POLIS - Wallfahrt in die Dunkelheit

18. Mai 2026

Polis

POLIS - Wallfahrt in die Dunkelheit

Polis-Frontmann Christian Roscher macht im Zoom-Interview einen entspannten und zufriedenen Eindruck. Kein Wunder, veröffentlicht seine Band doch nach sechs Jahren mit „Pilger“ endlich den Nachfolger des gefeierten Albums „Weltklang“. Es ist ein Werk voller mystischer Symbolik, eingebettet in eine packende Prog-Ästhetik, das reichlich Stoff für unser Gespräch mit dem Sänger bietet.

Mit ihrem vierten Studioalbum „Pilger“ spannten Polis ihre Fans erstaunlich lange auf die Folter – zumal, wenn man bedenkt, dass die Band sich gerade anschickte, neben Traumhaus zur herausragenden Vertreterin des deutschsprachigen Prog zu werden. Zudem fanden auch die Live-Darbietungen von „Weltklang“ großen Zuspruch. Für die lange Pause nennt Christian Roscher zwei entscheidende Gründe: „Ursprünglich wollten wir ein Doppelalbum mit zwei Teilen machen und hatten das textliche Konzept auch bereits ausgearbeitet. Doch dann merkten wir, wie lange wir für die Songs des ersten Teils brauchten, und entschieden uns, die beiden Teile des Werks einzeln herauszubringen. 

So konzentrierten wir uns auf die Perfektionierung von Teil 1, der zu ‚Pilger‘ wurde, und verschoben den Rest erst mal. Dazu kam, dass die Band nicht alle erarbeiteten Songs für das Projekt passend fand. Wir haben also schon Material für das übernächste Album in der Schublade.“ Der zweite Grund für die lange Produktionszeit ist der Perfektionismus der Band aus dem sächsischen Plauen, zu der außerdem Gitarrist Christoph Kästner, Keyboarder Marius Leicht, Bassist Andreas Sittig und Schlagzeuger Sascha Bormann zählen. Der Sänger betont aber, dass sie es sich dank ihres eigenen Studios leisten könnten, sich beim Arrangieren und Aufnehmen sehr viel Zeit zu lassen – vielleicht etwas zu viel, wie er lächelnd einräumt.

Lest mehr im aktuellen Heft ...