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60 Jahre THE ROLLING STONES - Der Dartford-Faktor

05. Oktober 2022

60 Jahre THE ROLLING STONES - Der Dartford-Faktor

Sie füllen noch immer die Stadien der Welt, zuletzt standen sie im Sommer auf der altehrwürdigen Berliner Waldbühne. Seit sage und schreibe 60 Jahren gelten die Rolling Stones als Prototyp einer Rock’n’Roll-Band – unverwüstlich, maximal erfolgreich und künstlerisch kredibel. Ein einzigartiges Phänomen, das Fragen aufwirft. Zum Beispiel diese: Was haben die Stones, das all die anderen Bands nicht haben? Die Antwort ist so kurz wie komplex: alles. Standvermögen natürlich. Sex. Gute Songs. Einen einzigartigen Sänger. Und die Zeit, die auf ihrer Seite war. Was blieb ihr auch übrig: Die Rolling Stones hatten all das, aber eben noch so vieles mehr, das braucht, wer unsterblich werden will. 

CHUCK LEAVELL - Der Schattenmann

05. Oktober 2022

CHUCK LEAVELL - Der Schattenmann

Der Ex-Keyboarder der Allman Brothers gilt als musikalischer Leiter der Stones. Als derjenige, der Keith & Co. sagt, was sie zu spielen haben, und den ganzen Laden zusammenhält. Im eclipsed-Interview plaudert der 70-Jährige aus dem Nähkästchen – und hat sichtlich Spaß daran. 

Brüssel, am Morgen des Konzerts im König-Baudouin-Stadion: Der kleine Mann mit dem weißen Vollbart, der neben seiner Tätigkeit bei den Stones als Session-Musiker für Eric Clapton, David Gilmour oder John Mayer fungiert, ist das einzige Mitglied der Band, das sich in Corona-Zeiten traut, Interviews zu geben. Der Rest hat Angst vor Infektionen und emotionalen Ausführungen zum Thema Charlie Watts. 

eclipsed: Chuck, du bist seit 40 Jahren in Diensten der Stones. Wie erklärst du dir die lange Zusammenarbeit?

Zum 30. „Main Offender“-Jubiläum erleben KEITH RICHARDS und die X-PENSIVE WINOS ein echtes Comeback

23. März 2022

Zum 30. „Main Offender“-Jubiläum erleben KEITH RICHARDS und die X-PENSIVE WINOS ein Comeback

Es war ein stürmischer Tag im Februar 2022, als man Keith Richards zum ersten Mal auf Facebook beim Auspacken der „Main Offender 30th Anniversary Edition“ beobachten konnte. Der gute alte Keef kam dabei regelrecht ins Schwärmen: „Es ist unglaublich. Ich sage euch, dieses Boxset ist nicht schlecht. All dieses Zeug, die Bilder und das Gekritzel. Und vor allem das, was ich mache. Ich liebe es, Rock&Roll zu spielen. Das kommt aus dem Herzen. Ich schaue rein und sehe meine besten Freunde. Ich liebe es, mit diesen Leuten zu spielen. Liebte es von Anfang an.“ Nein, hier geht es nicht um die Rolling Stones.

STONES FAN MUSEUM LÜCHOW - Rock-’n’-Roll-Fata-Morgana im kulturellen Nirgendwo

15. Oktober 2020

STONES FAN MUSEUM LÜCHOW - Rock-’n’-Roll-Fata-Morgana im kulturellen Nirgendwo

„Living In A Ghost Town“ singen die Rolling Stones in ihrem ersten neuen Song seit acht Jahren und meinen damit sicher nicht Lüchow. Das niedersächsische Städtchen ist keine Geisterstadt, nicht mal in Corona-Zeiten. Doll was los ist hier allerdings auch nicht. Es herrscht Beschaulichkeit statt Trubel, pulsierendes Leben sucht man vergebens. Den größten Pandemieschaden wird hier niemand darin sehen, dass das Kulturleben kollabiert ist und Konzerte ausfallen. Wer sollte diesen Ort mit nicht einmal 10.000 Einwohnern schon in seinen Tourplan aufnehmen? 

eclipsed Nr. 194 / 10-2017

18. Juli 2018

THE ROLLING STONES - Die Rückkehr der Räudigkeit

08. März 2018

Vor fünfzig Jahren starteten die Rolling Stones eines der erstaunlichsten Comebacks der Rockgeschichte. Ende 1967 waren die Briten mit „Their Satanic Majesties Request“ in einer künstlerischen Sackgasse gelandet, und ihre letzten großen Hits lagen eine Weile zurück. Folglich galten Jagger & Co. zu Beginn des Jahres 1968 als Auslaufmodell – Unsinn, wie sich sehr bald zeigen sollte. Wir zeichnen im Folgenden den Entstehungsprozess von „Beggars Banquet“ nach, dem Album, mit dem die Gruppe sich ihre Räudigkeit zurückholte.

THE ROLLING STONES - 1st Stone from the Sun

20. September 2017

Es ist das wohl umstrittenste Album der Rolling Stones: Die Band selbst findet ihren psychedelischen Ausflug „Their Satanic Majesties Request“ von 1967 weitgehend misslungen, für viele Fans dagegen besitzt die Platte bis heute Kultstatus. So bringt denn ABKCO Music am 22. September eine limitierte Deluxe-Edition als Doppel-Vinyl und -Hybrid-SACD des Albums auf den Markt, die ohne Frage ihre Käufer finden wird. eclipsed erzählt aus Anlass ihres fünfzigsten Geburtstags die turbulente Entstehungsgeschichte der Originalplatte.

Schwester Morphium - MARIANNE FAITHFULLzum Siebzigsten

16. Januar 2017

Am 29. Dezember ist Marianne Faithfull siebzig Jahre alt geworden. Für den ehemaligen Junkie, der mit Alben wie „Broken English“, „Strange Weather“ oder „Before The Poison“, zur eleganten Düsterikone wurde, kein Anlass zum Feiern. Die „Mutter aller Rock-Chicks“ hat in den Sechzigerjahren als erste Frau neben Nico genauso wild gefeiert wie die Rockstars, mit denen sie liiert war. Wir haben sie in ihrer Wahlheimat Paris auf einen Kaffee im Hotel Costes an der Rue Saint Honoré aufgesucht.

eclipsed Nr. 186 / 12-2016 - 1-2017

31. Dezember 2016

eclipsed-Feature: Die Geschichte des Deutschrock Am 26. und 27. Juli 1986 kamen im bayerischen Burglengenfeld über 100.000 Rockfans zusammen, um im Rahmen eines Musikfestivals gegen die atomare Wiederaufbereitungsanlage Wackersdorf zu protestieren. Die Liste der dort aufgetretenen Acts liest sich wie ein Who’s who jener musikalischen Spielart, die als Deutschrock bekannt ist: BAP, Herbert Grönemeyer, Udo Lindenberg, Wolf Maahn, Die Toten Hosen und andere setzten hier ein Zeichen. Die fünfte Auflage des „Anti-WAAhnsinns-Festivals“ wird gerne als symbolischer Moment und gleichzeitig als Höhepunkt des Deutschrock angesehen. Vor 40 Jahren: THE BAND verabschieden sich Fürwahr, es war eine rauschende Ballnacht: Am Thanksgiving-Tag des Jahres 1976 verabschiedeten sich The Band in San Franciscos Winterland Ballroom mit einem denkwürdigen Konzert von ihren Fans. Das Ereignis, bei dem als Gaststars neben anderen Bob Dylan, Neil Young, Eric Clapton und Joni Mitchell auftraten, wurde zur Legende, der Martin Scorsese mit dem Kinofilm „The Last Waltz“ ein angemessenes Denkmal setzte.

THE ROLLING STONES „Blue & Lonesome“

12. Dezember 2016

Darauf hat man bei den Rolling Stones schon seit vielen Jahren, um nicht zu sagen Jahrzehnten gewartet: ein hartes, lautes, knarziges, in der Wahl der Mittel reduziertes und doch in seiner Wucht auch opulentes Bluesalbum. Sonst nichts! Sie kehren zu ihren Wurzeln zurück, heißt es, doch so wie auf „Blue & Lonesome“ haben sie früher nie geklungen.