Anfang der Neunziger fanden sich Spitzenmusiker wie Neal Schon und Deen Castronovo in den Reihen der von den Brüdern Johnny und Joey Gioeli gegründeten Combo. Das 92er-Debütalbum „Double Eclipse“ gilt bis heute als Genre-Geheimtipp. US-Shouter Johnny Gioeli führt die Band seit 2003 ohne seinen Bruder bis heute weiter. Im Zoom-Interview lernen wir einen vor Lebensfreude sprühenden Musiker mit Frontmann-Aura kennen.
eclipsed: Seit dem letzten Hardline-Album sind fünf Jahre ins Land gezogen. Warum?
Johnny Gioeli: Das hat zwei Gründe. Erstens: Wir waren alle extrem beschäftigt. Ich z.B. bin ja auch mit Crush 40 und der Band von Axel Rudi Pell unterwegs. Dazu kommt, dass wir vom Frontiers-Label zu Steamhammer gewechselt sind.
eclipsed: Die Single „Rise Up“ ist ein frisches Energie-Bonbon. Worum geht’s?
Gioeli: Ich bin nicht die Art von Texter, die sich mit Totenköpfen und Höllenfeuern beschäftigt. „Rise Up“ handelt davon, dass jeder eine Stimme hat und auch den Mut haben sollte zu rebellieren.
eclipsed: Das neue Album „Shout“ wirkt wie eine Rückkehr zum Sound eures Debüts „Double Eclipse“ von 1992. War das Absicht?
Gioeli: Klar, wir werden immer an diesem Album gemessen. Ihr Journalisten habt behauptet, dass die beiden Scheiben ähnlich seien, ich aber schreibe einfach nur Songs. Ich glaube, der Vergleich kommt durch Lucas Gitarrenarbeit zustande. Sein Beitrag ist heavier als die Gitarren auf den letzten Alben.