Aktuelle News

SYLVAN - Das Dilemma der künstlichen Intelligenz

Die Hamburger Artrocker Sylvan sind mittlerweile Experten für Konzeptalben: Mit „Posthumous Silence“ setzten sie vor 15 Jahren Maßstäbe in dieser Disziplin, und auch ihr bis dato letztes Album „Home“ (2015) folgte einer durchgängigen Grundidee. Nun haben sie erneut ein Werk vorgelegt, in dem eine Geschichte erzählt wird: „One To Zero“, mit dem sie musikalisch etwas andere Wege als auf dem Vorgänger beschreiten, schildert den Entwicklungsprozess einer künstlichen Intelligenz von der Initialisierung bis zum selbstbestimmten Reset aus ihrer eigenen Perspektive. Im Interview sprachen Sänger und Texter Marco Glühmann, Keyboarder Volker Söhl und Bassist Sebastian Harnack über die Hintergründe des neuen Albums und ihre Ablehnung musikalischer Schubladen.

KALACAKRA - Tante Olga und der schwarze Tod

Duisburg, Anfang der 70er Jahre: Heinz Robert Martin und Claus Rauschenbach gründeten das Duo Kalacakra und veröffentlichten 1972 das Album „Crawling To Lhasa“. Ein krautrockiger Mix aus dreckigem Rock-Blues-Folk und indisch-tibetanischen Klängen. Gleich danach war Schluss mit dem Duo. 2002 wagte sich Martin an ein neues Album und auch jetzt ist er wieder in Sachen Kalacakra unterwegs. 

Heinz Robert Martin ist mittlerweile 72. Er blieb jedoch all die Jahre musikalisch aktiv und zeigt sich im Interview offen wie eh und je.

eclipsed: Wie ist dein Interesse für das Tibetanische, Indische und Fernöstliche entstanden?

SINGLE CELLED ORGANISM setzt mit „Percipio Ergo Sum“ seine Endzeitstory fort

Der berühmte Philosoph Jean-Jacques Rousseau ist mit seinem Aufruf „Zurück zur Natur!“ einst in die Geschichte eingegangen. Philosophiestark ist auch Single-Celled-Organism-Mastermind Jens Lueck auf dem Sequel seines Konzeptalbums „Splinter In The Eye“.

eclipsed: Als du 2017 das erste SCO-Album vorgelegt hast und darin 85 Prozent der Menschheit durch einen Virus umkommen, konntest du die Corona-Pandemie ja nicht vorausahnen. Hat dir das im Nachhinein Unwohlsein bereitet?

Jens Lueck: Sehr sogar...ich wurde auch nicht selten darauf angesprochen! 

eclipsed: Hat die Pandemie mit all ihren Folgen, Lockdown, etc. etwas in Hinsicht der Storyline verändert? Und hast du dadurch auf diese Story selbst einen anderen Blick bekommen?

LEVARA - Der Song als Kunstwerk

Jules Galli, der 27-jährige Sänger von Levara, ist nicht nur aufgrund des Frühlingswetters in seiner Wahlheimat Los Angeles bestens gelaunt. Auch das selbstbetitelte Debütalbum seiner Band ist für ihn Anlass zur Freude: Denn darauf pflegt der gebürtige Franzose zusammen mit Gitarrist Trev Lukather (Sohn von Toto-Saitenhexer Steve Lukather) und Schlagzeuger Josh Devine (ex-One Direction) einen auf Hochglanz polierten Melodic Rock, der das Zeug dazu hat, ein großes Massenpublikum zu erreichen.

eclipsed: Levara sind eine multinationale Band. Du selbst stammst aus Frankreich, Josh Devine kommt aus England, und Trev Lukather ist in Los Angeles aufgewachsen. Welche musikalischen Vorlieben habt ihr gemeinsam?  

SPHERIC MUSIC rollt seit mittlerweile 30 Jahren einen Teppich zum Träumen aus

Klassische elektronische Musik im Geiste der psychedelisch-experimentellen Siebziger, abgekürzt EM, führt trotz einiger großer Erfolge vornehmlich der Berliner Schule oder internationaler Pioniere wie Jean-Michel Jarre und Vangelis eher ein exklusives Schattendasein. Hörer, die für eine mentale Reise in andere Sphären – das ganz große (und meist auch lange!) instrumentale Kopfkino – aufgeschlossen sind, zeigen sich dafür umso vernarrter in ihre Musik. Nur wenige Labels haben sich auf diese Musik spezialisiert, Manikin, MellowJet-Records, SynGate und eben Spheric Music.

HELLOWEEN - Die glorreichen Sieben

„Das ist heute ein typischer Wintertag“, meint Andi Deris, als wir uns in einer Bar in Puerto de la Cruz auf Teneriffa treffen. Trotzdem sitzen wir draußen und genießen die Aussicht auf die Stadt. Er zeigt in Richtung einiger etwas entfernt stehender Häuser: „Dort drüben wohnt Weik“ erklärt er. Gemeint ist damit natürlich Michael Weikath, Gitarrist von Helloween. Aber auch abseits von Fakten zur Band zaubert der aus Karlsruhe stammende Musiker immer wieder interessante Geschichten zu Stadt und Insel aus dem Hut. Und natürlich zum neuen Album der Kürbisköpfe.

eclipsed: „Helloween“ ist euer erstes Studioalbum zu siebt. Sind die Songs nach der „Vereinigung“ der alten und neuen Formation entstanden oder davor?

Andi Deris: Sowohl als auch. „Down In The Dumps“ war beispielsweise schon vor der „Pumpkins United“-Tour in der Mache. Und der Refrain von „Mass Pollution“ ist uralt, den schleppe ich bestimmt schon seit 15 Jahren mit mir rum. 

Nach 18 Jahren veröffentlicht JUSTIN SULLIVAN endlich sein zweites Soloalbum

Wie in diesen Zeiten üblich, treffen wir Justin Sullivan via Videoschalte in seiner Wohnung im britischen Bradford. Im Hintergrund heulen die Sirenen, Sullivan ist entspannt, wenn auch leicht genervt von der Zwangspause, die seiner Band pandemiebedingt verordnet wurde. Immerhin hat er die Zeit kreativ genutzt und ein ruhiges, sehr persönliches Album aufgenommen.

eclipsed: Als wir 2019 über das letzte New-Model-Army-Album „From Here“ sprachen, legtest du besonderen Wert auf den Song „The Weather“, der davon handelt, dass Mensch und Natur untrennbar miteinander verbunden sind, so dass etwa der Klimawandel synchron zu einer wachsenden Erhitzung der Gemüter führt. Fühlst du dich durch das Aufkommen des Coronavirus bestätigt?

CLIVE NOLAN weist solo und mit Oliver Wakeman eine große musikalische Bandbreite auf

Clive Nolan ist nicht nur Keyboarder bei Arena und Pendragon. Er schreibt auch Musicals und arbeitet an ganz unterschiedlichen Projekten. Mit seinem Soloalbum „Song Of The Wildlands“ und „Dark Fables“, einer weiteren Zusammenarbeit mit Oliver Wakeman, hat der Wikinger-Fan nun zwei neue Releases am Start. eclipsed traf ihn zum Skype-Interview.

eclipsed: Woher rührt eigentlich deine Affinität für Musicals?

Clive Nolan: Meine Eltern besaßen viele LPs, die ich immer aufgelegt habe. Da waren zahlreiche Musicals dabei, deshalb liegt mir das wohl im Blut. Später haben mich meine Eltern auch mit ins Theater genommen. In die Welten, die da besungen wurden, habe ich mich gern hineinziehen lassen. 

eclipsed: Dein neues Album heißt „Song Of The Wildlands“ …

Nolan: … und ist kein Musical. Es ist ein Konzeptalbum! Ich würde es als weltliches Oratorium bezeichnen.