DAILY THOMPSON verraten Details aus dem Maschinenraum der Band

21. September 2026

Daily Thomson Stonerrock

DAILY THOMPSON verrät Details aus dem Maschinenraum der Band

Mit ihrem neuen Album „Glue“ liefern Daily Thompson einmal mehr den Beweis, dass waschechter 90s-Alternative-Rock auch „made in Germany“ bestens funktioniert. Aufgenommen wurde erneut in Seattle, gemeinsam mit Produzent Tony Reed (Pentagram, Mos Generator), der diesmal noch tiefer ins Songwriting eingebunden war. Sängerin und Bassisten Mercedes „Mephi“ Lalakakis erzählt im Gespräch, warum die Band weiterhin auf Live-Feeling im Studio setzt, wie der Song „Chains“ zum echten Bandprojekt wurde – und was das Coverfoto mit Aberdeen, der Heimatstadt von Kurt Cobain, zu tun hat.

eclipsed: Mephi, ihr habt euer aktuelles Album wieder in Seattle gemeinsam mit Produzent Tony Reed aufgenommen. Die Kombination hat ja auch schon bei euren vergangenen Platten gut funktioniert. War das ein bewusster Move, wieder mit ihm gemeinsame Sache zu machen?

Mercedes „Mephi“ Lalakakis: Auf jeden Fall. Das hat bei einigen Alben schon supergut funktioniert mit Tony – wir haben ja auch schon mal eine Split-7" gemeinsam mit Mos Generator gemacht. Bei unserem Vorgänger-Album „Chuparosa“ war die Chemie auch schon super, und diesmal hat er uns im Vorfeld der Aufnahmen zum aktuellen Album „Glue“ direkt gefragt, ob er sich noch mehr einbringen dürfe. Das fanden wir gut, und so kam es auch, dass er manchmal zwischendurch ins Studio kam und sagte: „Leute, wir müssen kurz mal reden …“ Er hat einfach auch kleine technische Details gehört, auf die wir als Band bei den Aufnahmen selbst schon gar nicht mehr geachtet hatten. Die waren aber am Ende doch wichtig fürs Album. Tony hat da einfach Fledermausohren. Er selbst hat aber auch so viel Musikgeschichte in seiner DNA, dass wir ihm gern vertraut haben. Er weiß einfach, wie wir am Ende klingen wollen. Wir wollten unbedingt wieder mit ihm arbeiten. Im Vorfeld war das wegen des Mannes mit der orangenen Frisur drüben in den USA gar nicht so einfach zu planen, aber wenn es für uns nicht geklappt hätte, nach Seattle zu fliegen, dann hätten wir ihn eben zu uns nach Deutschland geholt. Mit Tony ist das für uns als Band einfach eine ganz andere Hausnummer. Er weiß genau, wie er uns alle einzeln nehmen muss, um auch mal Dinge anders zu machen.

eclipsed: Seid ihr dann mit fertigen Songs und Vorproduktion rüber nach Amerika, oder habt ihr alles dort geschrieben und aufgenommen?

Lalakakis: Nein, die Songs waren allesamt fertig, und wir hatten auch schon Demos aufgenommen. Bei ihm im Studio ist dann der Mix entstanden, und natürlich sind hier und da noch mal einige technische Details in Sachen Sound-Verbesserung passiert, die von Tony kamen. Wir hatten im Vorfeld gemeinsam mit unserem Sound-Mann, der auch ein kleines Studio hier in Deutschland besitzt, die Vorproduktion gemacht. Die haben wir dann vorab schon an Tony schicken können, damit er wusste, was auf ihn zukommen würde. Das war ganz gut, weil sich die Songs stilistisch doch noch mal etwas von denen der letzten Platte unterschieden. Beim Song „Chains“ hat Tony dann sogar selbst einen Part an der Gitarre beigesteuert.

eclipsed: Wie ist es dazu gekommen?

Lalakakis: Na ja, wir haben im Studio eh noch mal die eine oder andere Spur gedoppelt oder den Sound fetter gemacht – einfach, um die Dynamik noch mehr herauszuarbeiten: Live ist das easy, aber im Studio muss das am Ende passen. Er hat uns dann gefragt, ob er nicht eventuell eine Gitarrenspur beisteuern könne, und bei „Chains“ war noch Platz – jetzt kann man ihn dort hören. Direkt am nächsten Morgen kam er schon mit den ersten konkreten Ideen in Form von Spuren um die Ecke. Das war schon eine Hausnummer ...

Daily Thompson - Heart Of Bones (Official Video)

Das komplette XXL-Interview ist Teil unseres Online Abos, siehe auch https://www.eclipsed.de/de/abo

Lest mehr im aktuellen Heft ...