Knapp neun Autostunden liegen zwischen Birmingham in Mittelengland und Aberdeen im Nordosten Schottlands, den Wohnorten von Phil Monro und Andy Robison. Trotz der großen Distanz hielten die beiden Köpfe der Progmetaller von Ihlo ihre Band über Jahre am Leben und haben nun mit „Legacy“ ihr zweites Album am Start. Die Geschichte einer kreativen Fernbeziehung.
Ihr Auftritt beim Prog Metal Mania Festival in München im Mai wirkt bei Ihlo auch Monate später noch nach. „Es war unser allererster Gig in Deutschland, überhaupt erst der zweite außerhalb des UK“, sagt Sänger und Multiinstrumentalist Andy Robison. Für ihn wie auch für Gitarrist Phil Monro war es eine durchweg positive Erfahrung: „Das hat wirklich einen Riesenspaß gemacht, auch wenn es sehr heiß war. Es hat sich angefühlt, als seien wir Teil einer großen Community“, schwärmt Monro. „Jetzt sind wir scharf darauf, bald wieder nach Deutschland zu kommen.“ Wenn Ihlo irgendwo auftreten, ist es immer sehr heiß. „Es kursieren schon Witze darüber“, verrät Monro.
Viel Live-Erfahrung bringen Ihlo allerdings noch nicht mit. Schließlich steht die Band erst am Anfang ihrer Karriere. Die starteten die Jungspunde 2019 mit ihrem Debütalbum „Union“, das nach einem Label-Wechsel zu Kscope Ende des letzten Jahres noch einmal auf den Markt geworfen wurde – ein sehr ungewöhnlicher Move. Nun ist mit „Legacy“ endlich der Nachfolger da. „Es hat so lange gedauert, weil wir schlicht keine Zeit hatten“, erklärt Robison den großen zeitlichen Abstand. 2019 waren alle Bandmitglieder noch Studenten. Inzwischen läuft die Musik neben den normalen Jobs, denen alle noch nachgehen, familiären Pflichten etc. her. „Wir hatten damals viel weniger Verpflichtungen. Heute ist es teilweise ein Kampf“, so der 31-Jährige.