Erst vor einem guten halben Jahr erschien „Life In Seven Dreams“, das siebte Album von Laughing Stock. Für ihr bis dato bedrohlichstes und unstetes Werk flüchteten sie sich vor weltlichen Krisen ins Land der Träume, das sie musikalisch in nachtmahrhaften Schatten und idyllischer Klarheit einfingen. Offenbar lag dem Trio die konzeptuelle Dichte am Herzen, denn nun folgt mit „Forgotten Dreams“ eine EP mit vier Kompositionen, die es nicht aufs Album schafften. Ein Traum-Epilog quasi, als hätte man sich morgens nach einer unruhigen Nacht nochmal im Schlafgemach herumgedreht.
Genau so nebelhaft und flüchtig wabern einem auch „Not As Easy“ und „A Better Man“ entgegen. Gitarren gleiten über dumpfe Sphären hinweg, ein Schlagzeug gibt einen zeitlupenlangsamen Takt an. Musik die auseinander zu stieben scheint, wenn man nur zu genau hinhört. Energischer gerät das cure-ige „Midnight Air“, doch am expressivsten ist „The Story“. Zu einem ringelreinenden 6/8-Takt brummt ein warm molliger Fretless Bass, ein jazziges Riff jubiliert dazu. Obwohl „Forgotten Dreams“ der traumatische Biss des vorherigen Albums fehlt, so sind das hier doch weit mehr als nur vergessene Träume. (FB)