Wann immer sich Neal Morse, Mike Portnoy, Roine Stolt und Pete Trewavas für Transatlantic zusammenfinden, ist man mit Superlativen schnell bei der Hand. Diesmal hat es die Prog-Supergroup jedoch noch einmal deutlich auf die Spitze getrieben. Denn „The Absolute Universe“ ist nicht weniger als der feuchte Traum eines jeden Prog-Fans: ein Konzeptalbum in drei verschiedenen Versionen.
Im Laufe seiner über 30-jährigen musikalischen Karriere hat sich der britische Songschreiber, Sänger und Multiinstrumentalist Steven Wilson stetig weiterentwickelt und immer neue Dinge ausprobiert. Sein Problem dabei: Ein Teil seines Publikums begegnet ihm mit wachsendem Unverständnis. Dabei ist der vielseitige Musiker stets er selbst geblieben, wenn sich auch Instrumente und Sounds immer wieder änderten. Im eclipsed-Gespräch erläutert er, warum er keine Lust hat, Erwartungen zu entsprechen.
Zu seinem 50-jährigen Jubiläum als professioneller Musiker macht sich der deutsche Ausnahmegitarrist MICHAEL SCHENKER selbst ein Geschenk: Das am 29. Januar erscheinende neue Album „Immortal“, das erste seit 2011, das unter dem Bandnamen Michael Schenker Group (MSG) erscheint, setzt bei seinen guten Alben der letzten Jahre an und packt noch ein paar Qualitätshappen oben drauf.
Seattle ist für raue und aggressive Sounds bekannt. Mehr als mit jedem anderen Genre ist die Nordwest-Metropole mit dem Grunge verbunden. Und doch hat auch der Folk einen festen Platz in Seattle. Bereits Ende der 1980er Jahre etablierten die Walkabouts ihre ersten psychedelischen Folk-Versuche auf Sub Pop, dem Label von Mudhoney, Nirvana und Soundgarden. Daher war es gar nicht so abwegig, dass auch die Fleet Foxes genau drei Jahrzehnte später zumindest in den USA via Sub Pop in die staunende Welt aufbrachen.
„We Will Ride“ ist das vierte Album der Band um den Ex-Trans-Siberian-Orchestra-/Uli-Jon-Roth-Vokalisten Nathan James. Schon nach dem Inglorious-Debüt 2016 bekamen Fans des britischen Hardrock glänzende Augen und große Ohren. Die beiden folgenden Alben „II“ (2017) und „Ride To Nowhere“ (2019) zementierten den hervorragenden Ruf der Formation. Kurz nach der Veröffentlichung des dritten Albums kam es dann zu weitreichenden Besetzungswechseln. Nur James und Drummer Phil Beaver blieben im Line-up.
Mit einem ererbten Milliarden-Vermögen in der Hinterhand erinnerte sich der australische Geschäftsmann David Lowy (u. a. Betreiber von Shoppingcentern im UK, in den USA und seiner Heimat) 2012 seiner alten Liebe, des Hardrock. In jüngeren Tagen hatte es der Rhythmusgitarrist mit seiner Band Mink bereits bis in englische Clubs geschafft, jedoch sollten The Dead Daisies für den damaligen Mittfünfziger dann einige Level höher angreifen.
Sven Pollkötter und Jakob Diehl sind Taumel. Beide sind studierte Musiker (Schlagzeug, Komposition). Pollkötter spielt Schlagzeug in großen Orchestern für Opern. Diehl komponiert Hörspiele und ist erfolgreicher Schauspieler (etwa in der Netflix-Serie „Dark“). Mit Taumel gehen sie nun gemeinsame musikalische Wege und legen mit „There Is No Time To Run Away From Here“ ihr Debüt vor. Ein Album, das einen minimalen Jazz präsentiert, unheimlich, düster, langsam, stimmungsvoll, in der Tradition von Künstlern wie Bohren & Der Club Of Gore oder The Kilimanjaro Darkjazz Ensemble.