Die amerikanische Band MIDLAKE nähert sich wieder ihren folkloristischen Wurzeln an
„Im Grunde wollten wir uns sammeln, neu orientieren und einfach schauen, dass wir mal etwas anderes im Leben machen.“ Mit entwaffnender Ehrlichkeit begründet Sänger und Gitarrist Eric Pulido die lange Pause, die Midlake nach ihrem 2013 erschienenen Album „Antiphon“ eingelegt haben. „Wir wollten vermeiden, dass wir uns am Ende hassen und die Band Geschichte wäre.“ Tatsächlich hatte es bereits vor dem Album einen radikalen Bruch bei der Band aus Texas gegeben. Sänger und Songwriter Tim Smith war ausgestiegen, und Pulido hatte entschieden, sich selbst als Ersatz am Mikro auszuprobieren. „Antiphon“ war nach den beiden Psych-Folk-Meisterwerken „The Trials Of Van Occupanther“ (2006) und „The Courage Of Others“ (2010) schließlich eine mittlere Enttäuschung gewesen, so dass die Pause naheliegend schien. „Das waren dann aber nicht nur musikalische Nebenprojekte, die da gelaufen sind, es ging primär um Persönliches.