1. JONAS LINDBERG & THE OTHER SIDE - Faces Of Stone (7:27)
Album: Time Frames (2025)
Label/Vertrieb: Mode Music/Just For Kicks
www.lindbergmusic.com
Für Freunde von symphonischem und melodischem Prog sollte das dritte Album von
JONAS LINDBERG & THE OTHER SIDE ein Highlight des Jahres darstellen. Auch wenn es auf “Time Frames” keinerlei Ausfälle gibt, so ist “Faces of Stone" definitiv einer der Ausnahmetracks und überzeugt vor allem mit einem gelungenen Instrumentalpart, bei dem sich Keyboards und Gitarre abwechseln.
2. THE BROS. LANDRETH - Wide Awake And Dreaming (4:19)
Album: Dog Ear (2025)
Label/Vertrieb: Birthday Cake/Cargo
www.thebroslandreth.com
Wunderbare Melange aus Country-Rhythmen und Folk-Nostalgie. Die Brüder Landreth aus dem kanadischen Winnipeg bestätigen auf ihrem neuen Album „Dog Ear“ ihren Ausnahmestatus in der Americana-Gemeinde und beweisen dabei einmal mehr, dass sie alle unterschiedlichen Herangehensweisen des Genres perfekt beherrschen.
3. KADAVAR - Explosions In The Sky (4:56)
Album: K.A.D.A.V.A.R. (2025)
Label/Vertrieb: Clouds Hill/Warner
www.kadavar.com
Erdiger Retro-Gitarrensound vermischt sich mit Helium-Gesang á la Wolfmother, angetrieben von intensiven Basslinien und kraftvollem, meisterhaften Schlagzeug. Ein Groovemonster, das rasch abhebt und nicht unbedingt, wenngleich der Titel es nahelegt, die überwiegende Doomsday-Thematik des Albums spiegelt.
4. THRICE - Albatross (4:29)
Album: Horizons/West (2025)
Label/Vertrieb: Epitaph/Indigo
www.thrice.net
THRICE beherrschen das Spiel mit der Dynamik perfekt. Auf „Horizons/West“ liefern sie mannigfaltigen Post-Hardcore zwischen Prog und Alternative ab. „Albatross“ ist ein wuchtiger Rocker mit finsteren Riffs und zwielichtiger Schwermut, die von der schmeichelnden Melodie des hymnischen Refrains erhellt werden.
5. MANU LANVIN - Could It Be Love (4:36)
Album: Man On A Mission (2025)
Label/Vertrieb: GEL Productions/PIAS/Rough Trade
www.manulanvin.com
Blues trifft auf Soul, klingt durch die weiblichen Backgroundvocals wie Musik zu einem französischen s/w-Krimi mit Erotiktouch. Im letzten Drittel entwickelt sich das Ganze zu einer Gospelparty. Seinen Lieblingszutaten fügt der Gitarrist und Sänger auf anderen Tracks gern noch Pop- und Rockelemente hinzu.
6. FLAME DREAM - Full Moon (5:22)
Album: Out In The Dark (1981/2025)
Label/Vertrieb: 3VƐ/Just For Kicks
www.flamedreammusic.com
„Full Moon“ ist der großartige Opener des dritten Albums der Schweizer Band, das viele auch für ihr bestes halten und mit dem FLAME DREAM ihre Re-Issue-Kampagne starteten. Der Song verbindet zeitgenössische Achtziger-Sounds mit klassischem Progressive Rock, wobei die Gesangslinien stellenweise an Yes erinnern.
7. ESTHESIS - The Frame (6:15)
Album: Out Of Step (2025)
Label/Vertrieb: Misty Tones/Just For Kicks
www.esthesismusic.com
ESTHESIS verschieben nun ein wenig den Fokus. Ihr dezenter, eleganter, teils hymnischer Artrock wird ergänzt um schroffe harte Passagen. Das tut der Musik der Franzosen richtig gut. Gutes Beispiel für den neuen Sound ist „The Frame“ mit seinen pulsierenden Klängen, weichen Synthies und knarrenden Gitarren.
8. PING - Accelerating Time (3:57)
Album: Songs From The Nebula (2025)
Label/Vertrieb: Apollon/Cargo
www.thepingpage.com
Die Musiker der Osloer Band PING präsentieren sich mit ihrer sechsten Langrille als Derwische, die wild zwischen Avantgarde-Wave, Rock In Opposition und abstruser Krachkunst hin und her wischen. Ihr neuer Album-Opener „Accelerating Time“ klingt, als hätten sich frühe Gong mit japanischen Punkern vermählt.
9. KOWA + KLEIN - Time Will Tell (3:48)
Album: Summertime (2025)
Label/Vertrieb: Sireena/Broken Silence
www.kowaklein.com
Der Bass groovt und slappt virtuos, kontinuierlich und doch unaufdringlich. Frank Itt gibt den Herzschlag des funkigen Stücks gemeinsam mit Marlon Klein an den Drums an. Win Kowa brilliert an der Gitarre, über allem die tiefe Stimme von Jennifer Kowa, die durch dieses Projekt in lebendiger Erinnerung bleibt.
10. CRAYON PHASE - World Of Chaos (8:14)
Album: Synthetic Mind (2025)
Label/Vertrieb: Progressive Promotion
www.crayon-phase.de
Mit Space-Sound zoomt sich der Opener an die Erde heran, bevor sich ein gewaltiges Proggeflecht aus intensiver Bass- und Drums-Fraktion, sphärischer Gitarre und zornigen Vocals entfaltet, das sich kritisch mit dem Treiben auf diesem Planeten auseinandersetzt – thematisch der rote Faden, der sich durchs Album zieht.