1. POLIS - Pilger (10:23)
Album: Pilger (2026)
Label/Vertrieb: Sireena/Broken Silence
www.polisband.de
70s Deutschrock meets Prog. Die Erben von Stern-Combo Meißen und Novalis sind mit einem neuen Album am Start, das noch tiefer in die progressiven Gefilde eintaucht und das gleichzeitig der Hauch des Mystischen umweht. Der grandiose Titeltrack beweist eindrucksvoll, dass Prog mit deutschen Texten viel häufiger gewagt werden sollte.
2. GREEN DESERT TREE - The Storyteller (6:32)
Album: Fighting Dragons (2026)
Label/Vertrieb: Signal Source/MIG/375 Media
www.greendeserttree.com
Fighting Dragons“, das zweite Album der Berliner Band ist eine Sammlung neo- wie retroproggiger Kurzgeschichten. „The Storyteller“ bietet einen erzählerischen wie musikalischen Rahmen, mit mittelalterlichen Orgeln, jaulenden Gitarren und einer verlockenden Melodie im 6/8-Takt. Prog zwischen Modernität und Tradition.
3. BRUTHER - The End (4:59)
Album: Kaleidoscope (2026)
Label/Vertrieb: On Stage/Timezone
www.bruthermusic.com
Gutes Songwriting, gute Stimme, gute Melodien, gute Atmosphäre, gute Grooves, gut in Szene gesetzte Gitarrensoli. BRUTHER beweisen mit diesem Album, wie einfach und doch effektiv handgemachte Rockmusik sein kann. Das eher ruhige „The End“ fügt sich mit seinem sehnigen Gitarrensolo ein in rockigere Songs.
4. KARIBOW - Icicles Part 1: The Circle (6:34)
Album: Ophelia (2026)
Label/Vertrieb: Rockwerk
www.karibow.de
Die Band um Multiinstrumentalist/Sänger Oliver Rüsing hat sich mal wieder selbst übertroffen. So viel Prog, so viele blühende Melodien und packendes Songwriting gab es bei ihr noch nie. Und das will bei KARIBOW echt was heißen! Hinzu kommt eine riesige emotionale Bandbreite, Rockpower wie hier inklusive.
5. POLY-MATH - Chronostesia (4:00)
Album: Something Deeply Hidden (2026)
Label/Vertrieb: The Laser's Edge/Alive
www.poly-math.net
Poly-Math erinnern an die frühen The Mars Volta, bei denen man den Sänger stummgeschaltet hat. „Chronostesia“ gleicht einer krummtaktigen Kreuzung aus einem Bossa Nova und crimsoneskem Metal: Da klicken die Klanghölzer und sirrt die Orgel zu chromatischen Gitarren-Riffs. Kontrollierter Wahnsinn, der mitreißt.
6. IMMINENT SONIC DESTRUCTION - The Light At The End Of The Tunnel (6:53)
Album: Floodgate (2026)
Label/Vertrieb: FC/Just For Kicks
www.imminentsonicdestruction.com
Der US-Progmetal-Fünfer um Tony Piccoli (g/voc) liefert packende Riffs mit Doom-Attitüde, gefällt aber auch mit herrlichem Mehrstimmen-Gesang und erzeugt so insgesamt eine beeindruckende emotionale Tiefe, mit der er sich von anderen Bands des Genres abhebt. Gutes Beispiel: der Song auf unserem Sampler.
7. SYRINX CALL - Attachment (edit) (4:59)
Album: Mirrorneuron 2 (2026)
Label/Vertrieb: Flat Earth/Timezone
www.syrinxcall.com
Prog mit Blockflöte? Funktioniert, wie das Projekt um Flötenmann Volker Kuinke und Tausendsassa Jens Lueck zeigt. Die Fortsetzung ihrer SciFi-Story ist ihr gar progressivstes Werk. Obgleich mit holden Frauenstimmen, liegt man im Sound doch zwischen Eloy, Pink Floyd und Genesis, wie das spannende „Attachment“ zeigt.
8. NAUTILUS - The Count And The Lady (4:55)
Album: A Castle Full Of Secrets (2026)
Label/Vertrieb: Sireena/Broken Silence
www.nautilus-nedland.de
Die Jules-Vernes-Erzählung „Das Karpatenschloss“ ist die perfekte Kulisse für ein filmreifes Album, das die Band um Keyboarder/Gitarrist Martin Ludwig malt. Instrumentale cineastische Stücke mit melodischer, aber auch explosiver Leadgitarre in Synthesizer-Landschaften. „The Count And The Lady“ ist lyrisch gestrickt.
9. SCHWARZBRENNER - Ein Wunderland ist oben aufgeschlagen (4:36)
Album: Das Eichendorff Album (2026)
Label/Vertrieb: Schwarzbrenner
www.schwarzbrenner.de
SCHWARZBRENNER verknüpfen auf unnachahmliche Art und Weise deutsche Lyrik mit Rockmusik jeglicher Couleur. Was zuerst wie ein gewagtes Experiment anmutet, erweist sich als eingängig, charmant und mitreißend. Hier erblüht die Romantik mühelos im zeitgenössischen Kontext und wirkt frisch und unverbraucht.