echoes Of Unfortunate Times“ erweitert die Aschaffenburger Band KANT ihre Einflüsse aus Retro-Psych und Proto-Metal gekonnt um vielschichtigere Arrangements – thematisch kreisen sie erstmals um jetztzeitige Ängste, wie auf der bassig blubbernden Selbstreflexion „Am I In A Trance?“. 

4. RATKEN - MY SONG REMAINS FOR ME (edit) (4:59)
Album: Our House (2026)
Label/Vertrieb: On Stage/Broken Silence
www.ratken.com

Nach seiner Zeit bei Nektar bzw. New Nektar hat Keyboard-Ass Klaus Henatsch eine neue Band formiert. Die changiert sehr geschickt zwischen klassischem Prog und melodischem Classic Rock mit vielen Soli, was für richtig gute Laune sorgt. Und so groovt auch dieser Song mit Anspielung auf einen Led-Zeppelin-Titel auf Henatschs Mega-Orgel. 

5. BLACK SPACE RIDERS - WAR INSIDE (INFINITE INTERNAL FRICTION) (5:16)
Album: Die 8 (2026)
Label/Vertrieb: BlackSpaceRecords/Cargo
www.blackspaceriders.com

Die Münsteraner Heavy-Psych-Band gibt mit ihrem achten Album „Die 8“ ein Statement ab. Was die BLACK SPACE RIDERS hier an knackigen Riffs und zündenden Rhythmen auf über 75 Minuten abfeiern, ist nicht nur dreckig und hart, sondern auch abwechslungsreich, melodisch und – ja – sogar formvollendet.

6. STICK MEN - KOMODO (4:17)
Album: Let's THRAK Again (2026)
Label/Vertrieb: Unsung/Galileo
www.stickmenband.com

Was wie eine Drohung kling, darf auch als solche durchgehen – „Let’s THRAK Again“. Die STICK MEN bringen quasi eine Fortsetzung des 95er Crimson-Bolzens und kommen, Peter-Gabriel-like, im doppelten Mix – hier als „Reel One“ und „Reel Two“ veröffentlicht. „Komodo“ bietet schon einmal ein wuchtiges Statement. 

7. THOMAS MILLER'S LAZARUS EFFECT - FEAR NO EVIL (5:03)
Album: TMLE (2026)
Label/Vertrieb: Sensory/Alive
lasersedge.bandcamp.com/...

Der ehemalige Bassist von Symphony X frönt auf seinem späten Soloprojekt dem Progmetal der alten Schule. Dass sich dieser auch gerne mit theatralisch-klassischer Härte schmückt, zeigt unter anderem „Fear No Evil“. An der Gitarre ist auf dem Album zudem Millers ehemaliger Kollege Michael Romeo zu hören.

8. GATES OF KIEV - SILHOUETTE (6:10)
Album: Gates Of Kiev (2026)
Label/Vertrieb: The Laser's Edge/Alive
lasersedge.bandcamp.com/...

„Silhouette“ ist zwar der kürzeste der vier Tracks vom Debütalbum der drei Niederländer, zeigt aber deutlich, wohin die Reise geht. Leicht überdrehter Retroprog mit einer Prise Hardrock und Psychedelic. Spätestens beim fulminanten Keyboardsolo ab der dritten Minute sollten die Herzen der ELP-Fans höherschlagen. 

9. KANAAN - SILVER CLOUD (6:48)
Album: Kanaan (2026)
Label/Vertrieb: Jansen
kanaanband.bandcamp.com

Typisch KANAAN: Da will man eigentlich einen Blues spielen, aber schon nach kurzer Zeit findet die Gitarre Gefallen an einem Riff, über dem sie herumimprovisiert, jazzt die Drum-Abteilung drauflos, vermittelt der Bass Kontinuität und macht dennoch sein Ding. Lebhaft und spannend wie der Rest des Albums.