CD-Sampler: The Art Of Sysyphus Vol. 137

24. Januar 2026

CD-Sampler

1. MIDGE'S POCKET - The Night Ibis (8:26)
Album: Whooble (2026)
Label/Vertrieb: Midge's Pocket
www.midgespocket.com

Diese Truppe aus Mühldorf zelebriert authentischen Americana quer über die US-Staaten und pflügen dabei auch durch Stile wie Country, Boogie und Jamrock. Eine Retro-Hommage mit großem Spielspaß. Zudem parodieren sie ohne jede Ehrfurcht. Der Longtrack „The Night Ibis“ ist das ganz große US-Rock-Kino mit abgefahrenem Gitarrensolo.

2. HIGHEST PRIMZAHL ON MARS - What??? (4:51)
Album: What???“ (2025)
Label/Vertrieb: Clostridium
www.highestprimzahlonmars.de

Mit ihrem dritten Album haben sich HIGHEST PRIMZAHL ON MARS endgültig in der Spitze der deutschen Guitar-Psych- und Space-Rock-Szene etabliert. Nur zwei der zehn Tracks der zweistündigen Doppel-CD sind unter fünf Minuten lang. Doch auch der kompakte Titeltrack zeigt schon alle Stärken der Frankfurter.

3. THE PARABERRIES - Save My Soul (3:15)
Album: The Paraberries (2025)
Label/Vertrieb: Pesch
www.paraberries.band

Mit THE PARABERRIES taucht endlich wieder eine deutsche Band mit Sixties-/Seventies-Vibe auf, verwirklicht im facettenreichen Bluesrock. Dieser dramatisch und dynamisch aufgebaute Song des Debüts steht für musikalische Reife und das Vermögen, sich vom Zeitgeist zu distanzieren und auf Individualität zu bestehen. 

4. ICU - Dolphin's Ride (5:28)
Album: Now And Here - 30th Anniversary Edition (2025)
Label/Vertrieb: Weltenblau
thomasgloenkler.bandcamp.com

Endlich erscheint dieser fast vergessene deutsche Neoprog-Klassiker aus den 90er Jahren im ursprünglich intendierten Mix. Der schwäbischen Band gelang es, die Magie von Bands wie IQ oder Pallas in ihrem Soundbild zu integrieren und trotzdem eine eigene Identität zu entwickeln.

5. INES (FEAT. HARALD BARETH) - Water (4:03)
Album: Hunting The Fox/Eastern Dawning (2CD) (2025)
Label/Vertrieb: Tempus Fugit/Just For Kicks
inesmusic.bandcamp.com

Das Album „Hunting The Fox“ der vorher unbekannten INES sorgte 1994 für viel Aufsehen in der Progszene. Der Grund: Die Rückbesinnung auf Neoprogsounds und Ines‘ variables Keyboardspiel. Die Mitwirkung von Gastmusikern, wie hier Anyone’s-Daughter-Sänger Harald Bareth, trug sicher zum Erfolg bei.

6. SIC MUNDUS - The Wheels Of Time (4:37)
Album: Universum (2025)
Label/Vertrieb: Sic Mundus/Just For Kicks
www.sic-mundus.npl

Freunde von modernem Prog werden bei „Universum”, dem zweiten Album von SIC MUNDUS aus Polen fündig. „The Wheels Of Time” steht beispielhaft für den Mix aus Neo-Prog und New Artrock, integriert dabei gekonnt auch Elemente des Progmetal und überzeugt nicht zuletzt mit einem brillanten Instrumentalpart.

7. THE RETICENT - The Concealment (Those Who Don't Want To Wake) (6:10)
Album: Please (2025)
Label/Vertrieb: Generation Prog
www.thereticent.net

Die erste Single von „Please“ wird von Seiten der Band als dessen „Kernthese“ bezeichnet. Dabei geht es darum, aufgrund einer psychischen Erkrankung „nicht mehr aufwachen zu wollen“, während das Leben um einen herum weitergeht. Ein starkes Statement eines Progmetal-Albums, das ebenso tiefgründig wie herausfordernd ist.

8. GAVIAL - Pretender (7:10)
Album: Thanks, I Hate It (2025)
Label/Vertrieb: Exile On Mainstream/Cargo
gavial.bandcamp.com

Das junge Quartett aus Dresden/Leipzig/Berlin bringt ihr „Nein, danke!“-Rock-Statement zur gespaltenen, dauererregten Gesellschaft. Hier treffen Stoner, Psychedelic, Blues und Led-Zep-mäßiges aufeinander. Das somnambule Chris-Isaac-Cover „Wicked Game“ kommt als Überraschung. „Pretender“ ist eine schöne Jam-Hypnose.

9. CONSEQUENCE OF ENERGY - You Can't Change Me (4:25)
Album: We Are One (2026)
Label/Vertrieb: Los Lobos/Awal
www.consequenceofenergy.com

Nach einer vor kurzem erschienenen EP bringen die chilenischen Alternative-Rocker ihr Debütalbum an den Start, dass es in sich hat. Auf „You Can’t Change Me“ hält sich die Band noch ein wenig zurück, jedoch ist hier schon die tribalistisch-pathetische Mächtigkeit erkennbar, die Intention hinter „We Are One“ ist.  

10. MARTIN GRIFFITHS - Hear Me Calling (4:36)
Album: The Beggar (2025)
Label/Vertrieb: Beggarman/Housemaster
martingriffiths.bandcamp.com

MARTIN GRIFFITHS war Sänger der ersten Scheiben der schottischen Progband Beggars Opera, berühmt für „Time Machine“. Solo-Songs, die er dann 1973 schrieb, wurden erst jetzt mit Alias-Eye-Musikern eingespielt. Ein nostalgischer Songreigen mit 70er-Rock-Power und Singer-/Songwriter-Qualitäten wie das melodramatische „Hear Me Calling“.