Es war eine verdammt schwere Geburt: Was sollte auf „Rumours“, das hochgelobte, in astronomischen Stückzahlen verkaufte, Grammy-dekorierte Album aus dem Jahr 1977 noch folgen? Fleetwood Mac gaben die Antwort zwei Jahre später mit der Doppel-LP „Tusk“ – kommerziell nicht so erfolgreich wie der Vorgänger, bot sie eine Reihe experimenteller Ansätze, die überwiegend dem musikalischen Ideenreichtum Lindsey Buckinghams entsprangen.
WITCHCRAFT - The Outcast (edit) (4:57)
Album: Nucleus (2016)
Label/Vertrieb: Nuclear Blast/Warner
www.nuclearblast.de
Die Zeiten in denen man Witchcraft Stempel wie Doom oder Stoner aufdrücken konnte, sind ab “Nucleus” vorbei. Die Schweden haben ein Album geschaffen, dass stilistisch so vielfältig ist, wie detailverliebt. Das ist Retro und modern zugleich. Das Album des letzten Monats ist eine Platte zum Hineinverlieben!
eclipsed: Die große Überraschung ist ja zunächst, dass es nach sieben Jahren überhaupt eine neue CD von Mercury Rev gibt. Anfänglich klingt sie ganz anders als frühere Platten von euch, aber bei jedem weiteren Hören kommt der Mercury Rev-Sound besser zum Tragen ...
Jonathan Donahue: Die Platte kam zu uns. Wir haben in den sieben Jahren seit der letzten CD unablässig gespielt und waren auf Tour. Aber wir leben in den Bergen und haben ein anderes Zeitgefühl als im Musikgeschäft üblich. Sieben Jahre sind in der Musikwelt eine Unendlichkeit. Für uns ist das jedoch gar nichts. Wir haben lange an der Platte geschrieben. Vor etwa anderthalb Jahren nahm sie Gestalt an. Wir gingen ins Studio, und was dann folgte, ging ganz schnell.
eclipsed: Wie habt ihr die Mercury-Rev-Trademark-Fallen vermieden?