Aktuelle News

LESOIR - Die Zukunft beginnt jetzt!

Nach ihrem viel gelobten 2024er Werk „Push Back The Horizon“ legen Lesoir ihr nunmehr siebtes Album vor. Mit ihm widmet sich der 2009 im niederländischen Maastricht gegründete Fünfer den großen Problemen dieser Welt. Das übermächtig Erscheinende soll dabei aufs Persönliche heruntergebrochen werden, um das Ins-Handeln-Kommen zu erleichtern. Wie man dies konkret gestaltete, welche Musikstile das Quintett diesmal bevorzugt hat, und wie Wolodymyr Selenskyj oder die Gaia-Theorie zu Song-Themen wurden, haben Maartje Meessen (Gesang, Klavier, Flöte, Gitarre) und Ingo Dassen (Gitarre) im Interview verraten.

eclipsed: Ihr habt einen schönen Titel für euer Album gewählt. Was genau wollt ihr damit ausdrücken?

UNCLE ACID & THE DEADBEATS - Der perfekte „dreckige“ Sound

Mit „Shapes Of Midnight“ melden sich Uncle Acid & The Deadbeats zurück. Das Album wurde in den Abbey Road Studios komplett auf analogem Band aufgenommen. Wir sprachen mit Kopf und Songschreiber Kevin Starr über Edgar Allan Poe, „dreckige“ Produktionen und darüber, wie ein Song im besten Sinne aus dem Ruder läuft.

eclipsed: Nach dem großartigen, an Giallo-Filme erinnernden Flair von „Nell ’Ora Blu“ schlagt ihr mit dem neuen Album nun einen ganz anderen erzählerischen Weg ein. Wie kam es dazu, dass ausgerechnet Edgar Allan Poe den konzeptionellen Rahmen lieferte?

ALEX HENRY FOSTER - Die Kunst des Loslassens

Der Kanadier Alex Henry Foster hatte 2023 eine lebensbedrohende Operation am Herzen. Obwohl seine charismatische Bühnen-Persönlichkeit auch in Deutschland Eindruck gemacht hat, ist es deshalb kein Wunder, dass er erst jetzt den legitimen Album-Nachfolger „The Fragile Beauty (Of New Morning Hopes)“ zu seinem Debüt „Windows In The Sky“ (2020) vorlegt. Wir haben den Künstler zum schmerzhaften Entstehungsprozess wie zu seiner Zukunft befragt.

Bei seinen hypnotischen Konzerten der letzten Jahre zusammen mit seiner Band The Long Shadows, so bei der Night Of The Prog und dem Herzberg Festival, zeigte Alex Henry Foster, wie sehr er am Leben war. Sein ekstatischer Mix aus Post-, Progressive und Gothic Rock nahm Dimensionen einer Live-Predigt an. Nach EPs, Live Releases und Ambient-Alben kommt nun Ende Oktober endlich das neue reguläre Studioalbum.

Folklegende RICHARD THOMPSON findet es zu Hause am schönsten

Gibt es so etwas wie ein menschliches Perpetuum mobile? Falls diese besondere Spezies wirklich existieren sollte, gehört der englische Songschreiber Richard Thompson sicherlich dazu. Seit den späten 60ern ein Aktivposten der britischen Folkrock-Szene, scheint der einstige Mitgründer von Fairport Convention ohne Alter zu sein. Seine Stimme klingt noch genauso wie vor einem halben Jahrhundert, am Outfit des Eigenbrötlers hat sich wenig geändert, und die Gesamtheit seiner unzählbaren Veröffentlichungen wirkt wie ein einziges langes Lebens-Album. „Hippies, Thugs And Heroes“ stellt nun einen neuen Höhepunkt des angeblich 77-Jährigen dar, der wie ein Best-of seiner reichen Erinnerungen klingt.

Die FLOWER KINGS dehnen ihre künstlerischen Grenzen weiter aus

Zu Beginn wird erst einmal gratuliert: Zwei Wochen vor dem Interview durfte Roine Stolt seinen 70. Geburtstag feiern. „Etwas Kaffee und Kuchen ist immer nett, aber es gab diesmal kein großes Fest“, nimmt der aus seiner Heimatstadt Uppsala zugeschaltete Musiker die Glückwünsche dankend entgegen. Überhaupt arbeite er momentan sehr viel, sei bereits mit dem nächsten Album beschäftigt. Dabei ist das jüngste Flower-Kings-Werk „Hope“, Nachfolger von „Love“ (2025), gerade erst erschienen. Wird das kommende dann „Faith“ heißen? „Eine gute Vermutung“, lacht Stolt. „Und ja, ‚Hope‘ ist schon eine Art Fortsetzung. Das war aber nicht unbedingt beabsichtigt. Wir haben einfach momentan ein Line-up, das gut funktioniert und harmoniert, musikalisch wie persönlich.“

PALLAS knüpfen an ihre musikalische Vergangenheit an

Die Anfänge von Pallas reichen bis in die 70er zurück. Ihr Debütalbum „The Sentinel“ (1984) ist ein Klassiker des Neoprog. Nach der Rückkehr von Sänger Alan Reed und der Produktion von „The Messenger“ (2023) veröffentlichen sie nun im selben Line-up ihr neues Werk „A Song For Tomorrow“. Wir unterhielten uns mit Reed sowie Keyboarder Ronnie Brown und Gitarrist Niall Mathewson.

eclipsed: Für eure Verhältnisse war die Zeitspanne zwischen „The Messenger“ und dem neuen Album ziemlich kurz!

Ronnie Brown: Zwischen den beiden Alben liegen etwa drei Jahre. Aber die Arbeit an „A Song For Tomorrow“ hat nur ein Jahr gedauert gegenüber fünf, die wir für „The Messenger“ gebraucht haben. Der eigentliche Aufwand war der gleiche; wir hatten uns das Ziel gesetzt, schneller zu arbeiten. Wir hatten der Plattenfirma versprochen, Ende Juni fertig zu sein, und haben es eine Woche früher geschafft.

JOANNE SHAW TAYLOR beschreibt die vielen Facetten der Liebe

Ihr werde nachgesagt, immer nur dann etwas Neues herauszubringen, wenn jemand mit ihr Schluss gemacht habe, erzählt die gebürtige Britin, die seit vielen Jahren in den USA lebt. Dem setzt sie ihre neue Platte entgegen: Auf „The Trouble With Love“ widmet sich Joanne Shaw Taylor ausschließlich dem am meisten besungenen, stets aktuellen Gefühl – und kehrt nach den teils poppigeren Tönen des Vorgängerwerks zu ihrer alten Liebe Bluesrock zurück.

eclipsed: Wann hast du mit den Arbeiten an „The Trouble With Love“ begonnen?

Auf „The Dark“ zelebriert CHELSEA WOLFE den Reiz des Düsteren

Ein neues Chelsea-Wolfe-Album wirft auch immer die Frage auf, welche stilistische Volte die Amerikanerin nun wohl vollziehen würde, hatte sie zuletzt doch sowohl ein reduziertes Folk-Album als auch ein Elektro-Noise-Werk veröffentlicht und auf dem Vorgänger eher sphärischen Klängen gefrönt. „The Dark“ verspricht bereits im Titel, die Quintessenz ihres Werks zusammenzufassen, doch das Album selbst ist – zumindest musikalisch – erstaunlich hell geworden. Chelsea Wolfe fühlte sich beim Konzipieren ihres achten Albums von der an einer Theorie des amerikanischen Mythenforschers Joseph Campbell angelehnten Vorstellung inspiriert, zur dunkelsten Stelle des Waldes zu gehen und dort zu dem zu werden, was man fürchtet. Diesen Gedanken führt sie im gespenstischen Titelsong aus, und man kann ihn gleichzeitig als Gesamtthema des Albums ansehen.