PAT METHENY legt die Gitarre aus der Hand und lässt andere für sich spielen

4. Mai 2021

Pat Metheny

PAT METHENY legt die Gitarre aus der Hand und lässt andere für sich spielen

Kaum ein anderer Musiker hat die elektrische Gitarre in den letzten viereinhalb Jahrzehnten so grundlegend revolutioniert wie Pat Metheny. Mit seiner Synclavier-Gitarre und diversen anderen technischen Neuerungen, aber auch mit seiner cineastischen Bildersprache hat er unzählige Klangepen geschaffen. Auf seinem neuen Album „Road To The Sun“ spielt er über weite Strecken nicht selbst, sondern lässt spielen.

Die Platte besteht aus drei Teilen. In der ersten Suite „Four Paths Of Light“ tritt der Klassik-Virtuose Jason Vieaux an, die sechsteilige Ritel-Suite interpretiert das renommierte L. A. Guitar Quartet, und erst das letzte Stück aus der Feder des estnischen Komponisten Arvo Pärt spielt Metheny selbst. Die Namen lassen es ahnen – „Road To The Sun“ bedient weder Jazz noch Jazzrock, sondern es ist Musik für klassische Gitarre.

Metheny verschlägt es nicht zum ersten Mal in die Klassik. Bereits 1987 setzte er Steve Reichs „Electric Counterpoint“ um und legte dabei mit erstaunlicher Präzision bis zu zwölf Gitarrenspuren übereinander. Aber „Road To The Sun“ ist anders, denn diesmal handelt es sich vor allem um eigene Kompositionen, die von anderen Gitarristen gespielt werden. „Ein Großteil meiner Musik ist frei improvisiertes Spiel“, erklärt Metheny seine Beweggründe. „Ich habe Songs geschrieben, für die drei Notenlinien ausreichen wie ‚Song For Bilbao’, aber du kannst sie trotzdem auf eine Dreiviertelstunde ausdehnen ...

Pat Metheny: Road to the Sun, Pt. 1

Lest mehr im aktuellen Heft ...