Beggars Opera waren eine Prog-Band aus Glasgow. 1971 hatten sie mit dem Mellotron-trunkenen „Time Machine“ einen Hit. Nun veröffentlichte ihr damaliger Sänger Martin Griffiths sein erstes Soloalbum „The Beggar“. Über 50 Jahre waren diese Songs verschwunden. Wir haben mit ihm über sein Comeback gesprochen.
Martin Griffiths kennt man heutzutage nur mehr als Gastsänger bzw. -sprecher bei Alias Eye und Poor Genetic Material, den Projekten seines Sohns Philip. Eine waschechte Überraschung ist nun sein allererstes Soloalbum mit Songs aus dem Jahr 1973 – eine spannende Story, die erzählt werden will.
eclipsed: Warum konntest du die Songs nicht bereits 1973 veröffentlichen?
Martin Griffiths: Ich war damals bei der Plattenfirma Vertigo, und es war im Gespräch, ein Soloalbum zu machen. Als ich Beggars Opera verließ, landete das in der Schublade.
eclipsed: „Time Machine“ war damals gerade in Deutschland ein Hit. Wie kam das?
Griffiths: „Time Machine“ war acht Minuten lang, schwierig fürs Radio, aber wir hatten Glück und sind beim Beat-Club von Michael Leckebusch und Uschi Nerke gelandet. Ein paar Wochen später waren wir plötzlich auf dem 1. British Rock Meeting in Speyer und haben zwischen Fleetwood Mac und Black Sabbath „Time Machine“ und „MacArthur Park“ gespielt.“
eclipsed: Warum hast du Beggars Opera verlassen, als sie gerade zum Höhenflug ansetzten?
Griffiths: Die Band hat zunehmend ewig lange Instrumentalmusik wie „Boléro“ [von Ravel; Anm.] und „Raymond’s Road“ gespielt, und ich habe mich auf der Bühne in Glasgow gefragt, was ich als Frontmann da überhaupt sollte.