Aktuelle News

ROBBEN FORD - Das pure Vergnügen

Er ist einer der wichtigsten Gitarristen im Universum zwischen Rock, Blues und Jazz. Grammy-nominiert, prominenzerfahren und dennoch bescheiden. Robben Ford gilt als leise Legende. Im Interview erzählt er unter anderem, warum sein neues Instrumentalwerk „Pure“ noch etwas „solohafter“ als ein Soloalbum ist. 

eclipsed: Robben, dein letztes Instrumentalalbum „Tiger Walk“ stammt aus dem Jahre 1997. Warum war gerade jetzt die Zeit reif für einen Nachfolger?

SMALLTAPE - Der menschliche Faktor

Mit seinem dritten Smalltape-Album „The Hungry Heart“ hat Philipp Nespital nach „The Ocean“ (2017) erneut eine der besten deutschen Eigenproduktionen im melancholischen Artrock-Sektor vorgelegt. 
Seit dem Debüt „Circles“ sind inzwischen zehn Jahre vergangen, in denen sich Nespital, der ursprünglich aus dem mecklenburgischen Neustrelitz stammt, enorm weiterentwickelt hat. Wir besuchten den Wahl-Berliner in seinem gemütlichen Studio im Prenzlauer Berg, wo sich der 33-jährige Multiinstrumentalist und Produzent für die eclipsed-Delegation einen ganzen Nachmittag Zeit nahm und auch noch zu einem spontanen Fototrip durch die unmittelbare Umgebung bereit war.

eclipsed: Philipp, fallen wir gleich mit der Tür ins Haus. Wenn dein Musikstil umschrieben wird, fällt immer wieder ein Name: Steven Wilson. Wie gehst du mit diesem Vergleich um?

TILLISON REINGOLD TIRANTI - Italienische Zeitreise

„Allium: Una Storia“ nennt sich die Produktion der drei Prog-Heroen und Freunde Andy Tillison (u. a. The Tangent), Jonas Reingold (u. a. The Flower Kings) und Roberto Tiranti (u. a. New Trolls). Es ist ein ganz spezielles Album, dessen Idee auf einen besonderen Nachmittag zurückgeht, den Keyboarder Tillison vor 45 Jahren erlebte. Im Interview erzählt der 62-jährige Engländer von einem unvergesslichen musikalischen Erlebnis in Italien. 

eclipsed: Andy, wie ist es um deine italienischen Sprachkenntnisse bestellt?

Andy Tillison: „Buon giorno“, „Buona sera“, „Buona notte“ kenne ich. Das dürfte alles sein. (lacht)

eclipsed: Aber offensichtlich liebst du die italienische Kultur?

Tillison: Vor allem die antike Kultur dort ist fantastisch und einzigartig! Aus der Moderne wiederum gibt es den Italo-Prog, den ich über alle Maßen liebe.

JESS AND THE ANCIENT ONES - Am Ende immer auch ein wenig Licht

Mit seinem vierten Album „Vertigo“ sorgt das Quintett aus dem finnischen Kuopio gerade für Furore: ein wunderbarer Mix aus 70er-Rock, okkulten Elementen und, ja, Pop. Wir sprachen mit Bandgründer, Songwriter und Gitarrist Thomas Corpse über seine Heimatstadt, ihre Musikszene und seine große Leidenschaft für eingängige Melodien, die er jedoch immer wieder gern mit einer Schicht Dunkelheit überzieht.

eclipsed: Die Band kommt ja aus der finnischen Stadt Kuopio. Kannst du uns etwas über die dortige Musikszene erzählen?

LUMP - Ein seltsames Tier

Laura Marling und Mike Lindsay sind zusammen LUMP. Begonnen als reines Spaßprojekt, entwickelt das musikalisch schwer auszurechnende Psychedelic-Electro-Folk-Pop-Duo zunehmend ein aufregendes Eigenleben. Das zweite Album heißt „Animal“ und sucht auf originelle Weise seinesgleichen. Die beiden haben nicht so furchtbar viel gemeinsam: Hier die kommerziell erfolgreiche und von der Kritik hochgelobte Folksängerin Laura Marling, die sich in ihrer knappen Freizeit seit einigen Jahren auch noch einem Masterstudium der Psychoanalyse widmet. Dort Mike Lindsay, Studio-Nerd und Co-Mastermind der Avantgarde-Folktronica-Truppe Tunng, deren komplexe, oft von Tasteninstrumenten wie Moog-Synthesizern geprägte Musik bei einer vergleichsweise überschaubaren Hörerschaft Zuspruch findet.

FARGO-PEDDER KNORN feiert das zweite Album nach der Reunion und sein neues Buch

„Oh, Mist, ich hab dich ganz vergessen. Aber ich bin zu Hause, also können wir reden“, begrüßt mich Peter „Fargo-Pedder“ Knorn etwas irritiert am anderen Ende der Telefonverbindung in Hannover. „Ich war gerade dabei, die Basslinien von älteren Songs  herauszuhören. Aber damit kann ich nachher weitermachen ...“ Erstaunlich, muss Herr Knorn, der 1973 mit Jugendfreunden Fargo gründete, doch zumindest in seinem Zweitjob als Manager (u. a. für UFO) doch sehr organisiert sein. 
Mit „Fargo-Peterchens Mondfahrt“ ist eben sein zweites Buch erschienen.

Die Slowcore-Band LOW lotet die Grenzen zwischen Tradition und Futurismus aus

Low

Mit ihrem letzten Album „Double Negative“ haben die Slowcore-Pioniere Low einen völlig neuen Weg eingeschlagen. Die verzerrte Schönheit ihrer Songs setzte nicht nur einen markanten Kontrapunkt zur glatt polierten Instagram-Welt unserer Tage, sondern auch zum Defätismus aktueller Noise-Produktionen. Damals war von Corona und Lockdown noch keine Rede, aber Low schienen die Ereignisse in ihrer Musik vorwegzunehmen. Das neue Album „Hey What“ setzt den Dualismus von „Double Negative“ nun unter völlig veränderten Prämissen fort. „Wir leben in einer verzerrten Gesellschaft“, erklärt Gitarrist und Sänger Alan Sparhawk.

ROGER CHAPMAN liefert ein Comeback-Album allererster Güte ab

Nach zwölf Jahren Pause überrascht Roger Chapman mit „Life In The Pond“, einem Album, das textlich und musikalisch auf Vielfalt setzt. Auch mit 79 Jahren strotzt „Chappo“ nur so vor Kraft und steht voll im Saft. Das beweist er (auch) im eclipsed-Interview.

eclipsed: Seit 2009 („Hide Go Seek“) gab es kein Soloalbum mehr von dir. Hat dein alter Family-Kumpel Poli Palmer dich überredet, ins Studio zu gehen?

Roger Chapman: Es brauchte keine großen Anregungen. Es ist einfach passiert. Ende 2019 traf ich Poli in einem Studio in der Nähe meines Wohnortes. Ich fragte, ob er ein paar neue Songentwürfe von mir hören wolle. Das funktionierte dann so gut, dass wir von dort aus weitermachten.

eclipsed: Hat dir die Covid-Zwangspause Zeit verschafft, Songs zu schreiben?