Aktuelle News

ARJEN ANTHONY LUCASSEN - Im Angesicht des Weltuntergangs

Dreizehn Jahre sind seit der Veröffentlichung von Arjen Anthony Lucassens letztem echten Soloalbum „Lost In The New Real“ vergangen – eine Zeitspanne, in der er vor allem mit Ayreon zu neuen Höhenflügen ansetzte. Nun erschien „Songs No One Will Hear“ – ein Konzeptalbum, über dem die Frage steht: „Was würden die Menschen tun, wenn sie aufgrund eines Asteroideneinschlags nur noch fünf Monate zu leben hätten?“ Die Antworten sind ebenso vielfältig wie die musikalische Bandbreite.

eclipsed: Hallo, Arjen, schön, dich wiederzusehen! Entschuldigung, Sir Arjen natürlich!

MIRADOR - Whole Lotta Riffs

Eigentlich wartet die Rockwelt sehnsüchtig auf ein neues Greta Van Fleet - Album – den Nachfolger zu „Starcatcher“ vom Juli 2023. Der sei, so Gitarrist Jake Kiszka, auch in Arbeit. Doch zuvor schiebt er noch ein kleines, aber feines Nebenprojekt ein: Mirador, an der Seite von IdaMae-Mastermind Chris Turpin. Eines der spannendsten Rockalben 2025 – vom Newcomer-Act der Stunde.

Es ist der 27. Dezember 2018: Greta Van Fleet treten drei Abende hintereinander im ausverkauften Fox Theatre in Detroit auf – 93 Meilen südlich ihrer damaligen Heimatstadt Frankenmuth. Der vorläufige Höhepunkt ihrer ersten Headliner-Tour zur Veröffentlichung ihres Major-Debüts „Anthem Of The Peaceful Army“. Im Vorprogramm: Ida Mae aus England. Ein Duo, bestehend aus dem Ehepaar Stephanie Jean Ward und Chris Turpin, das einen ähnlichen Sound aufweist wie die Greta-Brüder – nur etwas folkiger.

JOHN LEES’ BARCLAY JAMES HARVEST - Die Relativität enschlicher Existenz

Nach zwölfjähriger Studioalbum-Pause will es die alte Band um Gründungsmitglied, Sänger und Gitarrist John Lees noch mal wissen. Das neue Werk „Relativity“ knüpft überraschend stark an die progressive Vergangenheit der verdienten englischen Formation Barclay James Harvest an. Wir haben Lees nach der überraschenden Wiederkehr, dem Albumkonzept und den neuen Songs sowie seinen christlichen Texten befragt.

BEAT - Staubfreie Nostalgie

Adrian Belew, Tony Levin, Steve Vai und Tool-Drummer Danny Carey – vier in der Rockszene wohlbekannte Namen machen gemeinsame nostalgische Sache: Als BEAT lassen sie die King Crimson der frühen 80er wieder au eben, mit so viel Leidenschaft und Können, dass es auch ohne Robert Fripp die pure Freude ist – nachzuhören auf dem grandiosen Konzertmitschnitt „Beat Live“. Anlass genug für ein ausführliches Interview mit Bandgründer, Sänger und Gitarrist Adrian Belew.

eclipsed: In den 70ern hast du dir bei Frank Zappa deine Sporen verdient, ehe du zu David Bowie, den Talking Heads und King Crimson gewechselt bist. Warum hast du dich 1981 Robert Fripp angeschlossen?

Adrian Belew: Weil er mich ermutigt hat, mehr Verantwortung zu übernehmen. Wir haben als Gitarristen zusammen gespielt und geschrieben. Insofern waren wir Partner, während es bei Frank mehr etwas von Lehrer und Schüler hatte. 

NIRVANA - Die großen Unbekannten

Nicht jede Band der nostalgisch verklärten Sixties ist eine Legende oder hat Rock geschichte geschrieben. Es gibt auch Hunderte, die es schlichtweg nicht schafften, die weder zu Geld noch Ruhm gelangten – und bis heute von ihren Erinnerungen zehren. Bestes Beispiel: Patrick Campbell-Lyons und Alex Spyropoulos – die wahren Nirvana.

Ein Gespräch mit Patrick Campbell-Lyons ist zäh: Der heute 82-Jährige lebt in Griechenland. Wo genau, will er nicht verraten, wovon er lebt, auch nicht. Nur so viel: Er sei gesundheitlich angeschlagen, stehe auf Kriegsfuß mit der Unterhaltungsindustrie und halte wenig von der heutigen Rockmusik: „Ich vermisse die Kreativität – das Bemühen, etwas wirklich Eigenständiges, Neues zu machen. Deshalb verkommt Musik zur reinen Background-Berieselung, weil sie zu nichts mehr taugt. Sie ist wie Fast Food, auf das man sich nicht groß konzentrieren muss.“ 

DAVID BYRNE - Wer ist dieser Typ?

Im Video-Gespräch wirkt David Byrne wie ein charmanter, zerstreuter Professor, und man fragt sich, warum er eigentlich so selten und ungern Interviews gibt. Natürlich bleibt ihm dafür auch kaum Zeit, in den vergangenen Jahren kümmerte er sich um sein Broadway-Musical „American Utopia“, die Neuauflage des Talking-Heads-Konzertfilms „Stop Making Sense“ und schließlich um sein neuntes Album „Who Is The Sky?“. Jetzt gerade steckt er mitten in den Vorbereitungen zur begleitenden Tour. Beziehungsweise erst mal in seinem Apartment in Manhattan. Dem hat er auf dem neuen Album mit „My Apartment Is My Friend“ sogar einen Song gewidmet ...

eclipsed: Das ist dein Apartment im Song, oder?

DEVON ALLMAN - Mountain Full Of Blues

Kurz vor dem einzigen Deutschlandkonzert von DEVON ALLMAN’S BLUES SUMMIT in diesem Jahr sprachen wir mit dem Bandleader über den einzigartigen Spirit des Herzberg Festival, sein aktuelles Projekt und das große Erbe der Allman Brothers.

Es ist Sonntagabend auf dem Herzberg Festival. Tausende Besucher warten bereits voller Spannung auf das Abschlusskonzert auf der Hauptbühne, während ich noch auf Devon Allman warte, der mir vor dem Auftritt ein Interview versprochen hat. Es sieht allerdings nicht gut aus: Der Bandleader hat Verspätung und ist noch nicht im Backstagebereich eingetroffen. Das Warten scheint endlos.

Knapp 30 Minuten vor Konzertbeginn kommt dann endlich das Signal: Im improvisierten TV-Zeltstudio hinter der Bühne begrüßt mich der Musiker mit breitem Lächeln und Handschlag. Keinerlei Anzeichen von Stress finden sich im Gesicht des Mannes, der das Erbe einer der bekanntesten und stilprägendsten Rockbands Amerikas hütet.

Auf ihrem neuen Album bewegen sich DISCIPLINE mehr denn je in jazzigen Gefilden

Nach einer sehr langen Anlaufphase mitsamt Promotern, die gern selbst interviewt werden wollten, und fehlgeleiteten Gesprächsterminen bezog Sänger und Keyboarder Matthew Parmenter endlich Stellung zum neuen Album – und tat dies dann so ausführlich, dass locker eine Titelstory drin gewesen wäre …

eclipsed: Discipline gibt es seit über 30 Jahren. Als ihr angefangen habt, war progressive Musik in der öffentlichen Wertschätzung auf einem Tiefpunkt angelangt. Wie erinnert ihr diese Zeit?