WUCAN - Dämonen im Kopf

6. Juni 2022

Wucan

WUCAN - Dämonen im Kopf

Seit die Neokrautrocker aus Dresden ihr zweites Studioalbum „Reap The Storm“ veröffentlichten, sind bereits fünf Jahre vergangen. Auf ihrem Drittling „Heretic Tongues“ präsentieren sich Wucan nun runderneuert: Härter und groovender denn je verlassen sie die Retropfade und schicken sich an, falsche Glaubenssätze aus den Köpfen ihrer Hörer zu vertreiben. Francis Tobolsky, Flötistin, Sängerin und kreativer Kopf der Band, erläuterte im Interview die dahinterstehenden Ideen.

eclipsed: Warum hat es nach dem letzten Album „Reap The Storm“ von 2017 mit „Heretic Tongues“ so lange gedauert?

Francis Tobolsky: Geplant war es schon für 2020. Wir wollten unser strategisch wichtigstes Album aber ganz bestimmt nicht mitten in der Pandemie herausbringen, wenn es niemand gekauft hätte und wir keine Tour hätten spielen können. 

eclipsed: Was bedeutet der Albumtitel „Heretic Tongues“? Welche „ketzerischen Zungen“ sind da gemeint?

Tobolsky: Wir sind ja alle irgendwie von Glaubenssätzen geleitet, die uns auch individuelle Identität verleihen. Wenn man allerdings zum Beispiel als Kind immer nur hört „Du bist dumm, du kannst nichts“, wird daraus ganz schnell ein falscher Glaube, der einen schwer behindert. Wir sollten das aber anzweifeln und uns auf Glaubenssätze stützen, die uns im Leben auch weiterbringen. Diesen Zusammenhang wollten wir auf dem Album aus verschiedenen Perspektiven beleuchten. 

eclipsed: Was ist die Idee hinter dem Cover?

Tobolsky: Das symbolisiert das Konzept. Darauf sieht man einen zerbrochenen Kopf, aus dem bluttriefende Wolken quellen - also böse Gedanken und falsche Glaubenssätze.

Fette Deutsche

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