JEAN-MICHEL JARRE - Equinoxe statt Botox
Der smarte Elektronikpionier aus Frankreich ist ein Phänomen. Offenbar kennt er die Formel, die einen ewig jung hält. Im August siebzig Jahre geworden, sieht Jean-Michel Jarre immer noch unverschämt frisch aus. Und obwohl er auf eine fünfzigjährige Karriere zurückblicken kann, ist er kein bisschen ruhiger geworden. Mit der Compilation „Planet Jarre: 50 Years Of Music“ und dem Mitte November erscheinenden Studioalbum „Equinoxe Infinity“ zeigt er, dass mit ihm nach wie vor zu rechnen ist.
Anfang der Siebziger hielt der Synthesizer Einzug in die populäre Musik. Zunächst nur von wenigen innovativen Künstlern eingesetzt, setzte sich die Zauberkiste spätestens in den Achtzigern in nahezu allen Genres durch. Mit den wegweisenden Werken „Oxygène“ (1976) und „Equinoxe“ (1978) legte Jean-Michel Jarre den Grundstein für seinen internationalen Erfolg. Seine Mixtur aus experimenteller Musik und sinnlichen, popkompatiblen Melodien traf einen Nerv.