2021 brachte Syrinx Call, die Band um Blockflötist Volker Kuinke und Multiinstrumentalist/Produzent Jens Lueck, mit „Mirrorneuron“ eine fett angelegte Science-Fiction-Story rund um das Thema KI. Mittlerweile ist das Thema omnipräsent und Formen von KI wie ChatGPT begleiten einen, gewollt oder ungewollt, durch das digitale Leben. Nun ist der zweite Teil der Story unter dem Albumtitel „Mirrorneuron 2“ da. Kuinke reflektiert unsere KI-Zeiten so: „Zwischen Teil 1 und Teil 2 unserer Geschichte liegen fünf Jahre. Wahnsinn, wie schnell die Entwicklung der KI in dieser Zeit vorangeschritten ist. Die Menschheit wird gerade mit Highspeed von der Thematik überrollt.“
Man bezeichnet ihn als Gitarren-Wunderkind. Der britisch-norwegische Blues-Gitarrist und Sänger Krissy Matthews hat sich in den vergangenen Jahren als großer Kollaborateur erwiesen. In der Hamburg Blues Band ist er seit über einem Jahrzehnt Stammmitglied. 2024 entstand das Album „Krissy Matthews & Friends“, auf dem er mit mehr als 70 Künstlern zusammenspielt, darunter Legenden wie Chris Farlowe, Arthur Brown und Inga Rumpf. Im Mai beehrt er uns mit „Guitarmania“, in dessen Rahmen er mit Gitarren-Kollegen eine rauschende „Guitar Party“ veranstalten wird. Das Interview führten wir anlässlich seines Auftritts bei den Rother Bluestagen, wo er wiederum als Teamplayer mit sechs „Women Of Blues“ am Gesangsmikro auftrat.
eclipsed: Mit acht Jahren bekamst du von deinem Vater die erste Gitarre. Inwieweit hat er deine Liebe zur Musik und deine Karriere geprägt?
Wolfgang Becker, Kopf des Bluesrocktrios Schwarzbrenner, zeigt sich angesichts der Gratwanderung zwischen lyrischer Vergangenheit und musikalischer Gegenwart auf dem neuen Werk der Band wieder recht zufrieden: „Das Eichendorff Album“, ihr 17. Longplayer in 31 Jahren und der sechste, der sich der Romantik widmet, umfasst acht bereits veröffentlichte und fünf neue Vertonungen von Werken des Dichters.
eclipsed: Wie kann man sich in unseren so rationalen Zeiten auf sechs Alben mit der Romantik beschäftigen?
Wolfgang Becker: Wir haben uns durch „Des Knaben Wunderhorn“ gearbeitet, sind dadurch auf Clemens Brentano und Achim von Arnim gestoßen, um jetzt bei Joseph von Eichendorff zu landen. Wir haben demnach ein ziemlich breites Spektrum abgedeckt. Denn die Romantik war vielschichtig. Das macht sie unwiderstehlich.
eclipsed: Ist Eichendorff ein ganz besonderer Romantiker für euch?
eclipsed: Matteo, die Entstehung von „Route 96“ lief komplett anders ab als die deines Debüts. Was war konkret anders?
Matteo Mancuso: Beim Debüt gab es schlicht keine Deadline. Es ist über vier Jahre entstanden – entsprechend zogen sich die Aufnahmen extrem in die Länge. Als das Album schließlich fertig war, spiegelte es gar nicht mehr zu 100 % wider, wo ich zu diesem Zeitpunkt als Gitarrist stand. Zwischen Songwriting und finalen Takes lag einfach zu viel Zeit. Diesmal war es ganz anders: Das neue Album ist innerhalb eines Jahres entstanden. Ich begann im Oktober 2024 zu schreiben, im November 2025 war alles im Kasten – inklusive einer Tour-Phase zwischendurch. Das hat dem Ganzen eine ganz andere Energie gegeben.
eclipsed: Gab es eine Deadline?
Der konzertante AOR von SAGA, der melodiöse Rock’n’Roll von Fury In The Slaughterhouse, It Bites’ Pop-getränkter Prog und Artrock à la Pink Ployd – KariBow weiß, diese Elemente zu einem faszinierenden Ganzen zu verschweißen. Und das nicht erst seit gestern: Die Band, Trägerin des Deutschen Rock & Pop Preises (2014), gibt es seit 1996. Unter der Leitung von Studiomusiker, Produzent, Songschreiber und Multiinstrumentalist Oliver Rüsing bringt sie mit „Ophelia“ (9-Sterne-Bewertung im letzten Heft) ein weiteres Studioalbum heraus. Es nimmt Bezug auf die tragische Frauengestalt in Shakespeares berühmtem Drama „Hamlet“. Im ausführlichen Gespräch gibt der Musiker aus dem nordrhein-westfälischen Wetter Lesenswertes über seine Weltanschauung und seine Arbeitsweise preis…
2025 war ein ganz besonderes Jahr für die Band um Frontmann Ewan Currie. Sie bespielte als Support von Bryan Adams Stadien in Kanada, gründete ihr eigenes Label und stellte ihren neuen Tonträger „Keep Out Of The Storm“ fertig. Obwohl sie in ihrem Heimatland längst keine Unbekannten mehr sind, bereits Gold und Platin für ihre Plattenverkäufe einheimsten, war die Stadiontour mit dem Weltstar doch noch eine andere Dimension.
eclipsed: Wie war es, mit Bryan Adams durch euer Heimatland zu touren und in großen Stadien zu spielen?
Chris Peters ist nach einigen Jahren in Brasilien zurück in Deutschland. Der Mann hinter Bands und Projekten wie Samsara Blues Experiment, Fuzz Sagrado, Surya Kris Peters oder zuletzt Pedro Preto sprüht aktuell vor Enthusiasmus. Erste Station: Zusammen mit Gitarrist Steffen Schneider, Drummer Charlie Paschen und Bassist Raphael Nigbur von Blackbox Massacre geht es ab Mai unter dem Banner Fuzz Sagrado auf eine dreiwöchige Europatour.
eclipsed: Hallo Leute, wie laufen die Tour-Vorbereitungen?
Chris Peters: Wir haben zunächst eine Playlist erarbeitet, irgendwo schon eine persönliche „Best-of“ aus dem Backkatalog aller Bands, an denen ich beteiligt war, plus einem Song von Blackbox Massacre. Insgesamt soll es eher locker zugehen und auch etwas Jamband-Charakter behalten, daher müssen wir nicht jede Woche proben (Augenzwinkern). Ich denke, wir alle haben genug Skills und Erfahrungen, damit das eine runde Sache wird.