Das zweite Album von OAK verbindet ausgereiften Artrock mit Claude Debussy

31. Januar 2019

Oak

Das zweite Album von OAK verbindet ausgereiften Artrock mit Claude Debussy

Die norwegische Artrockszene hat bereits eine Reihe von international renommierten Bands hervorgebracht. Schon seit einiger Zeit ziehen Gazpacho und Airbag die Aufmerksamkeit auf sich; 2017 legten Soup mit ihrem Album „Remedies“ ein bravouröses Werk vor. Nun veröffentlichte die Osloer Band Oak ihr zweites, ebenso meisterhaftes und doch ganz anders geartetes Album „False Memory Archive“. Zu ihrer Stellung im norwegischen Artrock lässt die Gruppe in einer gemeinschaftlich verfassten E-Mail verlauten: „Wir merken schon, dass die Aufmerksamkeit für diese Art von Musik wächst und die Zahl der Bands zunimmt. Wir kennen die Jungs von Airbag und einige von Soup, sind also in die Szene integriert. Es wäre schön, wenn sie sich weiterentwickeln würde. Allerdings ist das hier in Norwegen schwierig. Wir müssen unser Glück eher außerhalb versuchen.“

Offiziell bestehen Oak aus Simen Valldal Johannessen (Gesang, Keyboards), Øystein Sootholtet (Bass, Gitarre) und Sigbjørn Reiakvam (Schlagzeug). Der Gitarrist Ole Michael Bjørndal (auch als Tourgitarrist von Airbag tätig), der noch auf dem sträflich ignorierten Debüt „Lighthouse“ (2013) fest zur Band gehörte, ist auf dem neuen Album nur bei zwei Songs dabei. „Ole hat die Band nicht wirklich verlassen, sondern sich nur eine Pause gegönnt. Da wir nicht wussten, wann er zurückkehren würde, haben wir mit Stephan Hvinden von der Band Pymlico einen anderen Gitarristen dazugeholt. Eines Tages kam Ole zu einem Konzert von uns, seitdem ist er wieder an Bord. Wir haben jetzt also zwei Gitarristen.“

Das Problem mit der semivakanten Stelle an den sechs Saiten lösten Oak bei der Produktion von „False Memory Archive“ noch auf andere Weise: Zum einen spielte auch Airbag-Gitarrist und Gilmour-Fan Bjørn Riis auf einem Track mit, vor allem aber rückten die Keyboards, insbesondere das Piano, in den Mittelpunkt. Diese gehören zusammen mit den ausgefeilten, detailreichen Arrangements und dem ausdrucksstarken, flexiblen Gesang zu den besonderen Stärken des Albums...

Claire de Lune

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