Der ehemalige Bassist und Sänger von Deep Purple wird kommendes Jahr 75 und hat mehr als 50 Jahre School of Rock auf dem Buckel. Zusammen mit Black-Sabbath-Gitarrist Tony Iommi hat er Robbie Williams’ aktueller Single „Rocket“ Zunder gegeben. Glenn Hughes hat zudem ein neues Studioalbum aufgenommen. Er präsentiert es im September auf einer Tour unter dem Motto „The Chosen Years“ und will dort beweisen, dass er immer noch eine Naturgewalt ist.
eclipsed: Glenn, dein neues Soloalbum soll im August erscheinen. Was kannst du darüber schon verraten?
Glenn Hughes: Ich habe seit neun Jahren kein Soloalbum mehr gemacht. Ich glaube, dieses neue Werk ist ein weiterer Ausdruck dessen, was ich bin: ein Rocksänger, ein Soulsänger, ein dramatischer Songschreiber. Ich denke, es könnte eine der besten Platten sein, die ich je gemacht habe.
eclipsed: Saß Chad Smith von den Red Hot Chili Peppers wieder hinterm Schlagzeug?
Hughes: Nein. Es ist mit meiner Live-Band aus Kopenhagen entstanden. Es gibt keine Keyboards auf diesem Album. Es ist ein Trio. Ich bin der Produzent und Songschreiber. Wenn man sich alle meine Soloarbeiten anhört, dann klingt es immer nach Glenn, aber jedes Mal gibt es auch Dinge, die anders sind. Was mache ich am liebsten? Natürlich meine eigene Musik, weil ich dann Kontrolle über alles habe.
eclipsed: Welche Dinge und Erfahrungen verarbeitest du diesmal?
Hughes: Ich schreibe über Bewusstsein, über Liebe, Glauben, Angst. Ich schreibe darüber, was wirklich zwischen Menschen passiert. Ich schreibe nicht über Politik. Ich schreibe über den menschlichen Geist, die Freude am Leben und die Angst vor dem Tod. Ich schreibe über das, was jetzt passiert. Deshalb ist dieses Album wahrscheinlich das heilsamste Werk, das ich je gemacht habe. Ich bin jetzt seit 31 Jahren trocken. Seit ich meinen Lebensstil geändert habe, ist die Welt für mich eine andere.