Seit dem Tod von Daevid Allen führt Kavus Torabi die Psych-Space-Legende Gong ins nächste Bandkapitel. Der Brite mit iranischen Wurzeln ist eine umtriebige, schillernde Figur der internationalen Psychedelic-Szene, beteiligt er sich doch neben Gong noch an diversen weiteren Bands, so etwa The Holy Family und The Utopia Strong. Zudem startete er 2020 eine Solokarriere, die er nun mit dem zweiten Album „The Banishing” vorantreibt. Ein komplett im Alleingang produziertes Album, auf dem Torabi die – nach eigenem Bekunden – härteste Phase seines Lebens verarbeitet.
Das Arbeitsethos stimmt bei den französischen Experiemental-Proggern. Nach ihrem Debüt „The Lost Tapes“ folgt nun mit „Music For Broken Elevators“ eine EP mit Stücken, die zum Teil während ihrer zweijährigen Tour entstanden und die Wartezeit auf das bereits in Arbeit befindliche zweite Album verkürzen sollen. Drummer und Bandgründer Teddie Burton erzählt vom Entstehungsprozess, warum sich die neuen Stücke überwiegend sehr von denen des Vorgängeralbums unterscheiden und warum die Band sich entschieden hat, einen unbekannteren Joy-Division-Song zu covern.
eclipsed: Als wir uns das letzte Mal unterhielten, hast du gesagt, dass auf dem nächsten Album mehr Vocals und mehr Lyrics zu hören sein werden und es vorab eine EP geben wird. Das scheint ja alles so einzutreffen.
Vor 30 Jahren, im Frühjahr 1994, erschien „The Division Bell“, das 14. Studiowerk von Pink Floyd. Es war das zweite Album der von David Gilmour angeführten Bandbesetzung, und 20 Jahre lang schien es, als bliebe es das letzte der Band und damit ihr Vermächtnis. Gilmour, Nick Mason und Rick Wright ließen mit ihm ihre Glanzzeit der frühen 70er-Jahre wiederaufleben, ohne allerdings an die Qualität der früheren Meilensteine heranzureichen. Dennoch sollte „The Division Bell“ zu einem der erfolgreichsten Pink-Floyd-Alben werden. Wir rekapitulieren die Entstehung eines Albums, das den britischen Artrockern das Gefühl zurückgab, eine funktionierende Band zu sein, und das untrennbar mit einer der für sie angenehmsten Phasen ihrer Karriere verbunden ist. Zusätzlich werfen wir einen Blick auf das Artwork, die folgende Tour und das hieraus resultierende Livealbum „P.U.L.S.E.“ sowie den 2014er Nachschlag „The Endless River“. Zudem führten wir noch ein aktuelles Interview mit Nick Mason.
Es ist wie beim Attentat auf Robert F. Kennedy: Alle Alt-68er wissen, wo sie waren, als sie zum ersten Mal den Falsettgesang von „On The Road Again“ hörten. Der Floyd-Jones-Song wurde geprägt vom jungen Alan Wilson, der von seinem Gitarren-Partner John Fahey wegen seiner dicken Brille „Blind Owl“ genannt wurde und dem Song mit Fistelstimme, Tambura und feiner Mundharmonika das gewisse Etwas verlieh. Canned-Heat-Leader Adolfo „Fito“ de la Parra, den eclipsed zu Hause im kalifornischen Santa Paula nach einem irren Monsun-Regen erreicht: „Dave Alvin, der Leader von The Blasters, sollte auf unserem neuen Album ,Finyl Vinyl‘ nur mal Gitarre spielen. Aber als er seinen ,Blind Owl‘-Song vorsang, hatte ich Tränen in den Augen!“ Und der Schlagzeuger betont: Die Unsterblichkeit von CANNED HEAT hängt an ihren Gründern, an drei Hits im prägenden Boogie-Stil, aber auch an stets neuen personellen Impulsen.
„Orgy Of The Damned“ ist das insgesamt sechste Soloalbum von Slash und sein erstes, das fast ausschließlich Coversongs enthält. Der 58-jährige Gitarrist, hauptberu ich weiterhin mit Guns N’ Roses gut im Geschäft, hat sich liebevoll einem runden Dutzend berühmten Klassikern und unbekannteren Stücken des Bluesgenres gewidmet und sie mit einer All-Star-Riege von Sängerinnen und Sängern erfrischend ruppig und wenig glatt ins Hier und Heute verfrachtet, wobei auch Rock und Soul nicht zu kurz kommen. Im eclipsed-Interview sprach der Meistergitarrist und Tierfreund über seine alte Liebe zum Blues.
Auch wenn die erfolgreiche Politrockband Midnight Oil nach zwei letzten umjubelten Welttourneen und dem überaus überzeugenden 2022er Album „Resist“ offenlässt, ob sie noch einmal ein weiteres einspielen wird, möchte ihr inzwischen 71-jähriger Sänger PETER GARRETT sich keineswegs zur Ruhe setzen. Vielmehr legte er mit „The True North“ kürzlich sein zweites Solowerk vor, das es musikalisch mit den besten Alben seiner Band aufnehmen kann und textlich noch reflektierter ausfällt. Via Zoom treffen wir einen entspannten und sehr höflichen Peter Garrett, der sich im Interview Zeit lässt, in nachdenklich stimmenden Antworten seinen Blick auf die Welt zu beschreiben.
eclipsed: Auf „The True North“ spielt auch Oils-Gitarrist Martin Rotsey mit. Warum habt ihr nicht doch noch ein Bandalbum gemacht?
Ohne ein Album veröffentlicht zu haben, waren Lucifer Was in den 1970ern Prog-Pioniere. Nun legt die norwegische Band bereits das achte Werk seit ihrer Neugründung Ende der 90er Jahre vor - und präsentiert erstmals Songs in ihrer Heimatsprache. eclipsed sprach mit Gitarrist und Band-Mastermind Thore Engen über Geschichte und Gegenwart.