Aktuelle News

THE ALAN PARSONS PROJECT - 50 Jahre „Tales Of Mystery And Imagination”

1976 war der Start einer ganz und gar ungewöhnlichen Band. Mit dem Alan Parsons Project verwirklichte der Tontechniker von „The Dark Side Of The Moon“ seine eigene Musik. Gemeinsam mit Kreativpartner Eric Woolfson vertonte Parsons beim Debüt die Schauergeschichten des Edgar Allan Poe. „Tales Of Mystery And Imagination“ ist ein Höhepunkt des Symphonic Rock und glänzt bis heute mit außergewöhnlichen Sounds und audiophiler Produktion. Wir lüften Schritt für Schritt die Geheimnisse und erzählen die Geschichte des Jahrhundertalbums inklusive großem Exklusivinterview mit Alan Parsons, Würdigung von Eric Woolfson und tiefergehender Blicke auf Poe sowie das Album-Artwork.

ARCHIVE - Vom Wert der Kunst

Bislang ließ die Musik der englischen Rockband ARCHIVE nicht unbedingt an jene klassischer Komponisten wie Edward Elgar, Sergei Rachmaninow oder Steve Reich denken. Auf ihrem neuen Album „Glass Minds“ ist das anders.

Darius Keeler sieht zufrieden aus, und dazu hat er allen Grund: „Ich glaube, wir haben das beste Album unserer ganzen Laufbahn gemacht“, fällt der Keyboarder und Bandmitgründer im Interview mit der Tür ins Haus. In der Tat ist Archive mit „Glass Minds“ nicht weniger als ein Wunder gelungen. Nach ihrem monumentalen Werk „Call To Arms & Angels“ von 2022 (drei LPs bzw. zwei CDs) scheint das Londoner Kollektiv hier nun bei einer neuen Form von Klassik angekommen zu sein: Die knapp 78 Minuten umfassende Musik wirkt derart wie aus einem Guss, dass sie eher wie eine Sinfonie als wie eine Ansammlung von Songs anmutet. „Ich habe tatsächlich Elgars ‚Nimrod‘ gehört, als ich mit dem Schreiben begann“, erzählt Keeler.

ATOMIC ROOSTER - Austreibung der Dämonen

Damit hatte keiner gerechnet: dass Atomic Rooster, der ewige Geheimtipp unter den Bands mit der Hammondorgel an prominenter Stelle – wie The Nice, Procol Harum oder The Doors –, nach rund vier Dekaden Abstinenz wieder das Licht der Öffentlichkeit suchen würden. Und dazu mit dem bärenstarken Album „Circle The Sun“ und in QuintettBesetzung. Gitarrist Steve Bolton ist beim telefonisch geführten Interview jedenfalls stolz und glücklich über den Umstand, dass die „Roosters“ 2026 wieder im Geschäft sind.

JANE - Zeitreise ins Erfolgsjahr 1976

Das Jahr 1976 gehörte ihnen, denn kaum jemand kam damals an Jane und den KaufrauschAlben „Fire, Water, Earth & Air“ und „Live At Home“ vorbei. Wir sprachen mit Manfred Wieczorke, der die LPs „Live At Home“ (1976), „Between Heaven And Hell“ (1977) und „Age Of Madness“ (1978) stark geprägt hat, und trafen die Zeitzeugen Rolf Vatteroth (Werner Nadolnys Jane) und Bernd Kunze, die damals beim Jane-Konzert am 13. August 1976 in Hannover aus dem Staunen nicht herauskamen, als Jane ihren künstlerischkommerziellen Durchbruch feiern konnten. Zudem würdigen wir den Ende Oktober verstorbenen langjährigen Jane-Gitarristen und Band-Mitgründer Klaus Hess.

Es war eine Prophezeiung, die sich erfüllen sollte: „Fire shine on me/show me the way to better days/Water cool me down/so that I can see the way...“, sangen Jane im Titelsong des im Februar 1976 veröffentlichten Albums „Fire, Water, Earth & Air“.

NMB - Überraschendes Comeback

Nach fast fünf Jahren Funkstille kommt NMB, wie sich The Neal Morse Band seit 2021 nennt, unerwartet mit einem neuen Werk um die Ecke. Manch ein Fan hatte die Hoffnung darauf wohl schon fast begraben – hatte das prominenteste Gruppenmitglied den anderen doch bereits seinen Ausstieg angeboten…

Unser Versuch, mit Neal Morse über das neue NMB-Album „L.I.F.T.“ zu sprechen, gestaltet sich schwieriger als erwartet: Aufgrund eines schweren Schneesturms in Tennessee ist das Ex-Mastermind von Spock’s Beard zunächst nicht erreichbar. Nach ein paar Tagen kommt das Zoom-Interview doch noch zustande.

eclipsed: Wie ist die aktuelle Wetterlage bei euch? 

KARNIVOOL - Fühlen Lernen

„Themata“, „Sound Awake“, „Asymmetry“ – darauf belief sich lange der schmale, aber kraftvolle Katalog Karnivools. Nach knapp 13 Jahren Veröffentlichungspause kommt nun „In Verses“ hinzu. Das Album ist Rückbesinnung und Neuanfang zugleich.

Ian Kenny meldet sich aus einem Studio in Perth. Zwar lebt der Sänger drei Stunden entfernt, für die laufenden Proben kommen Karnivool aber nach wie vor in ihrer Heimatstadt zusammen. Die Räumlichkeiten mieten sie temporär, das eigene Hauptquartier stießen die Australier kurz nach Fertigstellung von „In Verses“ ab. „Es war an der Zeit“, konstatiert Kenny und gibt damit das Stichwort für den Interview-Einstieg.

eclipsed: Womit habt ihr euch seit „Asymmetry“ die Zeit vertrieben?

VAN HALEN - 40 Jahre „5150“

Als Leadsänger David Lee Roth 1985 Van Halen verließ, fürchteten viele Fans, dass dies das Ende der US-Hardrock-Institution sein könnte. Doch in Sammy Hagar fand sie letztlich einen ebenbürtigen, wenn auch völlig anders gearteten Ersatz. Das 1986 veröffentlichte Album „5150“, mit dem sich die Band musikalisch neu erfand, leitete eine ebenso erfolgreiche Ära wie die vorangegangene ein. 

Der 26. Februar 1986 war gewissermaßen die offizielle Geburtsstunde der neuen Van Halen, die nun auch – zunächst oft noch verächtlich, im Laufe der Jahre aber zunehmend liebevoll – „Van Hagar“ genannt wurden: An diesem Tag wurde „Why Can’t This Be Love“, die erste Single der Hardrocker ohne den charismatischen David Lee Roth am Mikrofon, auf MTV und im Radio der Öffentlichkeit präsentiert.

SNARKY PUPPY - Musikalisches Traumland

20 Musiker, 11 reguläre Alben, 5 Grammys – die Karriere von Snarky Puppy wirkt wie ein gigantischer Fiebertraum. In über zwei Jahrzehnten hat sich die Jazzband zu einer etablierten Größe des Fusion entwickelt, vereint Funk mit progressiven und orchestralen Elementen. Auf „Somni“, der zweiten Zusammenarbeit mit dem Metropole Orkest, erforschen die Amerikaner um den Komponisten Michael League jetzt die Welt des Schlafes.

Januar 2025. Das Cabourg a Gogo in Utrecht platzt an drei Abenden aus allen Nähten. 70 Musiker, alle in Weiß gekleidet, stehen im Raum verteilt, dazwischen drängen sich Zuschauer. Hinzu kommen noch eine Handvoll Kameramänner und -frauen, ein Team aus Toningenieuren und ein Dirigent. Dort entsteht „Somni“, das aktuelle Album von Snarky Puppy. Unterstützt wird das texanische Fusion-Ensemble dabei von dem Metropole Orkest, einer Art alternativem Orchester aus Holland unter der Leitung des Briten Jules Buckley. Purer Maximalismus, quasi.