In der vergangenen Ausgabe haben wir das Progjahr 1995 aufleben lassen. Schon ein Jahr zuvor sorgte Ines mit „Hunting The Fox“ für Aufsehen in der Szene. Das Album feierte den gerade abflauenden Neoprog und war genau deshalb ein gefundenes Fressen für alle Fans, die nach neuer Musik dieses Genres hungerten. 1996 legte Ines „Eastern Dawning“ nach. Knapp dreißig Jahre später lassen wir die Zeit mit ihr Revue passieren.
Zum dreißigsten Jubiläum erscheint das in Prog-Kreisen legendäre zweite Album der Sindelfinger Formation ICU, „Now And Here“, in neuem Glanz. eclipsed sprach mit Mastermind Thomas Glönkler über ein ganz besonderes Reissue.
Das Album ist wie aus einem Guss, wahrscheinlich ist es von unseren drei Veröffentlichung deswegen auch die, die bis heute am meisten Resonanz bei den Prog-Hörern erhält“, sagt Thomas Glönkler über die Strahlkraft von „Now And Here“. Als 1995 das zweite ICU-Album erschien, begann der Prog langsam wieder aus dem Schatten zu treten. IQ hatten sich reformiert und den Neoprog-Meilenstein „Ever“ veröffentlicht. Marillion brachten ihr wunderbares „Afraid Of Sunlight“ heraus. Und Arena machten verstärkt auf sich aufmerksam.
„Eigentlich wollte ich das Album gar nicht noch mal veröffentlichen“, erzählt ein gut gelaunter und erstaunlich jugendlich wirkender Andy Glass aus Anlass der Wiederveröffentlichung des Debüts „Silent Dance“ seiner Band Solstice. „Aber nachdem ich mich intensiv damit beschäftigt habe, vor allem beim Wiederhören von Steven Wilsons Neuabmischungen dreier Songs, wurde ich von der Musik eines Besseren belehrt.“ Gegründet hatten sich Solstice bereits 1980, sie entsprangen einer früheren Band namens Electric Gypsy, in der Andy Glass und der mit ihm befreundete Sänger Alan King mit niemand Geringerem als Mick Pointer und Doug Irvine zusammengespielten, die kurz darauf bekanntermaßen Silmarillion aus der Taufe hoben.
1985 war Prog keinesfalls tot, aber der Mainstream ignorierte die aus Großbritannien überschwappende Welle des Neoprog mit erstaunlicher Konsequenz. Dann kam, wie aus dem Nichts, ein Album, das diese für die 70er Jahre paradigmatische Musik für diese Generation neu erfand, weil es Türen in die Vergangenheit wieder öffnete und gleichzeitig eine Zukunft für die progressive Rockmusik aufzeigte. „Misplaced Childhood“ machte Marillion zu Superstars und öffnete für unzählige junge Menschen das Tor zu neuen Welten. Zehn Jahre später mussten sie mit „Afraid Of Sunlight“ sich dann neu erfinden. eclipsed blickt auf beide Jubiläen und zwei verschiedene Ansätze des Mainstream Prog.
Auch wenn Sänger Peter Nicholls leicht erkältet ist und alles tut, um sich für den zweiten Abend des Aschaffenburger IQ Weekenders zu schonen, geraten er und Bandmastermind Mike Holmes beim äußerst angenehmen Interview in einem gemütlichen Künstlercafé angesichts ihres neuen Albums „Dominion“ ins Schwärmen. Grund genug haben sie – nicht nur wegen des Albums, sondern auch wegen des überaus gelungenen Konzerts.
eclipsed: Euer letztes Album trug den Titel „Resistance“, das neue heißt „Dominion“. Beide Titel gehen in eine ähnliche Richtung: Man kann sie politisch deuten, man kann sie aber auch – so verstehe ich die Texte – als Verarbeitung persönlicher Kämpfe interpretieren.
Vor 20 Jahren erschien mit „Dark Matter“ eines der wegweisenden Alben in der Karriere der Neoprog-Institution IQ – ein dunkles, nachdenkliches Werk, das um zwei Prog-Monolithen – „Sacred Sound“ und „Harvest Of Souls“ – herum aufgebaut ist und den Status der Band als eine der kreativsten Stimmen der zeitgenössischen progressiven Musik festigte. Im Rahmen des „IQ Weekends“ Mitte Februar in Aschaffenburg sprach eclipsed mit Sänger Peter Nicholls und Gitarrist Mike Holmes über das Geburtstagskind.
Mit der Rückkehr von Sänger Alan Reed starten PALLAS auf „The Messenger“ noch einmal durch. Die Neoprog-Institution aus Aberdeen hat gut neun Jahre nach „wearewhoweare“ sechs neue Songs am Start.
Selbst für einen „alten Hasen“ ist es noch etwas Besonderes, wenn ein neues Studioalbum das Licht der Welt erblickt. Noch dazu, wenn eine prägende Figur der Bandgeschichte gerade zurückgekehrt ist. Dankbarkeit, Freude und Enthusiasmus spielen im Gespräch mit Graeme Murray, Bassist und Gründungsmitglied von Pallas, eine wichtige Rolle.
„Script For A Jester’s Tear“ war 1983 immens wichtig für die Wiederbelebung des damals tot geglaubten Prog-Genres und gilt heute als Meilenstein des Neoprog. In den Jahren zuvor hatten auch Twelfth Night aus Reading, Pendragon aus Stroud, Pallas aus dem schottischen Aberdeen und IQ aus Southampton versucht, den Prog zu revitalisieren. Aber erst Marillion aus Aylesbury gaben der aufkommenden Bewegung ein Gesicht und einen Ankerpunkt.
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