SMALLTAPE - Ein Wald voller Töne

10. Dezember 2025

Smalltape

SMALLTAPE - Ein Wald voller Töne

Ambitioniert, emotional und textlich fordernd, technisch virtuos, musikalisch dicht und dennoch zugänglich: Auf den vielschichtigen Alben seines Projekts smalltape verbindet Philipp Nespital, der als Komponist, Multiinstrumentalist und Produzent alle Fäden in der Hand hält, Elemente aus Art-, Progressive Rock und Jazz. Mit dem vierten Werk „Tangram“ hat er ein ganz persönliches Puzzle vorgelegt.

Eigentlich sollte das Interview im Rahmen des smalltape-Konzerts in Oberhausen Ende Oktober stattfinden, doch aufgrund zu wenig verkaufter Tickets musste der Gig kurzfristig abgesagt werden. Dementsprechend getrübt ist zunächst die Stimmung im Zoom-Gespräch: „Die Enttäuschung ist schon sehr groß“, seufzt Nespital. „Zusammen mit der niederländischen Dream-Theater-Coverband Regressive Hypnosis wäre das sicher ein toller Abend geworden. Aber das Risiko war für Club und Veranstalter zu groß.“ Doch es gibt auch Positives zu vermelden: Die Crowdfunding-Kampagne für das neue Album war ein voller Erfolg, sodass „Tangram“ wie geplant erscheinen kann.

„Damit wollte ich quasi alle Produktionskosten abdecken, die für die Special Edition, Vinyl und die reguläre CD anfallen. Das ausgerufene Ziel wurde zwar nicht ganz erreicht, aber insgesamt werte ich es als Riesenerfolg. Denn das ist ja nicht nur eine Zahl, die da am Ende steht, dahinter stecken eine Menge Unterstützer, die wollen, dass das Album veröffentlicht wird. Und das ist in Zeiten wie diesen, wo das Geld gefühlt nicht mehr so locker sitzt, wirklich eine sehr bewusste Entscheidung für den Künstler.“ Für „Tangram“ ließ sich Nespital vom gleichnamigen chinesischen Legespiel inspirieren, in dem sieben Teile unzählige Formen bilden können: „Ausgangspunkt war der Song ,Tesselate‘, in dem es darum geht, dass im Leben oft auch im übertragenen Sinne Dinge zu Bruch gehen, die dann in Scherben vor uns liegen. Aber das Leben geht ja weiter...“ 

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