13. Dezember 2017
Wobbler
Sechs Jahre haben die norwegischen Progtrolle Wobbler zwischen dem letzten Album und ihrem aktuellen Werk verstreichen lassen. Zeit, die sie unter anderem mit der Suche nach einem neuen Gitarristen verbringen mussten. Vielleicht hat die Spanne aber auch dazu beigetragen, dass sich die Band gesammelt hat. Dass sie sich noch mal vergewissert hat, wer sie ist und wo sie künstlerisch hinwill. Zumindest vermittelt diesen Eindruck die neue, tief im Prog der Siebziger verwurzelte Platte.
22. November 2017
QSP , Quatro Scott Powell
Drei der prägenden Persönlichkeiten des Glamrock vereinen sich zu einem überraschend frischen Rockprojekt. Suzi Quatro, Sweet-Gitarrist Andy Scott und Slade-Schlagzeuger Don Powell sind QSP. 1973 hätte man wahrscheinlich von einer Glamrock-Elefantenhochzeit gesprochen und die Hitlieferanten Nicky Chinn und Mike Chapman dahinter vermutet. Viereinhalb Jahrzehnte später bleibt es immer noch eine Kollaboration, die Aufmerksamkeit erregt.
22. November 2017
PFM , Premiata Forneria Marconi
Damit hatte kaum jemand gerechnet: Die italienischen Prog-Granden PFM sind nach einigen Umbesetzungen fleißig wie lange nicht und bringen mit „Emotional Tattoos“ nach elf Jahren ein neues Studioalbum auf den Markt. Es ist eine Doppel-CD geworden, mit jeweils elf Titeln mit italienischen beziehungsweise englischen Texten. Die neue Platte besitzt nicht ganz die Magie von Bandklassikern wie „Per un amico“ oder „L’isola di niente“. Aber es ist unverkennbar PFM!
22. November 2017
ELP , Emerson Lake & Palmer
Im März 2016 beging Keith Emerson Selbstmord, neun Monate später erlag Greg Lake einem Krebsleiden. Das Prog-Urgestein ELP war auf das „P“ geschrumpft – „P“ wie Carl Palmer. Der 67-Jährige ist quicklebendig, strotzt vor Tatendrang. Er ist Nachlassverwalter der berühmten Gruppe. Er war federführend bei der Konzeption und Zusammenstellung des neuen Boxsets „Fanfare: 1970-1997“. „Es ist die letzte Fanfare, die von ELP zu hören sein wird“, sagt er. „Irgendwann muss Schluss sein mit der Vergangenheitsbewältigung. Ich möchte mich ab sofort nur noch mit meiner kreativen Zukunft beschäftigen.“
22. November 2017
Asaf Avidan
Asaf Avidan ist weiß Gott kein Newcomer der Songwriterszene, aber mit seinem neuen Album „The Study On Falling“ wagt er einen Neubeginn. Das betrifft nicht nur seine Stimme, einst der von Janis Joplin zum Verwechseln ähnlich, inzwischen selbst zum androgynen Trademark avanciert, das sich einzig und allein mit dem Namen Asaf Avidan verbindet. Nie zuvor klang der israelische Barde mit dem immer noch ungewöhnlich hohen Timbre so eindringlich wie auf dieser CD. Das Thema Scheitern ist dafür nur einer von mehreren Aspekten.
22. November 2017
Supersonic Blues Machine , Lance Lopez
„Californisoul“ heißt das zweite Album der Supersonic Blues Machine. Das kalifornische Bluestrio, bestehend aus Schlagzeuger Kenny Aronoff (Sammy Hagar, Paul McCartney u. a.) sowie den Songwritern Lance Lopez (Gitarre, Gesang) und Fabrizio Grossi (Bass, Produktion), ist gut vernetzt, lädt es sich doch ins Studio und auf die Bühne gerne eine illustre Musikerschar ein. Diesmal sind Eric Gales, Walter Trout, Robben Ford, Steve Lukather und Billy Gibbons mit dabei.
22. November 2017
The Darkness
Obwohl die britischen Hardrocker The Darkness bisher noch kein schwaches Album abgeliefert haben, steht schon nach wenigen Durchläufen fest, dass „Pinewood Smile“ dem famosen Debüt „Permission To Land“ (2003) mindestens ebenbürtig ist. Unter den zehn neuen Songs ist kein einziger Lückenfüller, und die Attitüde und der Spielwitz der Band sind absolut mitreißend. Eine Rückkehr zur Bestform? Kann man so sagen!