Um ein Haar hätte es das siebte reguläre Studioalbum „Me And My Shadow“ der Schweizer Band Dirty Sound Magnet nicht gegeben: Zwei Wochen vor Beginn der Aufnahmen geriet Sänger und Gitarrist Stavros Dzodzos in eine lebensbedrohliche Situation. „In einem Club, den ich gut kenne, gab mir jemand eine kleine Flasche“, erzählt der Musiker. Er habe sie für ein Getränk gehalten. Ein fataler Irrtum: „Das war eine flüssige Droge, die man nur inhaliert. Das darf man nicht trinken, das ist supergefährlich. Ich kannte es nicht und habe es getrunken. Es war das Sechsfache der Dosis, die einen normalen Menschen tötet. Ich hatte ganz viel Glück.“
Die bittere Ironie dabei: „Ich nehme keine Drogen – und dann hätten alle nur gesagt: ‚Wieder ein Rocker an Drogen gestorben.‘“ Zumindest in gewissem Maße wirkte sich die dramatische Erfahrung auch auf „Me And My Shadow“ aus: „Nicht das ganze Album handelt davon. Es war nur eine zusätzliche Inspiration.“ Musikalisch bleiben Dirty Sound Magnet dem Psychedelic Rock der Vorgänger-Werke treu: dreckige Gitarren, coole Grooves und schelmischer Gesang. Der Sänger dazu: „Ich würde sagen, dass wir ein bisschen vom Psychedelischen weggekommen sind, eher zurück zum Bluesrock, aber modern. Natürlich ist der Psychedelic immer da. Es ist für mich eine Entwicklung ohne echte Grenzen.“