1. LAZULI - Au bord du précipice (8:29)
Album: Être ne plus être (2026)
Label/Vertrieb: L'abeille rôde/Just For Kicks
www.lazuli-music.com
Würden unsere Lieblingsfranzosen nicht so leicht zwischen Prog und Chanson musizieren, wäre das schwere Kost. Gemäß Shakespeares „Sein oder Nichtsein“ werden Existenzfragen gestellt z.B. ob wir angesichts von Klimawandel nicht vor dem Abgrund stehen, so im Longtrack „Au bord du précipice“ mit begnadetem Gitarrensolo.
2. SNARKY PUPPY & METROPOLE ORKEST - Waves Upon Waves (7:28)
Album: Somni (2026)
Label/Vertrieb: GroundUp/The Orchard
www.snarkypuppy.com
Die zwanzigköpfige Jazz-Band SNARKY PUPPY entführt ihre Hörer auf „Somni“, live eingespielt mit dem METROPOLE ORKEST, in Traumwelten. Wie in „Waves Upon Waves“, einem schlafwandlerischen Soul-Track mit aufbrandenden Geigen, so muckelig wie eine warme Decke, in die man sich an einem kalten Wintertag hüllt.
3. THE IMPERIAL MUSTARD - Turn The Stone (7:51)
Album: Turn The Stone (2026)
Label/Vertrieb: SlagRec
www.theimperialmustard.com
Wer anarchische Rockmusik à la Patti Smith oder Velvet Underground liebt, ist hier genau richtig. Das Frankfurter Quintett um Sängerin Suse Michel gewinnt auf seinem zweiten Album massiv an Charisma dazu: rauschhafte Séancen in psychedelischem Garagensound. Der Titelsong ist somnambule Magie ohne große Eruption.
4. ULRIKA SPACEK - Build A Box Then Break It (5:28)
Album: EXPO (2026)
Label/Vertrieb: Full Time Hobby/Rough Trade
www.ulrikaspacek.com
ULRIKA SPACEK experimentieren auf ihrem neuen Album "EXPO" mit dem Zusammenspiel von klassischer Band-Performance und Sampling. So schält sich bei "Build A Box Then Break It" aus dem Gebilde atmosphärischer Loops langsam ein griffiger, sich jedoch eindeutiger Genrezuordnung entziehender Song.
5. THE SHEEPDOGS - I Do (3:42)
Album: Keep Out Of The Storm (2026)
Label/Vertrieb: Right On/OPEN
www.thesheepdogs.com
Americana meets Country- und Southern Rock auf dem aktuellen Studioalbum der Kanadier. Das Quintett bewegt sich mit seinem 70s-orientierten Sound und Songwriting auf den Spuren der Allman Brothers, 38 Special und CCR. Auf dem Samplertrack erinnern Harmoniegesang und Twingitarren zudem stark an die Eagles.
6. THE ALMOST THREE - I Take You Everywhere (4:01)
Album: Vol. 5 (2026)
Label/Vertrieb: Pottpeople/Broken Silence
www.almostthree.de
Wenn THE ALMOST THREE Blues sagen, dann meinen sie modernen Blues, der durch die Fusion verschiedenster Stilelemente entsteht. Hier beweist das Trio um Martin Ettrich seine Innovationskraft und ihr organisches Zusammenspiel, bei dem immer Grenzen überschritten werden. Expressiv, spannend und ein Album, das immer wieder gerne gehört wird.
7. DIRTY SOUND MAGNET - Dance And Die (4:06)
Album: Me And My Shadow (2026)
Label/Vertrieb: Tonzonen/Cargo
www.dirtysoundmagnet.com
Psychedelic Rock mit einem Schuss modernen Blues – das ist, was das Schweizer Trio DIRTY SOUND MAGNET auch auf seinem fünften Album mit jeder Menge Herzblut präsentiert. So dreckig die Gitarren, so eingängig auch die Melodien und so mitreißend die Rhythmen. Das freche „Dance And Die“ ist ein gutes Beispiel.
8. 3RD EAR EXPERIENCE - Tea Leaf Reader (3:44)
Album: The Twilight Sutra (2CD) (2025)
Label/Vertrieb: Space Rock Productions/Sapphire Records
3rdearexperience.bandcamp.com
Einer der beiden Untertitel des neuen Albums von Robbie Robb und seiner in der Mojave-Wüste beheimateten Band 3RD EAR EXPERIENCE lautet „A Space Rock Opera“. Genau eine solche Oper zelebriert der Südafrikaner hier 85 Minuten lang. Space Rock und Artrock verschmelzen, garniert mit ethnischen Rhythmen.
9. ARGOS - Moytura House (8:40)
Album: Doctor Wilde's Twilight Adventures (2026)
Label/Vertrieb: Argos/Just For Kicks
argos.bandcamp.com
Auch mit dem achten Album feiern die Progger von ARGOS ihren ganz eigenen Canterbury-Kosmos. Dabei agieren sie vielschichtiger und filigraner als je zuvor und wissen dabei jeden Song mit diversen Ideen und Stimmungen zu versehen. Bestes (vor Einfallsreichtum sprudelndes) Beispiel: der hier gebotene ultrafamose Song.