Auf ihrem neuen Album „Kids Abandoning Destiny Among Vanity And Ruin“ geht es um die Zerstörung der Welt. Nicht zuletzt, weil man eher zum Low-Fi-Sound der Anfangstage zurückgekehrt ist, klingt es brachialer, finsterer, urtümlicher als der Vorgänger. Keine Sorge, neu gewonnene Hörer zu verschrecken? „Nein, warum?“, fragt Gitarrist und Sänger Christoph „Lupus“ Lindemann zurück. „Die meisten Songs sind für das letzte Album entstanden und gehören genauso zu dem Zyklus wie die auf ‚I Just Want To Be A Sound‘. Inhaltlich ist es ein anderes Thema, eher eine Beobachtung der Zerstörung unserer Welt, während es beim Vorgänger mehr um unseren Kampf mit uns selbst ging. Ich denke aber, man kann immer noch den Einfluss des letzten Albums hören. Vielleicht ist es etwas dreckiger und bedrohlicher, aber sonst ähnlich und nicht allzu weit davon entfernt.“
Retro/Heavy-Psychedelic, das war bisher das Motto von Kadavar. Damit fuhr das Berliner Trio, das jetzt ein Quartett ist, seine Erfolge ein und platzierte die letzten beiden Alben gar in den Top 10 der deutschen Charts. Das neue Album „I Just Want To Be A Sound“ – das siebte – ist stilistisch breiter aufgestellt. Drummer und Bandmitbegründer Christoph „Tiger“ Bartelt im Gespräch.
eclipsed: Ihr seid gerade in Austin, Texas.
Christoph „Tiger“ Bartelt: Wir sind jetzt schon seit ein paar Tagen hier und bereiten uns auf unsere erste Show in diesem Jahr vor – auf dem legendären Austin Psych Fest. Wir proben und genießen die Zeit ein bisschen.
eclipsed: Schon als kleine, noch unbekannte Band habt ihr weltweit Konzerte gespielt. Wie habt ihr das geschafft?
Reiseverbote, Konzertabsagen – die Corona-Krise erwischte viele Bands und Veranstalter eiskalt. Auch die Berliner Stoner Rocker können ein Lied davon singen, denn eigentlich wären sie im Frühjahr auf Welttournee gewesen. Wie aus den Erfahrungen des Lockdowns ein ungeplantes Album mit ungewohnt ruhigen Tönen entstand, erzählt Gitarrist und Sänger Christoph „Lupus“ Lindemann.
eclipsed: Kann man euer neues Album „The Isolation Tapes“ als eine Art Tondokument eurer Zwangspause betrachten?
Lupus: Genau. Wir befanden uns mitten in einer großen Tour, als es dann am 18. März plötzlich für alle vorbei war. Wir mussten abbrechen, sind aus Frankreich zurück nach Berlin, und da war uns dann relativ schnell langweilig. Kurz vor dem Lockdown haben wir noch ein Stream-Konzert gemacht, der Opener „The Lonely Child“ stammt da her. Und die Idee, einfach weiter zusammen Musik zu machen.
Die Stoner-Psychedelic-Rocker Kadavar schicken sich mit „For The Dead Travel Fast“ an, ihre Fans das Fürchten zu lehren. So begaben sie sich eigens nach Rumänien, um sich für das Albumcover vor dem „Draculaschloss“ ablichten zu lassen, und nutzten als Inspirationsquellen für Musik und Texte alte Gruselfilme. eclipsed sprach mit Schlagzeuger Christoph „Tiger“ Bartelt über die jüngsten Entwicklungen bei der Gruppe.
Am 11.Oktober veröffentlicht die Berliner Band Kadavar ihr fünftes Album „For The Dead Travel Fast“ – das zweite, das im bandeigenen Studio entstanden ist. Der Gitarrist, Sänger und Synthesizerspieler Christoph „Lupus“ Lindemann erklärte eclipsed, warum er auf das Resultat so stolz ist wie auf noch kein Album zuvor.
eclipsed: Bist du endlich restlos zufrieden mit einem Kadavar-Album?
Christoph „Lupus“ Lindemann: Endlich darf ich mal den alten Musikerspruch loswerden: Es ist das beste Album, das wir je gemacht haben!
eclipsed: Niemand anderem würde ich diese Aussage wirklich abnehmen, aber du warst insbesondere bei „Berlin“ (2015) und „Rough Times“ (2017) eher zurückhaltend mit deinen Lobeshymnen.
Schon die anfänglichen Gitarrenklänge im Opener „Lord Of The Sky“ zeigen, dass Kadavars drittes Studiowerk ein ganz anderes Biest ist als seine beiden Vorgänger. Der Sound haut einen um und seit Black Sabbaths „13“ gab es kein wuchtigeres Heavy-Rock-Statement als „Berlin“.
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