Es gibt wenige deutschen Bands, die in den 1970er Jahren anfingen und deren Werk sich bis heute einer konstanten Zuwendung erfreut. Jane aus Hannover ist eine dieser prägenden Formationen im Spektrum zwischen Krautrock und Progressive Rock. Nach der Jane-Auflösung 1992 und einem Rechtsstreit gelang es den Musikern, mit den Nachfolgern Peter Pankas Jane und Klaus Hess’ Mother Jane den wertvollen Nachlass am Leben zu erhalten. Nach dem Tod von Schlagzeuger Peter Panka gründete Jane-Keyboarder Werner Nadolny 2007 dann die dritte Nachfolger-Formation.
Unter den großen vier des Deutschrock – Grönemeyer, BAP, Westernhagen, Lindenberg – ist es vor allem der Bochumer, der im Laufe seiner bald 50-jährigen musikalischen Karriere die Grenzen seines Ausdrucks immer wieder neu gezogen hat, ohne jemals die Relevanz seiner textlichen Aussagen zu verwässern. Anlässlich Herbert Grönemeyers 70. Geburtstag werfen wir einen Blick zurück auf den Werdegang des deutschen Superstars.
„Phaedra“ hatte 1974 mit seinen immersiven Mellotron-Klangwolken, den hypnotischen Moog-Sequenzerläufen und weiteren psychedelischen Zutaten den typischen Berliner-Schule-Elektronik-Sound erstmals zur Reife gebracht. Auch international waren Tangerine Dream damit erfolgreich, gingen auf Tour durchs UK und improvisierten an den damals noch unzuverlässigen Synthesizern auf Teufel komm raus. „50 Years Of Phaedra: At The Barbican“ ist die aktuelle Live-Veröffentlichung, die dieses bahnbrechende Werk ehrt. Thorsten Quaeschning gibt Auskunft.
Schon auf ihrem letzten Studioalbum, dem sinfonischen Konzeptwerk „The White Witch“, auf dem auch ältere Stücke neu interpretiert wurden, hatte die Retroprog-Band, bestehend aus Christina Booth, Robert Reed und Chris Fry, ein okkultes Thema gewählt. Das nagelneue Album „Tarot“ widmet sich nun den rätselhaften Wahrsagekarten. Der walisische Multiinstrumentalist und Bandchef Robert Reed gibt Auskunft über das neue Werk.
eclipsed: Wie seid ihr an das neue Studioalbum herangegangen?
Thomas Klarmann, Komponist und Keyboarder bei der deutschen „Canterbury“-Band Argos, ist Fan der Progrocker Fruupp, die in den 1970ern unter anderem als Support für Genesis und King Crimson wirkten. Besonders deren letztes Album „Modern Masquerades“ hat es ihm angetan. Produziert von Ian McDonald (King Crimson und Foreigner), war es um Klassen besser als seine drei Vorgänger. Nun hat es dazu beigetragen, dass Fruupp und Argos in einem Atemzug genannt werden können.
Er ist einer der herausragendsten Metal-Gitarristen der Welt und ein sehr gefragter Mann. Jetzt veröffentlicht der US-Amerikaner Zakk Wylde (59) nach fünf Jahren wieder ein Album mit seiner Band Black Label Society.
eclipsed: Zakk, „Engines Of Demolition“ ist ein packendes, mitreißendes, aber auch vertraut klingendes Album, wenn man über die fast 30-jährige Historie von Black Label Society einigermaßen im Bilde ist.
Anfang der Neunziger fanden sich Spitzenmusiker wie Neal Schon und Deen Castronovo in den Reihen der von den Brüdern Johnny und Joey Gioeli gegründeten Combo. Das 92er-Debütalbum „Double Eclipse“ gilt bis heute als Genre-Geheimtipp. US-Shouter Johnny Gioeli führt die Band seit 2003 ohne seinen Bruder bis heute weiter. Im Zoom-Interview lernen wir einen vor Lebensfreude sprühenden Musiker mit Frontmann-Aura kennen.
eclipsed: Seit dem letzten Hardline-Album sind fünf Jahre ins Land gezogen. Warum?
Top-Alben
Glen - It Was A Bright Cold Day In April
Jay Tausig - Metamorphosis
L'Ira Del Baccano - The Praise of Folly
Lamp of the Universe - Existence of the Self
Mientras las abejas duermen - MLAD
Motorpsycho - The Gaia II Space Corps
Poseidótica - Las Palabras y La Realidad
Sound Of Smoke - Mirage
Strange Vibrations - The 7th Gate
Sula Bassana - Time Travel
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