Aktuelles Heft

28. Oktober 2022

Glass Hammer

Auf ihrem neuen Album verbinden GLASS HAMMER die musikalische Vergangenheit mit der Gegenwart

Mit „At The Gate“ endet Glass Hammers Albentrilogie um den mysteriösen Dieb Skallagrim. Es ist eine Geschichte von Trauer, Sehnsucht und der vergeblichen Suche nach etwas, das ihm die Welt nicht geben kann. Eine Thematik wie geschaffen für epische und ausufernde Sounds, doch die Progger wählten für das große Finale eine andere Form: Treibende und riffbetonte, bisweilen grimmige Kompositionen dominieren – eine weitere, überraschende musikalische Häutung der 1992 im US-Bundesstaat Tennessee gegründeten Band.

28. Oktober 2022

Haven Of Echoes , Frequency Drift

Das Debüt von HAVEN OF ECHOES klingt ungewöhnlich und hat auch einen solchen Hintergrund

Andreas Hack ist nach wie vor bass erstaunt, wenn er daran denkt, wie das Debüt seines neuen Projekts entstand. „Nachdem ich mit meiner früheren Band Frequency Drift acht Alben eingespielt hatte, war ich der Sache ein wenig müde“, konstatiert der 46-jährige Bayreuther. „Wir hatten mit ‚Letters To Maro‘ nicht nur unser kommerziell, sondern auch in kreativer Hinsicht erfolgreichstes Werk vorgelegt, waren damit quer durch Europa getourt. Wie will man das toppen? Jedenfalls liegt die Band auf Eis. Unter einer sehr dicken Eisschicht“, betont er.

28. Oktober 2022

Maraton

Widersprüche pflastern MARATONs Weg auf dem neuen Album

Wie beschreibt man etwas, das man gar nicht kennt? Diese Frage bildete den Leitfaden für Maratons zweites Album „Unseen Color“. Mit jedem Song starten die Norweger einen neuen Annäherungsversuch, fächern dabei wissenschaftliche, philosophische und künstlerische Phänomene auf, reflektieren Widersprüchlichkeiten im Leben, der Natur sowie der Band selbst. Als Inspiration für den Titeltrack etwa diente Stanley Kubricks Science-Fiction-Meilenstein „2001: Odyssee im Weltraum“, „Boltzmann Brain“ nimmt Bezug auf ein gleichnamiges physikalisches Gedankenexperiment, „Contranym“ baut auf dem linguistischen Problem der Janusworte auf, deren zwei Bedeutungen ihr eigenes Gegenteil darstellen, in „Non-Euclidean Heart“ fusionieren die Norweger eine Spezialform der Geometrie mit Emotion.

23. Oktober 2022

CD-Sampler

05. Oktober 2022

The Rolling Stones

60 Jahre THE ROLLING STONES - Der Dartford-Faktor

Sie füllen noch immer die Stadien der Welt, zuletzt standen sie im Sommer auf der altehrwürdigen Berliner Waldbühne. Seit sage und schreibe 60 Jahren gelten die Rolling Stones als Prototyp einer Rock’n’Roll-Band – unverwüstlich, maximal erfolgreich und künstlerisch kredibel. Ein einzigartiges Phänomen, das Fragen aufwirft. Zum Beispiel diese: Was haben die Stones, das all die anderen Bands nicht haben? Die Antwort ist so kurz wie komplex: alles. Standvermögen natürlich. Sex. Gute Songs. Einen einzigartigen Sänger. Und die Zeit, die auf ihrer Seite war. Was blieb ihr auch übrig: Die Rolling Stones hatten all das, aber eben noch so vieles mehr, das braucht, wer unsterblich werden will. 

05. Oktober 2022

Chuck Leavell , The Rolling Stones , The Allman Brothers

CHUCK LEAVELL - Der Schattenmann

Der Ex-Keyboarder der Allman Brothers gilt als musikalischer Leiter der Stones. Als derjenige, der Keith & Co. sagt, was sie zu spielen haben, und den ganzen Laden zusammenhält. Im eclipsed-Interview plaudert der 70-Jährige aus dem Nähkästchen – und hat sichtlich Spaß daran. 

Brüssel, am Morgen des Konzerts im König-Baudouin-Stadion: Der kleine Mann mit dem weißen Vollbart, der neben seiner Tätigkeit bei den Stones als Session-Musiker für Eric Clapton, David Gilmour oder John Mayer fungiert, ist das einzige Mitglied der Band, das sich in Corona-Zeiten traut, Interviews zu geben. Der Rest hat Angst vor Infektionen und emotionalen Ausführungen zum Thema Charlie Watts. 

eclipsed: Chuck, du bist seit 40 Jahren in Diensten der Stones. Wie erklärst du dir die lange Zusammenarbeit?

05. Oktober 2022

The Flower Kings

THE FLOWER KINGS - 20 Jahre "Unfold The Future“: Musik ohne Grenzen

Zurück in die Vergangenheit oder vorwärts in die Zukunft? War auf den frühen Flower-Kings-Alben eher Ersteres der Fall gewesen, präsentierte sich die Band aus Schweden auf ihrem siebten Studiowerk „Unfold The Future“, das am 5. November 2002 erschien, durchaus zukunftsorientiert. Während weiterhin symphonische Prog-Tracks im Mittelpunkt standen, flirtete sie diesmal überdies mit energiegeladenem Jazzrock und sogar mit World-Music-Einflüssen. Obendrein verewigten Roine Stolt (voc, g, key), Hasse Fröberg (voc, g), Tomas Bodin (key), Jonas Reingold (b) und Zoltan Czörsz (dr) unterstützt von vier Gastmusikern auf der rund 140-minütigen Doppel-CD auch mehrere freie Jams. Unterm Strich ist „Unfold The Future“ neben „Stardust We Are“ (1997) das wichtigste Flower-Kings-Album. Es hob sich durch seine Experimentierfreudigkeit vom Gros der damaligen Prog-Konkurrenz ab und klingt noch heute frisch und dynamisch. Wir sprachen mit Bandgründer Roine Stolt über die Entstehung des Mammutwerks.

05. Oktober 2022

Arena

ARENA - Tanz der Sänger und Moleküle

Die britische Prog-Institution Arena um diekreativen Köpfe Clive Nolan und Mick Pointer veröffentlicht im Oktober mit „The Theory Of Molecular Inheritance“ ihr zehntes Studioalbum. Zum Jubiläum gab es – wie schon so oft in der Geschichte der Band – einen Wechsel am Gesang. Für den abgewanderten Paul Manzi konnte man Ex-Threshold-Sänger Damian Wilson gewinnen, der sich auf seinem Arena-Debüt exzellent einführt. eclipsed sprach mit Clive Nolan und Damian Wilson unter anderem über Sängerwechsel, das Sci-Fi-Konzept des neuen Albums und die kommende Jubiläumstournee.