Aktuelle News

SCORPIONS - Glaubensbekenntnis mit Killerriffs

„Rock Believer(s)“ waren sie immer, auch wenn die Scorpions in den 90er-Jahren zumindest zeitweise von der Hardrockgemeinde belächelt wurden und stilistisch teilweise den Faden verloren hatten. Doch spätestens seit der einstweiligen Ad-acta-Legung ihrer Abschiedspläne vor etwa zehn Jahren rockt es sich für sie wieder ganz ungeniert und locker. Ihr neues Album mit dem eingangs zitierten Titel, das viel 70er- und 80er-Jahre-Flair verströmt, ist dafür das beste Beispiel. Teilnehmer einer amüsanten Zoom-Videokonferenz mit viergeteiltem Bildschirm waren außer dem eclipsed-Autor die drei Deutschen im Scorpions-Team: Klaus Meine, Rudolf Schenker und Matthias Jabs. 

STAR ONE - Spiel mit der Zeit

Lange ist es her, dass Arjen Anthony Lucassen unter dem Star-One-Banner Musik veröffentlicht hat. „Victims Of The Modern Age“ erschien 2010, seitdem konzentrierte sich der umtriebige Holländer weitestgehend auf sein Projekt Ayreon. Jetzt ist es aber so weit: Mit „Revel In Time“ steht ein Nachfolger in den Startlöchern, der musikalisch anschließt und thematisch ausholt. Kurz: ein Nachfolger, über den es einiges zu berichten gibt.

BETH HART - Wenn der schwarze Hund bellt

Auch wenn Beth Hart in ihren Konzerten immer mal wieder und stets mit Inbrunst „Whole Lotta Love“ zum Besten gab, ließ das nicht unbedingt darauf schließen, dass sie gleich ein ganzes Album mit Zeppelin-Stücken herausbringen würde. Das am 25. Februar erscheinende Werk „A Tribute To Led Zeppelin“, auf dem sie Songklassiker der Rocklegende mit rauer Stimme und weiblicher Perspektive neu interpretiert, weiß zu überzeugen. Per Zoom-Videoschalte aus Los Angeles – mit bellendem schwarzem Hund im Hintergrund – sprach die 50-jährige Blues-, Soul- und Balladenspezialistin mit eclipsed über ihre Beziehung zu der Band und die stimmlichen Herausforderungen ihrer Songs. 

MEAT LOAF - Verstummen eines Unbändigen

Michael Lee Aday, der als Meat Loaf weltberühmt wurde, war die Verkörperung der dramatischen Rockgeste schlechthin – ein Unikat mit großer Stimme und noch größerem Ego im besten Sinne des Wortes. Am 20. Januar verstarb der Texaner, mit dem der Verfasser dieses Textes auch einige ganz persönliche Erlebnisse hatte, im Alter von 74 Jahren mutmaßlich an den Folgen einer Covid-19-Infektion.

RACHEL FLOWERS - Musik, die durch den Magen geht

Mit ihrem dritten Album „Bigger On The Inside“ konnte die Sängerin und Multiinstrumentalistin RACHEL FLOWERS die eclipsed-Redaktion nachhaltig begeistern. Erstaunlicherweise zeichnete sie ganz allein verantwortlich für diese souveräne Mischung aus symphonischem Prog, Jazzrock und Westcoast Rock. Das ist umso beeindruckender, als die 28-jährige Kalifornierin bereits kurz nach ihrer Geburt erblindete und sowohl im Privatleben als auch bei Aufnahmen erheblich größere Hürden überwinden musste als viele musizierende Kollegen. Im Interview mit eclipsed sprach die Künstlerin, die über das absolute Gehör verfügt und dank ihrer ELP-Covers viele YouTube-Follower gewann, über ihre Anfangsjahre, die spannende Entstehung ihrer Songs und über einige große (Prog-) Helden, von denen sie sich bei „Bigger On The Inside“ inspirieren ließ.

STEVE VAI - Mit einem Arm und drei Gitarrenhälsen

Futuristisch sieht es aus, das Instrument, mit dem sich Steve Vai auf dem Cover seines neuen Albums „Inviolate“ präsentiert. „Hydra“ heißt das dreihälsige Saitenungeheuer, und es ist nur eine von vielen Besonderheiten, die das neue Werk des Gitarrenzauberers auszeichnen, der seit jeher für innovative Techniken und Ideen bekannt ist. 

eclipsed: Steve, lass uns direkt über die Hydra reden respektive den Albumopener „Teeth Of The Hydra“, in dem du das Instrument einsetzt. Was war die Idee dahinter?

LAUGHING STOCK - Wirf die Ketten ab

Das norwegische Trio Laughing Stock hat ein Faible für Konzeptalben. 2021 erzählten sie mit „Zero, Acts 1&2“ die Geschichte eines Jungen namens Zero. Sie taten dies mit einem songkompatiblen Artrock, der ruhig und atmosphärisch daherkam. Aber diese Story war noch nicht zu Ende erzählt. Mit „Zero, Acts 3&4“ schließen sie nun die Erzählung ab, wiederum mit einem sanften, melodischen Artrock.

ROSALIE CUNNINGHAM - Stilvielfalt aus Langeweile

Bereits mit ihrer Band Purson schrieb sie ein klein wenig Musikgeschichte. Doch seit deren Auflösung startet die Sängerin und Multiinstrumentalistin Rosalie Cunningham erst richtig durch. Ihrem stilistisch breit aufgestellten und mit Lob überhäuften Debüt von 2019 lässt die Britin mit „Two Piece Puzzle“ nun ein Album folgen, das einen noch vielfältigeren Stilmix zu einem großen Ganzen verschmilzt.

Rosalie Cunningham scheint ein wenig vom Pech verfolgt: Bei den Aufnahmen für ihr erstes Album 2019 geriet sie in eine arge finanzielle Notlage. Als sie nach dessen Veröffentlichung auf der Erfolgswelle ritt, wurde ihre bereits angelaufene Tour von Covid-19 ausgebremst. Das Virus verzögerte und beeinträchtigte dann auch die Produktion des neuen Albums „Two Piece Puzzle“. Fast sieht es so aus, als würden sich die Schwierigkeiten automatisch einstellen, wenn die ehemalige Frontfrau und Bandleaderin der britischen Psychedelic-Combo Purson an einem Soloalbum werkelt.