Aktuelles Heft

25. Oktober 2021

Abacus

Der „Highland Warrior“ ist die Titelfigur des opulenten Konzeptwerks der Band ABACUS

Es ist kein Wunder, dass die Abacus von 2021 musikalisch anders klingen als diejenigen aus den frühen 70ern, in denen sich die Band aus dem nordrhein-westfälischen Hamm einen gewissen Popularitätsgrad in der Deutschrock-Szene erspielte. War der Sound einst von Kraut, Folk, Jazz und Rock geprägt, so herrschen nun eher die opulenteren Klänge im Stil von Magnum und Kansas vor. Verantwortlich für diesen Stilwandel ist Keyboarder Jürgen Wimpelberg, der 1979 zur Gruppe stieß. Schon damals war lediglich Bassist Klaus Kohlhase als einziges Gründungsmitglied noch mit an Bord, der dann zu Beginn der 80er die Segel strich. Seither ist Wimpelberg, wenn man im maritimen Sprachgebrauch bleibt, der Kapitän des Abacus-Kreuzers. Zugleich ist der 69-Jährige auch der Nachlassverwalter der schmählich unterschätzten Innovativ-Combo, deren Mitglieder der 1. Generation sich 1976 im Streit trennten, und verantwortlich für die Wiederveröffentlichungen des frühen Materials.

25. Oktober 2021

Parquet Courts

PARQUET COURTS wandeln beim neuen Album auf den Spuren von Primal Scream

Die Parquet Courts aus Brooklyn sind mit ihrem vitalen Postpunk Platzhalter für jenen unverwechselbaren New Yorker Sound, der mit Bands wie The Velvet Underground, den Modern Lovers, Television, den Talking Heads oder Sonic Youth verbunden ist. Ihr neues Album „Sympathy For Life“ ist Rebellion und Party zugleich. Ein fröhlich-bissiger Kommentar zur aktuellen Lage, macht die Scheibe zugleich Lust auf die Sounds der Vergangenheit. Für die Parquet Courts kam auf „Sympathy For Life“ aber auch noch ein anderer Einfluss zum Tragen.

25. Oktober 2021

Tremonti , Alter Bridge

Das neue Album von (Mark) TREMONTI spiegelt seine Gefühle während der Pandemie wider

Der Stopp aller Live-Konzerte im vergangenen Jahr traf auch den Gitarristen und Songschreiber der US-Band Alter Bridge. Wie viele seiner Kollegen wusste er ihn aber kreativ zu nutzen. Nachdem „Walk The Sky“ erschienen war, stand eigentlich eine Tour an. „Die musste aber wegen der Pandemie abgebrochen werden. Für ein paar Monate waren wir ausgebremst. Ein guter Zeitpunkt, um an einem neuen Tremonti-Album zu arbeiten.“ Bandkollege Eric Friedman flog also von der Westküste zu ihm nach Florida, um gemeinsam an Demos fürs Studioalbum Nr. 5 zu basteln.

25. Oktober 2021

Parzival

Knapp 50 Jahre nach ihrer Auflösung legen PARZIVAL ein fulminantes Konzeptalbum vor

Gekleckert wird hier nicht, sondern massiv geklotzt: Die Bremer Formation Parzival legt auf der Doppel-CD „David – The Hymn“ 23 Songs vor, 130 Mitwirkende aus 23 Ländern sind mit an Bord. Doch wer ist Parzival überhaupt, werden sich viele zu Recht fragen. Denn die Karriere der Band war lediglich von kurzer Dauer, nur gerade mal gut zwei Jahre, zwischen Ende 1970 und Anfang 1973, existierte die Gruppe. Zwei „offizielle“ Alben namens „Legend“ und „BaRock“ entstanden. Die aber barsten vor Innovation, brachten sie doch – vor allem für die damalige Zeit – höchst unterschiedliche Einflüsse aus Klassik, Jazz, Minnegesang und Rock zusammen. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung fabulierte über „Klangschlösser von diskreter Eleganz und Schönheit“.

17. Oktober 2021

CD-Sampler

05. Oktober 2021

Yes

YES - Auf der Suche nach dem ›heiligen Klanggral‹

Die 1968 gegründeten Yes zählen neben King Crimson und Van der Graaf Generator zu den dienstältesten noch aktiven großen Bands des Progressive Rock. Umso erstaunlicher ist, dass sie nicht nur nostalgisch in alten Erfolgen schwelgen, sondern mit »The Quest« nach sieben Jahren wieder einmal ein neues Werk am Start haben. Gemeinsam mit den aktuellen Hauptakteuren Steve Howe und Geoff Downes sowie weiteren Musikern der klassischen Bandbesetzung diskutieren wir nicht nur das neue Album, sondern werfen auch einen intensiven Blick zurück: Exakt vor fünfzig Jahren begründeten die beiden Alben des Jahres 1971 die damalige progressive Vorreiterrolle von Yes. Wir nehmen »The Yes Album« und »Fragile« intensiv unter die Lupe und und  sprachen über das »Fragile«-Artwork mit Roger Dean, dessen Coverkunst zum wichtigen Erkennungsmerkmal der Band wurde.

05. Oktober 2021

Steve Hackett

STEVE HACKETT - Botschaft der Hoffnung

Mit seinen 71 Jahren ist Steve Hackett umtriebig wie nie. Während seine früheren Genesis-Gefährten Collins, Banks und Rutherford demnächst auf der „The Last Domino?“-Tour nochmals ihre alten Songs präsentieren wollen, erfindet sich ihr einstiger Gitarrist (der über die Tourpläne nicht informiert wurde) stetig neu. So geht Hackett auch auf „Surrender Of Silence“ nicht auf Nummer sicher, obwohl in dieser Vorgehensweise durchaus ein Risiko liegt, wie er gut gelaunt im eclipsed-Interview einräumt.

eclipsed: Kann ein Steve Hackett eigentlich auch mal ruhig dasitzen und nichts tun?

Steve Hackett: Ich schätze nein. Zuletzt hatte ich eine sehr produktive Phase mit diversen Albumveröffentlichungen und meiner Autobiografie, das stimmt.

eclipsed: Woher kommt diese Motivation, immer wieder Neues zu schaffen?

05. Oktober 2021

Isildurs Bane , Peter Hammill

ISILDURS BANE & PETER HAMMILL - Ins Gleichgewicht gefunden

Nach ihrer hochgelobten Kollaboration „In Amazonia“ von 2019 haben das schwedische Prog-Kollektiv Isildurs Bane und die britische Musiklegende Peter Hammill ein weiteres Mal zusammengefunden und ein zweites gemeinsames Album eingespielt. „In Disequilibrium“ unterscheidet sich deutlich vom Vorgänger – nicht nur weil Hammills Texte die Corona-Pandemie und die Erfahrungen im Lockdown zum Thema haben, sondern auch im Hinblick auf die Entstehungsweise: Statt erst nach und nach vervollständigte Sounddateien hin- und herzuschicken, konfrontierte Isildurs-Bane-Mastermind Mats Johansson Hammill diesmal mit weitgehend fertigen Tracks, die dieser um Texte und Gesangsparts ergänzte – eine Herausforderung für beide Seiten, wie Hammill und Johansson im Interview erzählten.