Aktuelles Heft

28. August 2022

Long Distance Calling

LONG DISTANCE CALLING - Höchste Zeit zu handeln

Die coronabedingte Tourzwangspause und das besondere Faible eines Bandmitglieds für Dokumentar-filme führten dazu, dass die Münsteraner Instrumental-Progger von LONG DISTANCE CALLING einem kreativen Schub folgten und begannen, an einem neuen Album zu werkeln. Wie ihr achtes Studiowerk „Eraser“ in der Folge zu einer echten Herzensangelegenheit mit ungewöhnlichem Konzept wurde, das in enger Kooperation mit Greenpeace entwickelt wurde, erläuterten Schlagzeuger Janosch Rathmer und Bassist Jan Hoffmann im Gespräch mit eclipsed. 

28. August 2022

Walter Trout

Bluesrocker WALTER TROUT harrt mit 71 Jahren der Dinge, die noch kommen

Egal, ob man gegenüber Joe Bonamassa, Kenny Wayne Shepherd oder John Mayall den Namen Walter Trout erwähnt, es folgen sofort Lobeshymnen. Diese Huldigungen hat sich der US-Ostküsten-Musiker in den letzten vier Jahrzehnten mit stets qualitativ guter Arbeit an der Gitarre und am Mikro im Studio und auf den Weltbühnen auch redlich verdient. Wenn diese eclipsed-Ausgabe erscheint, ist er gerade auf einer Bluesrock-Kreuzfahrt in der Ägäis mit 24 anderen Acts wie Bonamassa, King King oder Keb’ Mo’ unterwegs. Ohne große Verschnaufpause geht es danach beidseits des Atlantiks weiter. Und im Oktober ist er ausgiebig in Deutschland auf Tour. Im Gepäck hat er dabei das neue Album „Ride“.

eclipsed: Ich erreiche dich überraschenderweise nicht in Kalifornien, sondern in Dänemark. Was ist passiert?

28. August 2022

Timothy B. Schmit , Eagles

Die EAGLES setzen ganz auf Nostalgie - Bassist TIMOTHY B. SCHMIT ist das zu wenig

Immer nur „Hotel California“, „One Of These Nights“ und „Heartache Tonight“ ist auf Dauer unbefriedigend. Meint zumindest der 74-Jährige – und legt mit „Day By Day“ sein siebtes Soloalbum vor. Ein Werk mit hochkarätiger Gästeliste, tollem Sound und vorbildlichem Ansatz: kreative Selbstverwirklichung. Dafür, so Schmit im eclipsed-Interview in Amsterdam, sei es nie zu spät.

eclipsed: Timothy, du bist das einzige Eagles-Mitglied, das noch neue Musik veröffentlicht. Eine Reaktion auf die mangelnde Schaffenskraft der Band?

28. August 2022

Billy Howerdel , A Perfect Circle

A Perfect Circle's BILLY HOWERDEL hat genug gewartet, jetzt versucht er sich als Solist

Seit 1999 spielt der kahlköpfige Gitarrist in einer Band, die ihm genauso viel Erfolg wie Ärger beschert: A Perfect Circle. Eine Kooperation mit Tool-Frontmann Maynard James Keenan, der kaum Zeit, aber umso mehr Launen hat. Logische Konsequenz: Mit „What Normal Was“ legt der frustrierte Howerdel einen Alleingang vor – und spricht Tacheles.

eclipsed: Würdest du dir wünschen, du hättest in den letzten 23 Jahren mehr Musik mit Maynard aufgenommen?

Billy Howerdel: Keine Frage! Hätte es sein Terminplan zugelassen, hätten wir garantiert mehr als vier Alben gemacht.

eclipsed: Hast du dich da in eine Abhängigkeit begeben, die du bereust? War es ein Fehler, dich auf ihn als Sänger zu versteifen?

28. August 2022

Inhalo , Ivy’s Dream

Schlappe zwölf Jahre brauchten INHALO bis zur Veröffentlichung ihres Debütalbums

Die niederländische Prog-Band scheint aus dem Nichts zu kommen. Tatsächlich sind ihre Mitglieder aber alte Hasen, teils auch alte Bekannte. So verleiht die wandlungsfähige Stimme von Fons Herder nicht nur den Inhalo-Songs eine erstaunliche Intensität, sondern war bereits auch bei  A Liquid Landscape zu hören. Die übrigen drei Bandmitglieder bildeten zuvor die Prog-Band Ivy’s Dream (2009-2021), die Entstehungsgeschichte des Inhalo-Debüts „Sever“ ist eng mit ihr verflochten. „Die Geschichte von ‚Sever‘ begann um 2010 herum und wurde 2020 beendet“, erinnert sich Gitarrist Roy Willems.

21. August 2022

CD-Sampler

24. Juli 2022

Classic Rock , Progressive Rock

1972 - Rock ist Chef: Prog erlebt seinen Höhepunkt, Glam seinen Aufstieg, und ohne Gitarren geht gar nichts

Man schreibt den 3. Februar 1972, und die wenigsten Besucher des Lanchester Arts Festival im Locarno Ballroom, Coventry, England, wissen, dass der Typ da vorne auf der Bühne in seiner Jugend einmal mit dem Gedanken gespielt hat, Comedian zu werden. Und wüssten sie’s, sie würden erst recht jubeln, nach jeder einzelnen Songzeile. Der Mann am Mikrophon rollt mit den Augen, grinst und tut dabei, als könne er kein Wässerchen trüben: „This here song it ain’t so sad, the cutest little song you ever had.“ Indeed, Sir, das Ganze klingt eher nach Schüttelreim und Kinderlied als nach anspruchsvoller Rockkunst. Aber war Rock’n’Roll nicht immer schon Kinderlied und Schüttelreim? Und gehörten nicht auch versaute Anspielungen von Anfang an, ach was, schon lange vor dem Rock’n’Roll, zum Geschäftsmodell des musikalischen Spontan-Entertainments? Der Sänger weiß das: „Those of you who will not sing, you must be playin’ with your own ding-a-ling!“ 

24. Juli 2022

Al Di Meola , Paco de Lucia , John McLaughlin

Di Meola/de Lucia/McLaughlin - Der Tag danach

Al Di Meolas, Paco de Lucias und John McLaughlins 1981 veröffentlichter fingertechnischer Husarenritt „Friday Night In San Francisco“ gehört zu den berühmtesten und bedeutendsten Akustikgitarrenalben der Musikgeschichte. Rund 41 Jahre später erschien nun „Saturday Night In San Francisco“, ein Mitschnitt eines weiteren Konzerts der drei Gitarreros am Folgetag. Im Interview erzählte Al Di Meola, wie es dazu kam und wie es damals war. 

eclipsed: Mit „Saturday Night In San Francisco“ veröffentlicht ihr eine Fortsetzung des grandiosen akustischen Speed Metal, der am 5. Dezember 1980 im Warfield Theatre mitgeschnitten wurde. Stammen diese Aufnahmen wirklich vom Samstag nach jenem Freitag?