20 Musiker, 11 reguläre Alben, 5 Grammys – die Karriere von Snarky Puppy wirkt wie ein gigantischer Fiebertraum. In über zwei Jahrzehnten hat sich die Jazzband zu einer etablierten Größe des Fusion entwickelt, vereint Funk mit progressiven und orchestralen Elementen. Auf „Somni“, der zweiten Zusammenarbeit mit dem Metropole Orkest, erforschen die Amerikaner um den Komponisten Michael League jetzt die Welt des Schlafes.
Januar 2025. Das Cabourg a Gogo in Utrecht platzt an drei Abenden aus allen Nähten. 70 Musiker, alle in Weiß gekleidet, stehen im Raum verteilt, dazwischen drängen sich Zuschauer. Hinzu kommen noch eine Handvoll Kameramänner und -frauen, ein Team aus Toningenieuren und ein Dirigent. Dort entsteht „Somni“, das aktuelle Album von Snarky Puppy. Unterstützt wird das texanische Fusion-Ensemble dabei von dem Metropole Orkest, einer Art alternativem Orchester aus Holland unter der Leitung des Briten Jules Buckley. Purer Maximalismus, quasi.
Knapp 20 Jahre nach ihrer Gründung haben sich SNARKY PUPPY zur populärsten Band im Spannungsfeld zwischen Fusion, Funk und Worldbeat entwickelt. Vor allem dank der zahlreichen „Live im Studio“-Alben und der dazugehörigen Promo-Videos hat es das 19-köpfige Musikerkollektiv geschafft, auch die YouTube-Generation nachhaltig zu begeistern. Das Doppel-Album „Empire Central“ – an acht Abenden vor einem kleinen Studio-Publikum aufgenommen – ist der jüngste Geniestreich der Gruppe und zugleich eine Hommage an die Stadt Dallas, wo im Jahr 2004 die Ur-Besetzung zusammenfand. Wir sprachen mit Bassist/Bandleader Michael League (38), der zum Zeitpunkt des Interviews gerade in Brüssel weilte und trotz Müdigkeit (die Band war kurz zuvor nach Europa gejettet) alle Fragen hochkonzentriert beantwortet.
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