Nach der Trennung von echoes kommen PULSE auf „Acoustic“-Tour

Nach der Trennung von echoes kommen PULSE auf „Acoustic“-Tour

Echoes waren die erfolgreichste deutsche Pink-Floyd-Tributeband. Anfang 2024 trennten sich nach fast 22 Jahren die Wege der Musiker: Sänger/Gitarrist Oliver Hartmann und Bassist Martin Hofmann sowie Keyboarder Markus Nanz, Saxofonist Michael Unger und zwei Backgroundsängerinnen machen seitdem unter dem Namen PULSE ihr eigenes Floyd-Ding. Derzeit touren sie, für Januar 2026 ist die „Acoustic Side Of Moon“-Tour angekündigt. Wir befragten Oliver Hartmann und Martin Hofmann zu Vorgeschichte und Zukunft.

eclipsed: Wie kam es zum Split bei echoes?

Oliver Hartmann: Geschäftliche Dinge sind nicht mehr so richtig rund gelaufen, und die Differenzen wurden über die Jahre immer größer, wie die Frage des Einsatzes jeder einzelnen Person für bestimmte Projekte. Es ging nicht mehr wirklich vorwärts. Ein kreativer Musiker wie ich, der mit seinen Kontakten viel dazu beigetragen hat, dass es Projekte wie „Live From The Dark Side“ mit Stargästen wie Midge Ure oder Michael Sadler überhaupt gab, möchte einfach nicht stehenbleiben.

Martin Hofmann: Wir waren nach mehr als zwanzig Jahren nicht mehr die Gemeinschaft, die es braucht, um an einem Strang zu ziehen. Unser Keyboarder Paul [Ahrens (echoes), Anm.] beispielsweise war aufgrund von Familienplanung und Umzug nach Hamburg im Laufe der Zeit immer weniger für Livekonzerte verfügbar und wurde gegen Ende sogar bei rund neunzig Prozent aller Shows durch Markus Nanz ersetzt.

eclipsed: Wo siehst du die Unterschiede zwischen echoes und PULSE?

Hartmann: Grundsätzlich haben wir ein Best-of-Programm, aber aufgrund des 50-jährigen Jubiläums von „Wish You Were Here“ spielen wir das Album aktuell im ersten Teil der Show komplett am Stück. Alben wie „The Dark Side Of The Moon“ und viele andere Floyd-Songs leben zu großen Teilen von den Chören. Bei echoes hatten wir in der Regel leider nur eine Backgroundsängerin. Deshalb war bei der Neugründung klar, dass bei uns immer zwei Sängerinnen auf der Bühne stehen.

Hofmann: Mit unserem neuen Drummer Sébastian Angrand, der uns mit seiner Art und Spielfreude regelmäßig zum Strahlen bringt, kam auch wieder ein Stück Spaß und positive Energie zurück. Auch die Video-Projektionen sowie die gesamte Lightshow haben wir überarbeitet.

eclipsed: echoes haben mit ihrem „Barefoot To The Moon“-Programm Pink Floyd auf akustischer Basis wunderbar neu interpretiert. Was kann man auf der „Acoustic Side Of The Moon“-Tour erwarten?

Hartmann: Diesen „Unplugged“-Stil mit einem Streichquartett on top bietet so bis dato keine andere Floyd-Tributeband. Da das gesamte Konzept, die Umsetzung mit Streichquartett bis hin zur finalen Produktion auf meine Person zurückzuführen ist, war auch immer klar, dass wir das mit PULSE weiterführen werden. Wenn auch unter anderem Namen. Viele der zusätzlichen kreativen Ideen wie beispielsweise das „Shine On“-Weinglas-Intro, kamen von Martin. In Sachen Programm wird es neben neuen Songs wie „Goodbye Blue Sky“ und „Empty Spaces“ auf der kommenden Tour noch zwei drei weitere Überraschungen geben!

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