VOYAGE 35 - This Trip Is Really Necessary

18. Mai 2026

Voyage 35 Porcupine Tree

VOYAGE 35 - This Trip Is Really Necessary

Vier Jahre sind nach der völlig unerwarteten Porcupine-Tree-Union vergangen. Eine Reunion, an der Bassist Colin Edwin und der PT-Live-Gitarrist John Wesley nicht teilnehmen durften. Nun melden sich die beiden zurück mit ihrer Band Voyage 35, mit der sie ab September alte Porcupine-Tree-Songs aus den Anfangsjahren der Band bis einschließlich „Stupid Dream“ live in neuem Gewand präsentieren wollen.

Is this trip really necessary?“ Mit dieser Frage endet die „Phase II” von „Voyage 34“, jener vierteilige, insgesamt 60-minütige Porcupine-Tree-Track (ursprünglich 1992 und 1993 auf zwei Vinyl-EPs veröffentlicht), der Colin Edwin und John Wesley als Namensgeber für ihre neue Band Voyage 35 diente. Dass dieser Trip, diese Reise, auf die sich die beiden begeben, wirklich nötig ist und was dahintersteckt, verrät ein sichtlich aufgeräumter Colin Edwin, voller Vorfreude auf die kommenden Ereignisse.

eclipsed: Wer hatte die Idee zu Voyage 35?

Colin Edwin: Die Idee kam von mir. Schon während ich 2025 mit Chris Maitland [Porcupine-Tree-Drummer bis 2002; Anm.] und dem Gitarristen Jon Durant das Album „The Baldock Transmission“ aufnahm, hatte ich die Idee, dass wir vielleicht die alten Porcupine-Tree-Sachen live spielen könnten. Mein erster Gedanke war, Wes [John Wesley; Anm.] zu kontaktieren. Vielleicht hätte er Lust drauf, vielleicht nicht. Er war dann sofort Feuer und Flamme. Ich glaube, das war das Letzte, was er von mir erwartet hätte. Wir hatten nie über Porcupine Tree gesprochen. Ich wusste, dass er den Job beherrscht. Er kennt die Musik in- und auswendig, und er liebt sie. Er hat die DNA dieser Musik verinnerlicht.

eclipsed: Was macht das alte Material so reizvoll für dich?

Edwin: Aus egoistischer Perspektive: Als ich es mir wieder anhörte, merkte ich, dass darin der Bass recht weit vorn war. Es gab viel Raum, der später – ich will nicht sagen – „verschwand“, aber mit der Zeit wurde die Musik dichter. Klanglich gab es mehr Ebenen, die Produktion wurde ambitionierter, und ich rückte weniger in den Fokus. Daher dachte ich, dass die frühe Musik der Band ein toller Kontext für mich ist. Sie hat eine größere Offenheit, sodass wir sie freier interpretieren können.

eclipsed: Es ist ein wenig wie bei Nick Mason und seinen Saucerful Of Secrets, die nur die Songs vor „The Dark Side Of The Moon“ spielen.

Edwin: Das ist ein guter Vergleich. Die frühen Pink Floyd hatten den gleichen Werdegang: Die Band entwickelte sich weiter, und alle Mitglieder ließen das frühe Material hinter sich, als die Band zu etwas anderem wurde.

Lest mehr im aktuellen Heft ...