„Neustart“ ist ein großes Wort – aber es trifft den Kern, wenn es um Derk Akkermann und seine (Prog-) Formation Saris geht: „Wir sind jetzt keine deutsche Band mehr, sondern eine deutsch-britische“, verkündet der Band-Chef im Gespräch mit eclipsed, wobei eben nicht mehr nur der Bochumer deren Geschicke leitet, sondern auf dem neuen Album „Project: Off World“ gleichberechtigt auch Sänger Henrik Wager. Der Brite ist beim Interview mit zugeschaltet und sagt: „Ich war ja schon vorher als Sänger dabei, aber ich wollte jetzt auch etwas beeinflussen.“
Wager hat einen Pop-/Rock-Background, zählt zur aktuellen Besetzung der Flying Pickets und hatte zwischendurch diverse Engagements an Musical-Bühnen. „Musicals sind ein bisschen wie Graffiti. 20 % sind Kunst und 80 % Vandalismus. Ich beschäftige mich gern mit den 20 %, denn gute Musik ist gute Musik“, erklärt er und macht klar, warum er Bock hat auf Saris: „Saris ist für mich eine schöne Gelegenheit, meine innere Progressive-Sau rauszulassen.“ Akkermann schwärmt in höchsten Tönen von seinem Partner. Auf die Frage, wie viel von seinen großen Gesangs-Ikonen in Wager stecke, sagt der 68-Jährige: „Steve Walsh war mein Idol, was die AOR-Anteile von Kansas angeht. Im Prog war es Peter Gabriel, weil er unglaublich viel Ausdruck hat. Ich habe mit Henrik beide bekommen.“