Wenn einer weiß, wie man Riffs und Refrains unter einen Hut bringt, dann Kris Barras. Mit „Monsters We Made“ schärft der Brite den Kurs, den er auf „Halo Effect“ (2024) eingeschlagen hat, noch einmal nach – weg von reiner Riff-Wucht, hin zu Songs, die im Ohr bleiben. „Was bringt es, Musik zu schreiben, die live nicht hängen bleibt, weil keiner mitsingen kann?“, fragt Barras rhetorisch und erinnert sich an die Tour zum Vorgänger, bei der ihm das Mitgrölen der Fans regelrecht die Sprache verschlagen hat. Genau dieses Gemeinschaftsgefühl treibt ihn seither an: große Melodien, klare Hooks, Songs zum Mitsingen – ohne dabei auf seine Gitarre zu verzichten.
Stücke wie „Unspoken“ oder „End Of Me“ sind der Beweis, dass sich Ohrwurm-Qualität und satte Riffs keineswegs ausschließen, und natürlich darf am Ende auch das ausgedehnte Solo nicht fehlen, für das Barras seit jeher bekannt ist. Musikalisch bewegt er sich damit in einem Umfeld, das an Black Stone Cherry erinnert, aber auch an einen Kollegen, den er bestens kennt: Wolfgang Van Halen. Mit ihm hat Barras schon gemeinsam Bühnen bespielt, und aus der Tour ist mehr als nur Kollegenschaft geworden. „Wolfgang ist ein absolutes Ausnahmetalent“, schwärmt er, „und dazu einfach ein super sympathischer Typ.“