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31. Juli 2021

Van Der Graaf Generator

VAN DER GRAAF GENERATOR - Reise ins Herz der Finsternis

„Pawn Hearts“ gilt als Opus magnum einer der größten Prog-Bands der 70er-Jahre. Es war ein in vielerlei Hinsicht wegweisendes Album – mit seiner Mischung aus Melodieseligkeit und Aggression, einem eine ganze LP-Seite umfassenden Longtrack, dunklen, psychedelischen Passagen und nicht zuletzt Peter Hammills expressivem Gesang, der bis heute weltweit Musikfreunde fasziniert, aber auch verstört. Zum 50-jährigen Jubiläum des Werks sprach eclipsed mit dem Musiker über eine aufregende, aber auch erschöpfende Zeit in der Geschichte von Englands kompromisslosester Prog-Formation.

31. Juli 2021

Styx

STYX - „Eine Band muss sich weiterentwickeln, sonst ist sie tot“

Die Styx-Sage geht weiter: Vier Jahre nach dem Konzeptalbum „The Mission“ meldet sich die Band aus Chicago mit dem nicht minder ambitionierten Werk „Crash Of The Crown“ zurück. Auch nach rund fünf Jahrzehnten im Rockorbit entwickelt sie sich immer noch weiter, ohne dabei ihre Identität zu verlieren. Gründungsmitglied, Gitarrist und Sänger James „J. Y.“ Young hat seine ureigene Sicht auf die Dinge und plaudert offen über sein Verhältnis zum bis heute gelegentlich den Bass spielenden Chuck Panozzo und dem ehemaligen Keyboader und Sänger Dennis DeYoung.

31. Juli 2021

Jackson Browne

JACKSON BROWNE - Der ewig Alte

Jahrzehntelang war er eine Art Vorzeigesongschreiber des Westcoast-Rock: ein Beau mit Ohrwurmsongs, berühmten Musikerfreunden, adretten Gespielinnen und hippieskem Lifestyle und ein vorbildlicher Polit- und Umweltaktivist. Doch mit inzwischen 72 Jahren muss auch Jackson Browne ein paar Gänge zurückschalten. Das manifestiert sich in immer selteneren Alben, Tourneen und Interviews. Mit „Downhill From Everywhere“ veröffentlicht er sein erstes Lebenszeichen seit sieben Jahren – ein ambitioniertes Spätwerk, das vielseitig und zugleich sanft daherkommt. 

31. Juli 2021

Level Pi

LEVEL PI - Perry Rhodan und die elektronischen Philosophien

Level Pi, das ist das Ein-Mann-Projekt des Kölners Uwe Cremer. Der Mann ist Krautrock- und Pink Floyd-Fan durch und durch. Da ist es keine Überraschung, dass auch das neue Album „Elektronische Philosophie“ die Stilmittel der Berliner Elektronik-Schule und der britischen Artrock-Ikone zu verbinden versucht.

05. Juli 2021

Motörhead

MOTÖRHEAD - „Der Typ da vorne macht  keine Show - das ist Rock’n’Roll!“

Als Ian Fraser „Lemmy“ Kilmister am 28. Dezember 2015 starb, war das automatisch auch das Ende von Motörhead: Letztlich waren alle übrigen Mitglieder der Gruppe, egal wie lange sie dabei waren und wie viel musikalischen Input sie lieferten, immer nur „Sidekicks“ für den Bandgründer. Doch nicht nur Lemmy selbst, auch Motörhead wurden insbesondere in den letzten 20 Jahren ihrer Existenz zur Legende, als es der Gruppe gelang, ein immer vielfältiger werdendes Publikum in ihren Bann zu ziehen, das am Ende weit größer war, als es im Hardrock- und Heavy-Metal-Kosmos die Regel ist. 

05. Juli 2021

Laura Meade , IZZ

LAURA MEADE - Wer ist die gefährlichste Frau der Welt?

Schon der aufsehenerregende Albumtitel fordert zur Nachfrage heraus. Von wem spricht die Sängerin der New Yorker Progrock-Band IZZ da? Ist „The Most Dangerous Woman In America“ etwa Laura Meade selbst? Oder an welche Frau(en) denkt sie? Auch musikalisch kann das zweite Soloalbum überzeugen. Ein elektronisches Klangbild hat den Rest zarten Folks in ihrem Artpop der Marke Kate Bush/Tori Amos hinweggefegt. 

Starke Frauen werden in der Gesellschaft mundtot gemacht

05. Juli 2021

King Buffalo

Die Psychedelic Stoner KING BUFFALO nutzen die Pandemie höchst kreativ

Die Covid-Pandemie hat die Pläne der meisten Bands gehörig durcheinandergewürfelt, aber wohl nur wenige Acts haben den Umstand, nicht touren zu können, so kreativ genutzt wie King Buffalo, die 2021 mit gleich drei Alben ums Eck kommen. Geplant war dies selbstverständlich nicht, wie Sänger/Gitarrist Sean McVay erläutert: „Ich glaube nicht, dass wir in der Lage gewesen wären, drei Alben in Angriff zu nehmen, wenn es die Pandemie nicht gegeben hätte. Wir hätten eine beträchtliche Zeit auf der Straße verbracht, wenn alles nach Plan verlaufen wäre, und nicht so viel Zeit mit dem Schreiben verbringen können.“  

05. Juli 2021

Schwarzbrenner

SCHWARZBRENNER beweisen, dass erdiger Blues und klassische Romantik zusammengehen

Wolfgang Becker und seine beiden Mitstreiter des im nordrhein-westfälischen Ratingen ansässigen Trios Schwarzbrenner sind gestandene Blues-Männer. Vor allem Idole wie Cream oder Rory Gallagher haben es der Formation um das 65-jährige Mastermind  angetan. Gleichzeitig ist der Sänger und Gitarrist ein „Feingeist“, wie er sich selbst bezeichnet, „ein leidenschaftlicher Anhänger der klassischen Romantik von Novalis oder Hölderlin“.

Doch auf dem aktuellen zwölften Album der Band nach zweieinhalb Jahrzehnten Existenz, „Zauberworte“ betitelt, befinden sich nun lyrische Vertonungen von eher ein wenig unbekannteren Romantikern wie Achim von Arnim (1781–1831) und Clemens Brentano (1778–1842) sowie vom „Hausdichter“ Georg Heym, der ein Jahrhundert später gewirkt hat. Textlich wird man in einen verwunschenen Zaubergarten versetzt, ganz in der Tradition von „Des Knaben Wunderhorn“.