Juni 2014

ASTRID SWAN „Astrid 4“

26. Juni 2014

Astrid Swan

Die finnische Singer-Songwriterin Astrid Swan ist wieder da, und im Gepäck hat sie ihr viertes Album, das sich mit seinem Titel etwas weit aus dem Fenster lehnt. Denn sofort fallen einem legendäre Alben wie „Scott 4“, Black Sabbaths „Vol. 4“ oder „Led Zeppelin IV“ ein. Ist das vierte Album auch in Astrid Swans Fall etwas Besonderes?

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HALO BLIND „Occupying Forces“

26. Juni 2014

Halo Blind

Ist diese Band eine Bereicherung oder ist sie einfach nur schamlos? Diese Frage muss beim zweiten Album der britischen All-Star-Combo Halo Blind erlaubt sein, denn es gab in den letzten 15 Jahren sicherlich keine andere Band, der es gelungen ist, ein Album aufzunehmen, das so nah am Schaffen Radioheads Mitte der 90er Jahre ist. Es gab ja durchaus Stimmen, die der britischen New-Artrock-Institution vorwarfen, nach „The Bends“, spätestens nach „OK Computer“, ihren Sinn für Melodien einem blinden Experimentierwahn geopfert zu haben.

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JACK WHITE „Lazaretto“

26. Juni 2014

Jack White

Nach seinem verhaltenen Solodebüt „Blunderbuss“ zeigt sich Jack White endlich in der ganzen Pracht seines Einfallsreichtums. Die Soundwelt von „Lazaretto“ ist tief in den Siebzigern verankert. Bluesrockbands wie die Rolling Stones, Led Zeppelin oder Cream haben Pate gestanden, aber auch der abgehangene Memphis Blues hat Tupfer hinterlassen. Hin und wieder blitzt die spielerische Brillanz von White auf, doch nadelscharfe Gitarren-Provokationen wie mit den White Stripes klemmt sich der gereifte Barde.

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LUKE HAINES „New York In The ’70s“

26. Juni 2014

Luke Haines

Am Anfang steht eine bitterböse Parodie auf den Velvet-Underground-Song „Candy Says“: „Alan Vega Says“ beschreibt, wie der Suicide-Frontman angeblich beim Songwriting vorgeht, und der Oberzyniker des britischen Pop, Luke Haines, lässt kein gutes Haar an ihm. Genauso wenig wie an Lou Reed, den New York Dolls oder dem Underground-Poeten Jim Carroll. Oder handelt „New York In The ’70s“ doch eher von der Verklärung einer popkulturellen Szene, einer Verklärung, die Haines in seinen Songs als oberflächlich und plakativ herausstellt?

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MASTODON „Once More ’Round The Sun“

26. Juni 2014

Mastodon

Die Band aus Atlanta hatte sich vor drei Jahren mit „The Hunter“ zwar etwas mehr in Richtung einfachere Strukturen entwickelt, aber gleichzeitig einige unwiderstehliche Hammersongs herausgehauen. Da kann das neue, inzwischen sechste Mastodon-Studioalbum nicht ganz mithalten. Dabei waren die Voraussetzungen besser denn je: „The Hunter“ hievte die Band nochmals die Erfolgsleiter einige Stufen höher und aus dem Nachzügler der „New Wave Of American Heavy Metal“ war ein wirkliches Schwergewicht geworden.

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MESHELL NDEGEOCELLO „Comet Come To Me“

26. Juni 2014

Meshell Ndegeocellos

Es soll Meshell Ndegeocellos letztes Album unter diesem Logo sein, sagt sie. Sie hat in ihrer bisherigen Laufbahn nicht nur alles erreicht, sondern auch nahezu jedes Genre von HipHop über Alternative Rock bis zu Freejazz abgedeckt. Auf ihrer neuen CD versucht sie all diese Momente nebst elektronischer Musik, afrikanischer Aspekte, Seventies-Soul, dezenter Fusion und allen möglichen anderen Klangpixeln zu einem Panoramamosaik zusammenzufügen.

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RADIO MOSCOW „Magical Dirt“

26. Juni 2014

Radio Moscow

Gold findet man bekanntlich im Dreck. So ist das auch bei Album Nr. 5 der Band aus Iowa. Den Bluesrock der Sechziger und Siebziger verwandeln Parker Griggs (Gitarre, Gesang), Paul Marrone (Schlagzeug) und Anthony Meier (Bass) in Kleinode, die schmutzig klingen, aber einen ganz eigenen Glanz entfalten. Black-Sabbath-Anleihen sind kaum noch zu hören, am ehesten noch bei „Gypsy Fast Woman“, das zugleich an den Doors-Song „Wild Child“ erinnert. Vielmehr wird der Bluesrock à la Jimi Hendrix und Cream aufgenommen und das Tempo drastisch erhöht.

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SEVEN THAT SPELLS „The Death And Resurrection Of Krautrock: IO“

26. Juni 2014

Seven That Spells

Weiter geht es mit der Trilogie über den Tod und die Wiederauferstehung des Krautrock. Nach dem 2011 veröffentlichten ersten Teil „The Death And Resurrection Of Krautrock: AUM“ legen Seven That Spells nun Teil zwei vor: Untertitel dieses Mal: „IO“. Wie schon beim ersten Part beginnt das Album mit „In“ und endet mit „Out“. Die 2003 gegründete Psychedelic-Band aus Kroatien vermischt auf „In II“ Mathrock mit Captain-Beefheart-Strukturen.

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